Schlagwort-Archiv: Spenden

Gutes tun zur Weihnachtszeit – Flüchtlingshilfe

Wir wünschen Euch einen schönen 1. Advent!

Adventszeit ist die Zeit der Besinnlichkeit, aber auch der Besinnung. Und für uns gehört es schon zur weihnachtlichen Convensis-Tradition, sich in der Adventszeit dankbar in Erinnerung zu rufen, wie gut es uns doch geht und an die zu denken, die in ihrem Leben nicht so viel Glück, Frieden, Gesundheit, Komfort etc. haben.
Wie jedes Jahr möchten wir die Vorweihnachtszeit daher auch nutzen, Euch jeden Adventssonntag eine gemeinnützige Organisation vorzustellen, die wir unterstützenswert finden.

Diesmal haben wir unseren Schwerpunkt auf Organisationen rund um ein Thema gelegt, das uns im Team, wie wahrscheinlich Euch auch, dieses Jahr besonders beschäftigt hat: die vielen Menschen, die vor Armut, Hunger, Terror und Krieg fliehen.

Zunächst wollen wir Euch ganz allgemein Möglichkeiten vorstellen, Flüchtlingen in ihrer Situation zu helfen.

– von Susanne Hencke – Gutes tun zur Weihnachtszeit – Flüchtlingshilfe weiterlesen

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Soziales Projekt – Klimaschutz

„Mama, wieso sind heute so viele Autos unterwegs? Es ist doch Sonntag!“ Es ist wirklich viel los, die ganze Stadt scheint in Bewegung zu sein. Wir fahren heute zu einer Veranstaltung mit dem Auto, andere fahren bereits in den Weihnachtsurlaub, zu ihren Familien oder Freunden, um mit ihnen Weihnachten zu feiern, viele fliegen auch.

Kurz darauf sprechen wir darüber, dass mit größter Wahrscheinlichkeit leider kein Schnee liegen wird an Heilig Abend. Ja sogar in den sonst sicheren Skigebieten ist die Lage in diesem Jahr besonders katastrophal. Ein Schelm, der hier direkt einen Zusammenhang zieht.

– von Susanne Hencke – Soziales Projekt – Klimaschutz weiterlesen

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Armut tut weh – doch Wegschauen gilt nicht

Die Armut in Deutschland nimmt zu. Immer mehr Menschen kämpfen ums Überleben, sie haben kein Dach über dem Kopf, kein Geld auf dem Konto, kein Essen im Kühlschrank. Sie sind seit Jahren arbeitslos oder überschuldet oder krank. Sie schließen sich zu Hause ein oder betteln oder gehen auf den Strich.

Wer mit offenen Augen durch die Welt geht, kann dies täglich und überall beobachten. Es berührt und es macht hilflos. Denn welche Möglichkeiten habe ich in meinem Alltag, dies zu ändern? Ich bin keine Heldin, keine Kämpferin für die Armen und Endrechteten. Ich leiste hier eine Spende, dort ein gutes Werk, doch mein schlechtes Gewissen gegenüber den Benachteiligten, aber auch gegenüber denen, die sich einsetzen, bleibt. Deshalb bin ich besonders empfänglich für die vielen Kampagnen für Spenden, Unterstützung und Akte der Nächstenliebe vor Weihnachten. Vielleicht geht es Euch genauso.

– von Susanne Hencke –

Dann lasst Euch berühren von einer Idee des Diakoniepfarrers Martin Friz, die seit 20 Jahren in besonderer Weise in der Stuttgarter Leonardskirche wirkt.

im Viertel um die Stuttgarter Leonhardskirche ist die Armut das ganze Jahr über kaum zu übersehen. In dem kleinen Park hinter dem Parkhaus, wo die Bürger, die zum Einkaufen gehen, ihre Autos abstellen, treffen sich die, die nichts einkaufen können.

                 

Manchen gelingt es trotzdem nicht genau hinzusehen.

