Schlagwort-Archiv: Vereinbarkeit von Familie und Beruf

Vereinbarkeit von Pflege und Beruf – Ausbildung zum betrieblichen Pflegelotsen

pflegelotseWir haben jetzt zwei. Pflegelotsen. Was ist das denn, bitteschön?! Das haben wir uns auch gefragt, recherchiert und direkt zwei Mitarbeiter dazu angemeldet, als wir von der Ausbildung zum betrieblichen Pflegelotsen erfahren haben. Denn dass die Pflege einen immer wichtigeren Aspekt in der Vereinbarkeit von Familie und Beruf ausmacht, ist kein Geheimnis mehr. Vereinbarkeit von Pflege und Beruf – Ausbildung zum betrieblichen Pflegelotsen weiterlesen

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Meine ersten Gesundheitswochen bei Convensis

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Ein durchdachtes Gesundheitsmanagement ist fester Bestandteil der Unternehmensphilosophie bei Convensis. Jede Woche steht ein bunter Obstkorb parat, dienstags gibt es frische Smoothies, in der Mitte der Woche wird bei einem kleinen Spaziergang Frischluft getankt und zum Veggieday am Donnerstag wird oftmals eine Gemüsesuppe kredenzt. Hinter diesen Aktionen steht das Convensis Gesundheitsteam. Bei den jährlichen Gesundheitswochen ist dieses Team besonders gefragt, wenn es darum geht, abwechslungsreiche Aktionen für alle zu organisieren. Meine ersten Gesundheitswochen bei Convensis weiterlesen

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Ausgezeichnet für Familienfreundlichkeit: Convensis erhält den FamilyNET-Award 2014

Hält den FamilyNET-Award 2014 stolz in ihren Händen: Unsere Personalerin Susanne Hencke

Hallo Susanne, Convensis hat gerade erst den FamilyNET-Award 2014 in der Kategorie „Wiedereinstieg“ gewonnen. Warum ist dieses Thema bei Convensis so wichtig, dass Du ein Konzept dafür entwickelt hast?

Ganz viele Unternehmen entwickeln momentan Ideen für Familienfreundlichkeit, um dem Fachkräftemangel entgegen zu wirken. Für uns war das Thema schon vor Jahren präsent, als die erste Mitarbeiterin eine eigene Familie gründete und uns klar wurde, dass wir ein Konzept für Familienfreundliche Arbeitsstrukturen brauchen, um sie nicht zu verlieren.

Für Convensis waren immer und sind Kinder ein wichtiger und uneingeschränkt schöner Bestandteil des Lebens – das zeigt sich schon darin, dass der CEO Prof. Dr. Stefan Hencke ja selbst Vater von 4 Kindern ist. Deshalb haben wir uns immer auch mit den Mitarbeitern in der Familiengründungsphase gefreut und wollten dem auch Ausdruck geben. Mit der Zeit haben wir gelernt, dass uns vieles möglich ist, einer mittelgroßen Agentur aber auch Grenzen gesetzt sind.

Worin zeigen sich diese Grenzen?

Die Lebensumstände unserer Mütter (Väter gibt es – außer Stefan – leider momentan nicht bei Convensis) sind sehr unterschiedlich, die Kinder sind sehr unterschiedlich alt, sie leben an unterschiedlichen Orten und haben ganz unterschiedliche Bedürfnisse. Dem allem können wir nicht durch feste Strukturen, wie z.B. einer Kindergruppe o.ä. begegnen. Auch räumlich können wir nicht das bieten, was wir gerne hätten, z.B. ein Eltern-Kind-Zimmer, da sich das einfach nicht rechnet.

Welche Vorteile bietet die Agenturstruktur?