Dies wollte Diakoniepfarrer Martin Friz im November 1994 ändern. In einer Kirche, dem Ort der Nächstenliebe und der Begegnung, wollte er Menschen zusammenbringen, die sich sonst nicht begegnen. Die Armen sollten hier finden, was sie zum Leben brauchen. Essen, medizinische Versorgung, Ruhe, Gespräche, Haare schneiden, Berufsberatung und eine Spielecke für Kinder. Unterstützt von denen, die genug haben, um ein wenig abzugeben.

Mit einer beeindruckenden Energieleistung wurde die erste Vesperkirche organisiert und im Januar 1995 öffnete erstmals die Stuttgarter Leonhardskirche ihre Türen für die Einsamen, die Hilflosen, die Alten und für alle, die Begegnung suchen. Und seitdem jedes Jahr, in diesem Jahr also zum 20. Mal. Außerdem verbreitet sich die Aktion über das ganze Land, über 20 Vesperkirchen gibt es in Baden-Württemberg, und auch in anderen Bundesländern finden sie inzwischen statt.

Sieben Wochen zwischen Januar und März, sieben Tage in der Woche, täglich von 9 Uhr bis 16.15 Uhr  ist die Vesperkirche ein Ort der Begegnung, wo jeder sein darf wie er ist.

Hierzu wird die Leonhardskirche in der Stuttgarter Innenstadt so umgebaut, dass morgens heißer Kaffee und Tee ausgeschenkt werden kann. Wer eine Nacht im Freien hinter sich hat, erhält Decken und kann sich auf die Kirchenbänke schlafen legen. In der Magdalenenkapelle versorgen Ärztinnen und Ärzte die Besucherinnen und Besucher medizinisch. Zwei Tierärztinnen sind für die vierbeinigen Freunde der Gäste da. Manche der täglich bis zu 1.000 Gäste wollen für sich sein, Zeitung lesen oder Musik hören. Andere spielen Schach oder Skat. Für Gespräche und Beratung stehen Diakoninnen und Diakone zur Verfügung.

Ab 11.30 Uhr kann man für 1,20 Euro ein warmes Mittagessen bekommen. Und auch wer keine 1,20 Euro dabei hat, wird nicht weggeschickt. Am Nachmittag gibt es kostenlose Vesperbeutel.

Im zehnten Jahr gibt es 2014 Kultur in der Vesperkirche. Der Eintritt zu den Veranstaltungen ist frei. So können auch Menschen mit schmalem Geldbeutel Kultur vom Feinsten genießen. Möglich wird dies durch Spenden, und weil die Künstlerinnen und Künstler auf eine Gage verzichten.

Mit einer Andacht schließt die Vesperkirche täglich um 16.15 Uhr.

Dies alles ist natürlich nur mit der Unterstützung vieler Helfer möglich, ohne die 600 Ehrenamtlichen, die Diakoninnen, Diakone und Sozialarbeiterinnen ließe sich die Vesperkirche nicht durchführen.

Und natürlich nicht ohne die Förderer, denn ohne deren Spenden gäbe es die Vesperkirche nicht. Die Vesperkirche finanziert sich allein aus Spenden, rund 250.000 Euro werden im Jahr gebraucht.

Das Spendenkonto der Vesperkirche:
BW Bank Konto: 2 464 833 (BLZ 600 501 01)
IBAN DE05 6005 01010002 4648 33
(BIC SOLADEST)

 Vielleicht magst auch Du etwas geben.

 

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Gutes tun zur Weihnachtszeit: Tierheim Ludwigsburg

Gerade zu Weihnachten werden immer wieder gerne Haustiere verschenkt, vor allem an Kinder. Doch oftmals ist dann doch keine Zeit sich entsprechend um das Tier zu kümmern, die Leute wollen lieber in den Urlaub fahren oder kommen schlichtweg mit dem Vierbeiner nicht klar. Das ehemals tolle Weihnachtsgeschenk wird zur Last und dann oftmals ins Tierheim abgeschoben.

– von Julia Mayer-Rosa –

Die Tierheime versuchen dann so gut es geht die Hunde, Katzen oder Nagetiere aufzufangen und ihnen ein vorübergehendes schönes zu Hause zu bieten. Doch die Mittel sind begrenzt – Futter, medizinische Versorgung, artgerechte Unterbringung und Betreuung sind teuer und werden im Fall des Ludwigsburger Tierheims nur zu einem Viertel durch Kooperationsverträge mit den Gemeinden abgedeckt. Deshalb ist es mir ein persönliches Anliegen das Ludwigsburger Tierheim zu unterstützen. Denn auch wenn ich zur Zeit kein Tier nehmen kann, möchte ich zumindest durch eine Spende den Katzen und Hunden dort den Aufenthalt angenehmer machen bis sie ein neues liebevolles zu Hause finden.

Das Tierheim bietet neben reinen Geldspenden weitere Möglichkeiten deren Arbeit zu unterstützen, beispielsweise durch Futter- oder Tierpatenschaften, Sachspenden und ehrenamtliche Arbeit vor Ort.

Weitere Informationen zu Spenden an das Ludwigsburger Tierheim.

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Gutes tun zur Weihnachtszeit: Das Stuttgarter Kinderschutz-Zentrum

Convensis wünscht einen erholsamen ersten Advent! Wie jedes Jahr möchten wir die Vorweihnachtszeit aber auch dazu nutzen, um gemeinnützige Organisationen vorzustellen und zu unterstützen. Das Stuttgarter Kinderschutz-Zentrum macht zum ersten Advent den Beginn.

– von Andreas Eisfeld –

Das Stuttgarter Kinderschutz-Zentrum ist eine Beratungsstelle für alle Fragen rund um das Wohl von Kindern und Jugendlichen – typische Felder sind Fälle von körperlicher und psychischer Gewalt, Vernachlässigung oder sexuelle Übergriffe. Das Kinderschutz-Zentrum ist wichtige Anlaufstelle für betroffene Kinder und Jugendliche, Eltern und weitere Bezugspersonen und gibt Hilfestellung bei der gemeinsamen Suche nach einer Lösung. Zusätzlich wurden zahlreiche Projekte zur Prävention und Vorsorge ins Leben gerufen.

Der Leistungsumfang ist groß – daher ist die Einrichtung auf Unterstützung angewiesen, die in vielfältiger Form möglich ist: Ehrenamtliche Helfer können beispielsweise bei der Hausaufgabenbetreuung Wissen vermitteln oder Öffentlichkeitsarbeit betreiben. Dadurch wird sichergestellt, dass finanzielle Mittel der eigentlichen Kinderschutz-Arbeit zugutekommen. Aber auch Geld- und Sachspenden von Privatpersonen, Vereinen und Clubs sind gerne gesehen und leisten wichtige Hilfe zum Wohl von betroffenen Kindern und Jugendlichen.

Weitere Informationen und die Möglichkeit zur einfachen Online-Spende finden Sie hier.

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Baustelle Welt e.V.: Aktuelles zum Indonesien-Stipendium von Ari

Baustelle Welt e.V. möchte dazu beitragen, die Chancen der Globalisierung allen Menschen zugänglich zu machen.

– von Susanne Hencke –

Vor einem Jahr hat Convensis das Stipendiumsprojekt von Baustelle Welt e.V. unterstützt, um begabten und engagierten Indonesiern ein Universitätsstudium zu ermöglichen, die sich diesen nicht selbst leisten können. Mit der Unterstützung von Convensis konnte Ari vor drei Semestern das Lehramtsstudium an der STAIN-Universität in Zentraljava beginnen.

Baustelle Welt e.V. ist eine gemeinnützige Vereinigung von engagierten jungen Menschen, die als Freiwillige längere Zeit in Ländern des Globalen Südens gearbeitet haben. Im partnerschaftlichen Austausch hat Baustelle Welt e.V. zusammen mit der islamischen Organisation Muhammadiyah ein Stipendiums-Konzept auf die Beine gestellt: Von der deutschen Seite werden die Semestergebühren bezahlt, während die indonesische Partnerorganisation die Unterkunft und Verpflegung übernimmt. Die ehemaligen Weltwärts-Freiwilligen kennen das Muhammadiyah Kinderheim in Zentraljava sehr gut und pflegen einen regelmäßigen Austausch mit den Jugendlichen und der Leitung des Kinderheims, sowie mit den aktuellen Freiwilligen vor Ort. Das Projekt ist langfristig angelegt, sodass der nächste Stipendiat Hartono im Herbst 2013 angefangen hat, an der STAIN-Universität zu studieren.