Der größte Vorteil ist natürlich, dass wir durch unsere Größe direkt im Gespräch mit den Mitarbeitern sind. Wir wissen meist schon relativ früh von der Schwangerschaft und können so bereits diese Phase sehr nah begleiten und auf die unterschiedlichen Bedürfnisse eingehen. Eine Mitarbeiterin hat ggf. mehr Informationsbedarf rund um die arbeitsrechtlichen Aspekte der Elternschaft, eine andere braucht Verständnis und Hilfe bei den vielen verschiedenen körperlichen Beschwerden, die während einer Schwangerschaft auftreten. Wieder eine andere freut sich über organisatorische Hinweise, z.B. wo man in Stuttgart am besten die Erstausstattung kaufen kann, welche Bücher sich lohnen, wann man sich um was am besten kümmert usw. Wir bieten daher sehr früh schon Gespräche an, um unseren Begleitungswillen deutlich zu machen und den Bedarf der Mitarbeiter möglichst früh zu eruieren. Die Führungskräfte werden von Beginn an einbezogen, aber auch das Team, indem direkt noch teamorientierter gearbeitet wird. Wir haben in unserem Unternehmens-Wiki ein sehr ausführliches Portfolio zum Thema Familiengründung/ Elternzeit und in unserer Büroapotheke gibt es diverse Mittelchen, die eine Schwangerschaft erleichtern.

Aber was hat die Schwangerschaft mit dem Wiedereinstieg zu tun?

Für uns fängt der Wiedereinstieg bereits in der Schwangerschaft an, weil wir bereits in den ersten Gesprächen zeigen können, dass Kinder kein Karrierestopper sind und wir weiterhin mit der Mitarbeiterin/ dem Mitarbeiter rechnen. Auch bereiten wir in den diversen Gesprächen die Elternzeit und den Wiedereinstieg vor, indem wir schon einmal abstecken, wann und in welcher Form die Rückkehr verlaufen könnte. Auch wenn uns bewusst ist, dass sich mit der Geburt viele Vorhaben der Eltern verändern, hat es sich doch bewährt, frühzeitig gemeinsame Pläne zu schmieden, um die Wiederkehr zu erleichtern.

Wie geht es dann nach der Geburt weiter?

Auch in der Elternzeit ist uns sehr wichtig, den Kontakt zu den Mitarbeitern zu halten. Die junge Familie wird mit einem Willkommenskaffee begrüßt und gefeiert, mit einem kleinen Geschenkpaket wollen wir die Freude teilen. Wir informieren sie über aktuelle interne und externe Entwicklungen, sie bleiben in den meisten Verteilern. Auch laden wir sie zu internen Weiterbildungen, Events, Feiern etc. ein. Die Eltern sollen praktisch weiterhin ein Teil des Teams sein. Das erreichen wir auch durch Patenschaften, die zwischen Mitarbeitern im Büro und denen in Elternzeit bestehen. Hier wird „informell“ Kontakt gehalten und auch einmal getratscht über die aktuellen Gerüchte und Aufreger im Büro. Je nach Länge der Elternzeit fragt Convensis frühzeitig über einen Fragebogen und persönliche Gespräche Schulungs-, Teilzeit- und Homeofficebedarf zur Wiederkehr ab. Und auch der eigentliche Wiedereinstieg wird zusammen mit der Mitarbeiterin gestaltet. Wir bieten hier sehr flexible Modelle an.

Ich glaube außerdem, dass für einen gelungenen Wiedereinstieg sehr wichtig ist, dass die Miterbeiter wissen, dass sie auch langfristig mit Kindern eine Perspektive bei Convensis haben und das Unternehmen ihnen auch weiterhin familienfreundlich begegnet. Aber das ist dann Thema für den nächsten Award….

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Der ROI meines Brasilien-Urlaubs – Flexible Arbeitszeiten am Beispiel eines Arbeitsurlaubs

Es ist kurz nach Mittag, ich liege in der Hängematte, schaue über Palmen hinweg in den türkis-blau schimmernden Horizont, vom Strand wummern Sambabässe zu mir hinauf und ich versuche mich auf ein neues Personalentwicklungskonzept für Convensis zu konzentrieren.

In unserer PR-Agentur in Stuttgart fühlte ich mich in meiner Konzentration gestört vom „Krach“ da unten. Hier gehe ich entweder an den Strand und feiere mit, wippe entspannt in der Hängematte zu den Rhythmen oder ich schwimme eine Runde im Meer, bis die Partygesellschaft sich beruhigt hat und setze mich dann wieder an die Arbeit. Ich befinde mich im Arbeitsurlaub.