Ausflug zur Futsal-Halle: der jetzige Freiwillige (links oben) und Ari (oben, 3. von rechts) haben die 13-16 jährigen Jungs aus dem Kinderheim zum Fußballspielen eingeladen. Neben kleineren Aktivitäten im Kinderheim gibt es ab und zu auch die Möglichkeit, sich im Schwimmbad oder beim Sport auszutoben!

Im Herbst 2012 wurde Ari aufgrund seiner guten Schulleistungen, sozialen Kompetenzen und wegen seiner hohen Motivation von Baustelle Welt als Stipendiat ausgewählt. Die Aktiven von Baustelle Welt hatten ihn vor vier Jahren als einen engagierten, fröhlichen Jungen kennengelernt, der leidenschaftlich gerne musiziert und allem Neuen sehr neugierig entgegentritt.

Während seines Studiums wird Ari von der Partnerorganisation Muhammadiyah vor Ort betreut, die auch das Kinderheim, in dem Ari aufgewachsen ist, leitet. Ari wohnt weiterhin im Kinderheim und begleitet mittlerweile die anderen Kinder. Ziel des Stipendiums ist es nämlich auch, dass die Stipendiaten die jüngeren Kinder unterstützen. Ari hat die Aufgabe bekommen, einen positiven Lern- und Lebensraum mitzugestalten und den Kindern ein Vorbild zu geben. Diese Aufgabe nimmt er sehr verantwortungsvoll wahr.

Im letzten Jahr hat sich einiges um Ari herum geändert. Das Umfeld im Kinderheim hat sich verändert, Ari wohnt nun mit dem neuen Stipendiaten Hartono in einem Zimmer. Ari ist über viele dieser Entwicklungen froh, da er sich in seinem neuen Umfeld viel wohler fühlt. Mit seinen Leistungen in der Uni ist er bedingt zufrieden und hat sich ein paar große Ziele fürs nächste Semester gesetzt: „I want to get a good mark in all my subjects, read 20 books and I wish I could be able to  run 100 m/s”. Sportlich ist Ari zwar, aber das letzte Ziel spricht wohl eher für seinen Humor…

Wir sind froh, mit unserer Spende Ari das Studium zu ermöglichen und wünschen ihm für seine Vorhaben im Jahr 2014 alles Gute!

Mehr Infos unter: www.baustelle-welt.de

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Gutes Tun zur Weihnachtszeit: Seed of Hope

Convensis wünscht euch eine besinnliche Weihnachtszeit! Um den guten Zweck zu unterstützen, stellen wir euch auch am letzten Adventssonntag eine gemeinnützige Einrichtung vor, die einem Mitglied unseres Teams am Herzen liegt. Heute handelt es sich um das Projekt „Seed of Hope“. Helft mit!

– von Nathalie Haidlauf –

Kennengelernt habe ich das Projekt dadurch, dass der Verein Direkthilfe Wurmlingen e.V., in dem sich meine Eltern engagieren, nun seit drei Jahren Seed of Hope unterstützt.  Die Initiative „Seed of Hope“ wurde vor 15 Jahren von einem deutschen Ehepaar ins Leben gerufen, das während einer Kenia-Reise den Wunsch verspürte, etwas gegen die weit verbreitete Kinderarmut im Land zu tun – und zwar nicht nur durch Geldspenden, sondern durch den Aufbau eines Waisenhauses vor Ort.

Sie gründeten den Verein „Saat der Hoffnung e.V.“ , der es sich zum Ziel gesetzt hat, AIDS-Waisen und ausgesetzten Kindern in Kenia ein neues Zuhause und eine Zukunft zu geben. Nahe der Handelsstadt Kitale im westlichen Kenia gelegen, leben in vier Kinderheimen insgesamt 69 Kinder in mehreren Wohngemeinschaften zusammen. Alle Kinder erhalten eine Schulbildung, Gesundheitsversorgung und die Möglichkeit, sich sportlich und kulturell zu betätigen. Ein schönes Beispiel dafür ist z.B. der Gospel-Kinderchor Sounds of Hope, der dieses Jahr sogar eine kleine Deutschlandtournee absolvierte und bei Freunden und Förderern des Vereins zu Gast war – einen kleinen Konzertausschnitt gibt es hier.

Ein großes Anliegen der Initiative „Seed of Hope“ ist auch die Hilfe zur Selbsthilfe. Vor kurzem konnte durch Spendengelder der Kauf von ca. 5 ha Ackerland realisiert werden. Der Landkauf war notwendig geworden, nachdem die Weltmarktpreise für das Grundnahrungsmittel Mais drastisch gestiegen sind. Mit dem Landkauf wird das Ziel verfolgt, Mais im eigenen Anbau zu produzieren und die tägliche Speisung der Kinder langfristig zu sichern. Das ist nachhaltig und in einer landwirtschaftlich ausgerichteten Gegend eine notwendige Investition in die Zukunft.

Für die Pflege und Nutzbarmachung des Ackerlandes müssen noch mehrere Gerätschaften gekauft und das Land eingezäunt werden. Es ist beabsichtigt, für zwei bedürftige Familien auf dem neuen Land Wohnraum zu schaffen, die dann auch die Beaufsichtigung des Landes übernehmen und durch eigenen Anbau für sich selbst sorgen können.

Unterstützen kann man „Seed of Hope“ nicht nur durch Geldspenden, sondern auch durch Kinderpatenschaften. Besonders transparent arbeitet der Verein dadurch, dass die Gründer seit Beginn der Initiative in Kenia leben und der Austausch mit den Förderern sehr eng ist. So organisiert der Verein beispielsweise jährlich Reisen nach Kenia, bei denen Spender die Gelegenheit haben, die Menschen und das Leben vor Ort selbst kennenzulernen.

Mehr Infos zum Projekt und zum Spendenkonto gibt es hier: www.seed-of-hope.org.

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Christa Benz und Marcus Kuhn: Zurück ins Leben

– von Luisa Denuell –

Manchmal ist es ein einziger Moment, der das Leben grundlegend verändert. Für Christa Benz und Marcus Kuhn aus Stuttgart war es der Morgen des 14. Juli 2012, ab dem für das Ehepaar nichts mehr so sein sollte wie zuvor. „Mein Mann hatte mir noch Kaffee ans Bett gebracht und sprach von Kopfschmerzen“, beschreibt Benz das einschneidende Erlebnis. „Ich fragte ihn, ob sie ihn schon die ganze Zeit plagen würden. ‚Nein‘ war das Letzte, was er sagen konnte.“ Was folgt, sind Wochen des Wartens, in denen die Ärzte des Katharinenhospitals Stuttgart um das Leben des damals 41-Jährigen bangen, der, wie sich später herausstellte, eine Stammganglienblutung erlitt. Für seine starke Frau steht von Anfang an fest, dass ihr Mann wieder gesund wird. „Ich hatte keine Sekunde Angst, dass er sterben würde – trotz der katastrophalen Prognosen der betreuenden Ärzte. Für mich war und ist klar: Marcus wird geheilt.“

Eine einzigartige Liebe: Christa Benz und Markus Kuhn

Der erste Lichtblick wartet nach dreieinhalb langen Wochen, als Marcus Kuhn endlich seine Augen öffnet. „Ich habe geweint vor Freude“, erzählt die Klavierlehrerin bewegt. „Und als ihm auch Tränen über die Wangen liefen, hatte ich die Gewissheit, dass mein Mann alles mitbekommt.“ Am 8. August 2013 wird Marcus Kuhn mit dem Hubschrauber in die Reha Fachklinik nach Neresheim geflogen, wo er fast sechs Monate verbringen wird. Auch dort steht ihm seine Frau treu zur Seite, die sich gegenüber der Klinik ein Appartement mietet. Immer wieder kehrt sie nach Stuttgart zurück, um langsam den Klavierunterricht in ihrer eigenen Klavierschule wieder aufzunehmen. Es ist die große Unterstützung von Schülern und Eltern, von Bekannten, Freunden, Kollegen und ihrer Mutter, die ihr in dieser schwierigen Zeit Kraft schenkt. „Manche Eltern meiner Schüler haben sogar die 100 km Fahrstrecke nach Neresheim auf sich genommen, um mich hin- und herzufahren. Sie haben dies als Möglichkeit gesehen, mir durch Gespräche beizustehen.“ Auch von Kollegen habe sie viele wunderbare Briefe und Telefonate und damit seelischen Beistand erhalten, und auch ihr europaweiter Freundeskreis zeigte rege Anteilnahme. „Marcus Freunde haben einfach angepackt und mich immer wieder tatkräftig unterstützt. Das tut unheimlich gut.“