Vorteile für den Arbeitnehmer

Normalerweise versucht ein Angestellter im Urlaub, Gedanken an seine beruflichen Aufgaben möglichst schnell zu verdrängen, um einen möglichst hohen Erholungseffekt zu erzielen. Zwar möchte man die positiven Gefühle und Erinnerung aus dem Urlaub am liebsten möglichst lange mit in den Arbeitsalltag nehmen, doch beides zu verbinden ist eher ungewöhnlich. Das geht mir als Frau des Unternehmensinhabers nicht anders als allen anderen auch, denn bei Convensis bin ich in erster Linie Angestellte. Ich habe mich aber in den letzten Monaten immer mehr gesehnt nach einer Zeit, in der beides erreichbar sein kann: Erholung, Ruhe, Abstand und gleichzeitig ein intensives Eintauchen in meine Aufgaben im Büro.

Deshalb bin ich sehr froh, dass ich dieses Experiment wagen durfte. Ich hatte darum gebeten, weil mir der Arbeitsalltag zu wenig Raum für konzeptionelle Arbeit lässt. Im täglichen Trubel geht die Konzentration verloren und selbst wenn ich diese „Denkphasen“ in die frühen Morgen- oder Abendstunden verlege, bleibt doch zu wenig Zeit, sich in ein Thema zu vertiefen bzw. ihm bis zum Ende zu folgen. Brasilien ist zwar für einen einwöchigen Aufenthalt etwas sehr weit, da ich aber aus privaten Gründen sowieso in absehbarer Zeit dorthin reisen wollte, nutze ich die Gelegenheit, beides miteinander zu verbinden.

Hier im Urlaub muss ich zwar meinen Alltag auch organisieren, habe aber dazwischen viel Gelegenheit und Ruhe über mein Thema zu lesen, Ideen zu spinnen, sie wieder zu verwerfen und in einem anderen Zusammenhang wieder aufzugreifen. Das funktioniert sowohl am „Schreibtisch“ als auch bei den üblichen Urlaubsaktivitäten wie Schwimmen, Spaziergänge etc.

Weil ich mein Thema in den Mittelpunkt meines Aufenthaltes hier stelle und weil mich kognitiv wenig davon ablenkt.
Natürlich greift auch der „Tapetenwechsel“: Ich stelle fest, dass durch die Verlegung meiner Arbeitsaufgabe in ein völlig ungewohntes Umfeld neue Impulse entstehen. Das kann einerseits durch die gedankliche Übersetzung einer Erfahrung vor Ort auf mein aktuelles Projekt „Personalentwicklungskonzept“ passieren, manchmal kommen auch alte Pläne wieder an die Oberfläche, die im Alltag vergraben waren. In der Tat glaube ich nicht, dass ich dadurch kreativer arbeite, aber selbst wenn ich die aufkommenden Ideen nicht sofort aufgreife, tauchen sie teilweise später wieder auf und setzen sich in einen neuen Zusammenhang. Was die Arbeit dann doch wieder kreativ werden lässt.

Mühelos lässt die intensive gedankliche Beschäftigung mit dem Fragenkomplex schon nach ein bis zwei Tagen klare Konturen des Konzeptes entstehen. Ich habe den Eindruck, der Aufgabe „auf den Grund“ gehen und sie aus den verschiedenen Blickwinkeln betrachten zu können. Das Endergebnis wird dadurch in jedem Fall vielfältiger und ausgereifter ausfallen als dies im Büro möglich gewesen wäre.

Vorteile für den Arbeitgeber

Davon profitiert natürlich auch mein Arbeitgeber. Durch den vermeintlichen Zeitverlust des Urlaubs gewinnt er die effiziente Aufarbeitung eines Themas, die sich im normalen Tagesgeschäft unnötig in die Länge gezogen hätte. In der intensiven Beschäftigung mit einem Themenkomplex erwerbe ich zudem Kenntnisse, die mir auch in anderen Fragen meines Fachgebietes zugutekommen.

Den größten Vorteil kann ich aber in einem deutlichen Zugewinn an Motivation und Bindung an das Team und das Unternehmen erkennen. Durch die positive Erfahrung dieses Urlaubs und die thematisch intensive Zeit bin ich hochmotiviert, mein Konzept vorstellen und in die Tat umsetzen zu können. Ich habe zudem noch viele Ideen für andere Aufgaben gesammelt, die ich konkretisieren möchte.