Nach der Zeit in Neresheim und einer Kurzzeitpflege in Leonberg – hier können sie sogar im selben Zimmer wohnen – geht es für Marcus Kuhn zurück an jenen Ort, an dem sein Herz hängt: nach Hause. Und das ist wieder ein Moment, der Veränderung bringt. Diesmal im Bewusstsein seiner Frau, die plötzlich die Fügung des Lebens glasklar erkennt. „Vor fünf Jahren feierte meine Klavierschule, die ein Stockwerk unter unserer Wohnung liegt, ihr 20-jähriges Jubiläum. Für mich ein persönlicher Höhepunkt, an dem ich mir zwangsläufig die Frage stellte: ‚Ich habe alles erreicht. Was soll noch kommen?‘. An dem Tag, an dem ich meinen Mann nach Hause holte, fiel es mir wie Schuppen von den Augen: Nur diese Konstellation ermöglichte es uns, dass Marcus von zu Hause versorgt werden kann.“ In zwei Schichten wird er rund um die Uhr von Pflegekräften betreut, so dass Christa Benz ihren Beruf nicht aufgeben muss und trotzdem immer für ihren Mann da ist. Mit dieser Lösung entscheidet sich die leidenschaftliche Musikerin aber auch für den Verzicht auf Privatsphäre und gegen jeglichen freien Tag für sich. Da ihr Mann in seiner gewohnten Umgebung – und damit bei und mit ihr – leben kann, nimmt sie diese Umstände gerne in Kauf. Denn die damit verbundene Nähe zu ihm macht sie glücklich. „Ich habe mich sogar dazu entschlossen, bei ihm zu schlafen – in einem 90 cm Bett. So kann ich ihn und seine Fortschritte spüren. Manchmal drückt er sogar sanft meine Hand.“ Gerne würde sie ein größeres Bett von 120 cm kaufen, so dass sie gemeinsam mehr Platz hätten. Dazu fehlt ihr momentan leider das Geld, und die Krankenkassen übernehmen diese Leistung nicht. Genauso wenig wie die Kosten für den Treppenlift. Den hat sie anbringen lassen, damit ihr Mann das Haus verlassen und wieder zurück ins Leben kehren kann.

Ein Bild aus früheren Tagen

Und das tut er – jeden Tag ein Stückchen mehr. „Wir haben uns dabei von der Medizin verabschiedet und uns für alternative Heilmethoden entschieden“, erzählt Christa Benz. Dass dieser Weg richtig ist, belegen viele kleine Wunder aus den letzten Wochen und Monaten. So kann im kommenden Januar der Luftröhrenschnitt wieder zugenäht werden, da der gelernte Systemadministrator mittlerweile wieder gut schlucken kann. Und auch sein LDH-Wert, der die Gewebe- und Organschädigung misst und ab 250 kritisch wird, ist von 782 auf 182 gesunken. Seine Frau führt diese Fortschritte unter anderem auch auf den vollständigen Verzicht auf künstliche Nahrung zurück. „Wir führen ihm mittlerweile über seine Bauchdecke nur noch selbst Gekochtes und Gemixtes zu. Medikamente braucht er keine mehr!“ Pflegerin Jolanta, Krankenschwester für Neurologie, ist von den Fortschritten ihres Patienten ebenfalls begeistert. „Anfangs dachte ich, er hat keine Chance. Heute habe ich meine Meinung geändert: Marcus geht es Tag für Tag besser.“ Seine Frau fügt begeistert hinzu: „Und wie! Letzte Woche hat er sogar ‚ja‘ und ‚nein‘ gesagt.“