Ich bin meinem Team und meinem Chef sehr dankbar, dass sie mir diese Woche ermöglicht haben. Sie haben nicht nur auf den Austausch mit und Entscheidungen von mir verzichtet, sondern teilweise meine Aufgaben mit übernehmen müssen. Da die Kommunikation über Internet und E-Mail nicht ganz so reibungslos wie gedacht funktionierte, verlangsamten sich ihre Prozesse. Trotzdem habe ich im Kontakt nie Verärgerung oder Ungeduld gespürt, sondern immer Freude, dass mir dieser Urlaub möglich ist. Diese positive Unterstützung und die Verbundenheit, die darin deutlich werden, werde ich wieder zurückgeben. Das Vertrauen meines Arbeitgebers in mich erhöht auch mein Vertrauen in das Unternehmen.

Im Vorfeld die Bedingungen genau abklären

Für Aufgaben mit einer starken Bindung zu Dokumenten, Kunden oder technischem Gerät ist ein Arbeitsurlaub sicher nicht geeignet, wenn diese gar nicht, oder nur mit hohem Aufwand an den Urlaubsort mitgenommen werden können. Ein Urlaub zum Arbeiten lässt sich für  konzeptionelle, analytische, kreative oder redaktionelle Aufgaben einfacher und effektiver realisieren.

Ganz grundsätzlich muss natürlich sichergestellt werden, dass der Arbeitsurlaub nicht zu einem kaschierten Urlaub degeneriert, wodurch nicht nur das Vertrauen zwischen Arbeitgeber und -nehmer gestört wird, sondern möglicherweise auch die Kreativität eines Unternehmens, über flexible Arbeitszeit- und -organisationsmaßnahmen nachzudenken.

Folglich ist die Grundlage eines Arbeitsurlaubs nicht nur eine stabile Vertrauensbasis zwischen Arbeitgeber und –nehmer. Beide müssen vor der Reise detaillierte Vereinbarungen über Arbeitsumfang und –ziele während  der Reisezeit auf der einen Seite sowie den zu erwartenden Aufwand auf der anderen Seite treffen. Weiterhin muss sichergestellt sein, dass die verabredeten Aufgaben am Urlaubsort auch geleistet werden können. Beispielsweise sind die Bedingungen vor Ort im Vorfeld zu recherchieren, der  Arbeitgeber muss eventuell die nötigen technischen sowie finanziellen Mittel zur Verfügung stellen, damit der Arbeitnehmer seine Aufgaben erledigen kann (z.B. muss die Nutzung eines PCs möglich sein, wenn dies direkt vor Ort nicht möglich ist, kann der Arbeitgeber einen Laptop zur Verfügung stellen). In diesem Zusammenhang muss unbedingt geklärt sein, wer welche Kosten in welcher Höhe zu tragen hat. Umso detaillierter und klarer die Absprachen im Vorfeld getroffen werden, desto weniger Konfliktpotential birgt der Arbeitsurlaub.

Alle Beteiligten profitieren noch mehr, wenn der Kontakt eben nicht, wie bei einem normalen Erholungsurlaub, ausgesetzt wird, sondern Zeitfenster für den Austausch miteinander geschaffen werden.

Last but not least ist das Konzept des Arbeitsurlaubs auch eine Typfrage. Manch einer mag Arbeit und Urlaub einfach nicht vermischen. Mitarbeiter, die im Zusammenspiel mit ihrem Team zu Hochform auflaufen, mögen das isolierte Arbeiten uneffektiv und trostlos empfinden. Menschen mit einem starken Bedarf nach äußeren Strukturen oder einem festen Arbeitsrhythmus würden sich eventuell leicht in der Unstrukturiertheit einer Urlaubsumgebung verlieren. Der Mitarbeiter muss sich im Vorfeld fragen, ob er sich zutraut, sich neben Strand, Party, Bar o.ä. auch mit den Aufgaben zu beschäftigen, die man zu erledigen hat. Ein gewisses Maß an Selbstorganisation braucht es gegebenenfalls auch – in meinem Arbeitsurlaub auf jeden Fall – um an einem Urlaubsort Arbeitsatmosphäre und -bedingungen zu schaffen.

Aber wenn alle Beteiligten bereit sind, Kompromisse einzugehen und den Aufenthalt im Vorfeld gut vorzubereiten, kann der Arbeitsurlaub eigentlich für beide Seiten nur von Vorteil sein.

Übrigens, als Mitarbeiterin einer PR-Agentur erlaube ich mir zu erwähnen, dass die Pousada da Lua, Jacuma, Brasilien ein wunderbarer Ort für diese Gelegenheit ist.

Danke Tina und Leo!

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