Am 28. Dezember 2013 feiert das Paar, das sich bereits 10 Jahre kennt, seinen vierten Hochzeitstag. „Wir haben uns gefunden“, schwärmt Christa Benz über die Liebe zu ihrem einstigen Klavierschüler und echten Rock n‘ Roll-Fan. „Unser Baby ist unsere Klavierschule, die ich vor 26 Jahren gegründet habe, und in die wir beide sehr viel Zeit, Kraft und Herzblut investiert haben. Auch Marcus hat sich von Anfang an mit ihr identifiziert. Heute ist es sie, die uns trägt“. Mit ihrem individuellen Unterrichtskonzept begeisterte Christa Benz nicht nur ihren Mann, sondern unzählige Schüler, die ihr auch über die schwere Zeit hinweg die Treue gehalten haben. Lediglich sechs Schüler hätten sich abgemeldet, was für sie einen freien Unterrichtstag ergab – ein lang gehegter Wunsch von Christa Benz. „Ich kann keine Schüler abweisen. So haben sich die Dinge einmal wieder wie von selbst gefügt.“ Dass das Leben ihres Mannes noch lange nicht vorbei ist, davon ist Christa Benz felsenfest überzeugt. Es sind Erlebnisse wie Marcus Kuhn’s erster Ausflug im Sommer zu einer Gartenparty bei Freunden, bei denen ihm die Lebensfreude ins Gesicht geschrieben steht. „Ich weiß, dass mein Mann eines Tages seinen bereits fertigen Krimi verlegen wird, und dass wir gemeinsam auf Inline Skates ins Krankenhaus fahren werden, um den Ärzten zu zeigen, dass das für sie Unmögliche möglich geworden ist.“

Wenn auch Sie Christa Benz und Markus Kuhn finanziell unterstützen möchten, nutzen Sie bitte folgende Kontodaten: Christa Benz, Konto 329 83 69, BLZ 60050101. Vielen Dank für Ihre Unterstützung!

 

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Gutes tun zur Weihnachtszeit: Support International e.V.

Convensis wünscht euch eine besinnliche Weihnachtszeit! Um den guten Zweck zu unterstützen, stellen wir euch von nun an jeden Adventssonntag eine gemeinnützige Einrichtung vor, die Mitgliedern unseres Teams am Herzen liegt. Zum dritten Advent handelt es sich um Support International. Helft mit!

– von Evelyn Großmann –

Ist es euch auch wichtig, dass eure Spenden nicht in anonymen Verwaltungsstrukturen versickern, sondern jeder Cent dort ankommt, wo er gebraucht wird? Dann würde ich euch gerne die gemeinnützige Hilfsorganisation Support International e.V. in Eichstätt vorstellen, die vor allem Patenschaften für Waisenkinder in Uganda vermittelt. Während der gemeinsamen Arbeit an einem Kommunikationskonzept konnte ich mich selbst davon überzeugen, wie viel Wert darauf gelegt wird, dass jede Hilfe ohne Umwege weitergeleitet und vor Ort eingesetzt wird.

So ist es nicht verwunderlich, dass Support International für die transparente und effektive Projektarbeit seit Jahren das offizielle Spendensiegel des Deutschen Zentralen Instituts für Soziale Fragen (DZI) erhält, das die Vertrauenswürdigkeit des Vereins bezeugt.

Als ich Maria Groos, die Geschäftsführerin von Support International e.V. zum ersten Mal persönlich getroffen habe, war mir sofort klar, was den Verein so einzigartig macht. Die ehrliche Begeisterung sprach aus jedem ihrer Worte, als sie erzählte, wie sehr die Tätigkeit des Vereins den Menschen in Uganda hilft. Für die ehrenamtlichen Mitglieder ist ihr Engagement kein Pflichtprogramm, sondern eine Herzensangelegenheit.

Support International ist geprägt von einem starken Netzwerkgedanken: Persönliche Beziehungen bilden die Basis der Arbeit und schaffen Vertrauen und Transparenz. In der freundschaftlichen Atmosphäre zwischen den Mitgliedern, den Partnern in Uganda und den Menschen, die Unterstützung brauchen, wird jeder als einzigartige Person wertgeschätzt. Nicht umsonst lautet das Credo, die „unveräußerliche Würde des Menschen“ zu wahren. Es geht nicht um kurzfristige, oberflächliche Hilfe, sondern darum, Menschen in ein selbständiges und würdevolles Leben zu begleiten.

Die Werte Gemeinschaft und Menschlichkeit werden auch im Meeting Point International (MPI) in Kampala großgeschrieben, wo HIV-Kranke, deren Familien und hinterbliebene Waisenkinder liebevolle Unterstützung und Halt in der Gruppe finden. Für diese Waisenkinder vermittelt Support International seit 1996 Patenschaften. Durch die Hilfe der europäischen Paten können die Kinder die Schule besuchen und werden mit Nahrungsmitteln, Kleidung und Medikamenten versorgt, die auch für ihre Pflegefamilien eine große Stütze darstellen.

Neben der engagierten Spendenakquise für Katastrophenfälle, die sofortige Hilfe verlangen, unterstützt der Verein auch das Lubaga Hospital in Kampala, sowie eine ortsansässige Highschool, in der Wert auf nachhaltiges und selbständiges Lernen gelegt wird. Zudem ist Support International fest in das internationale Netzwerk AVSI eingebunden, das weltweit 27.000 Kindern durch eine Patenschaft unterstützt.

Für alle die mithelfen wollen, gibt es nicht nur die Möglichkeit zu spenden oder eine Partnerschaft für ein Kind in Uganda zu übernehmen. Auch tatkräftige Unterstützung ist herzlich willkommen. Der Verkauf von wunderschönen, selbstgemachten Ketten, die die Frauen in Uganda in sorgfältiger Handarbeit herstellen, ist zum Beispiel eine tolle Möglichkeit, um Support International zu unterstützen.

Viele weitere interessante Hintergrundinformationen, aktuelle Projekte und Möglichkeiten sich einzubringen, findet ihr auf der Homepage des Vereins: www.supportinternational.de.

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Gutes tun zur Weihnachtszeit: World Vision

Convensis wünscht euch eine besinnliche Weihnachtszeit! Um den guten Zweck zu unterstützen, stellen wir euch von nun an jeden Adventssonntag eine gemeinnützige Einrichtung vor, die Mitgliedern unseres Teams am Herzen liegt. Helft mit!

World Vision ist ein christliches Kinderhilfswerk mit den Arbeitsschwerpunkten nachhaltige Entwicklungszusammenarbeit, humanitäre Hilfe und entwicklungspolitische Anwaltschaft.In Deutschland gibt es World  Vision seit 1979. Derzeit schenkt die Organisation 150.000 Patinnen und Paten in aller Welt Hoffnung und Perspektiven für eine bessere Zukunft. Mit einer Patenschaft werden nachhaltige Regional-Entwicklungsprojekte unterstützt, die sowohl dem Patenkind als auch der Familie und der Dorfgemeinschaft helfen. Dabei liegt liegt der Fokus vor allem auf dem Wohlergehen von Babys und Kleinkindern. Angesichts der schwierigen Umstände, in die sie hineingeboren werden, sind sie besonders auf Fürsorge angewiesen.

World Vision Deutschland wird vom Deutschen Zentralinstitut für soziale Fragen (DZI) geprüft und empfohlen und unterliegt der Selbstverpflichtung des Deutschen Spendenrates. World Vision Deutschland ist Mitglied bei „Aktion Deutschland Hilft“, dem Bündnis von zehn deutschen Hilfswerken unter der Schirmherrschaft von Richard von Weizsäcker. International unterhält World Vision offizielle Arbeitsbeziehungen zur Weltgesundheitsorganisation (WHO) und UNICEF und hat Beraterstatus beim Flüchtlingskommissariat (UNHCR).

Hier geht es zu weiteren Informationen und Spendenmöglichkeiten

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