Schlagwort-Archiv: Pressearbeit

Versprechen darf man nicht brechen!

Aicha_BLog (2)Seit Anfang des Jahres betreut die Convensis Group auch Kunden aus dem Bereich Healthcare. Was bedeutet, dass ich mich – als Teil des Healthcare-Teams – fast jeden Tag mit dem berühmt-berüchtigten Heilmittelwerbegesetz beschäftige. Das kann manchmal ganz schön frustrierend sein, gerade, wenn Kreativität für eine Aufgabe gefragt ist. Versprechen darf man nicht brechen! weiterlesen

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PR-Gags – DO‘S & DON’TS

„Soll ich´s wirklich machen oder lass ich`s lieber sein?“ Das ist die zentrale Frage, die sich jeder PR-Manager stellt, wenn es um die Entscheidung geht, ob man einen PR-Gag platzieren soll oder lieber nicht. Denn sie sind gefährlich. Zu viele Beispiele von zu vielen erfahrenen Agenturen zeigen, dass selbst das professionellste PR-Team vor einem Shitstorm nach einer Guerilla-Aktion nicht gefeit ist. PR-Gags – DO‘S & DON’TS weiterlesen

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PR-Gag – Alles nur ein Spaß, oder doch nicht?

Um die mediale Aufmerksamkeit eines Unternehmens, die Markenbekanntheit eines Produkts oder die Publicity einer Person des öffentlichen Lebens zu steigern, sollen die Medien berichten. Für diese Berichterstattung braucht es in der Regel einen Aufhänger. Eine Neuerscheinung, ein Wechsel in der Unternehmensführung oder ein Event können als solche dienen. Doch was tun, wenn gerade nichts auf der Agenda steht? Wenn keine Exklusiv-Veröffentlichung aktuell ist? Ein Coup muss her. Ein gekonnt lancierter PR-Gag, eine fingierte Sensation, die das Rad der Medien in Bewegung setzt und Aufmerksamkeit in der Öffentlichkeit schafft. PR-Gag – Alles nur ein Spaß, oder doch nicht? weiterlesen

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Was ist eigentlich aus dem QR-Code geworden?

Vor wenigen Jahren prangte er noch auf jeder Plakatwand, auf Tassen, Wasserflaschen, T-Shirts, Visitenkarten und in jeder Zeitung.

Jedes Unternehmen ließ sich einen QR-Code erstellen und packte ihn überall hin, wo es noch ein Eckchen Platz gab. Sehr viele Smartphone- nutzer hatten die App heruntergeladen, um die Codes entschlüsseln zu können und sich auf die entsprechende Seite leiten zu lassen.
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Healthcare-Kommunikation – Trends für 2015

Ab diesem Jahr wird Convensis verstärkt im Bereich Healthcare- und Life Science-Kommunikation mitmischen. Neue Kunden liefern spannende Aufgaben in naturwissenschaftlichen Themengebieten. Zeit, sich mit den Trends für 2015 in diesem herausfordernden Sektor zu beschäftigen, bei denen, laut einer Befragung in pharma RELATIONS 12/2014, Themen wie die globale Vernetzung, ganzheitliche Maßnahmen sowie Mehrwertservices eine tragende Rolle spielen. Dabei rückt der Patient in den Focus der Marketingmaßnahmen, aber auch die Arztkommunikation darf nicht zu kurz kommen. 

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Kreativitätstechniken in der PR

Kommunikationsexperten stehen oft vor der spannenden Herausforderung neue, kreative Ideen entwickeln zu müssen. Für einen Newsletter oder Mitarbeiterzeitschrift, den nächsten Presseevent, die Website oder die kommende Social Media Kampagne. Manchmal geben bereits Eindrücke und Themen  aus dem Alltag erste Denkimpulse. Doch wie geht es weiter? Wie machen wir uns frei für neue Ideen?!

– von Annette Link –

Annette Link

Nach dem ersten in sich gehen kommt relativ schnell der Evergreen der Kreativitätstechniken zum Einsatz: das Brainstorming. Hierbei ist das Ziel, innerhalb von kurzer Zeit eine große Menge an Ideen zu generieren und eignet sich daher besonders gut zu Beginn von kreativen Problemlösungen. Zudem können auf diese Weise Informationen und Ideen innerhalb einer Gruppe schnell ausgetauscht und gesammelt werden. Perfekt also zum Einsatz in einem Team- oder Projektmeeting. Wichtig ist dabei, die drei Phasen „Einleitung der Frage- oder Problemstellung, Ideenfindung und (Ideen-) Bewertung und Diskussion“ zu beachten. Denn sonst kann es passieren, dass Ideen bereits zensiert werden, noch bevor sie ihr volles Potenzial entfalten könnten.

Eine leichte Abwandlung des Brainstorming ist das Brainwriting. Dabei besteht der wesentliche Unterschied darin, dass beim Brainwriting die Ideen und Vorschläge nicht mündlich sondern schriftlich geäußert werden. Das Brainwriting bringt die den wesentlichen Aspekt mit sich, dass der Ideenträger ohne Einfluss durch andere über das Thema nachdenken kann. Zudem bremst Brainwriting den kreativen Denkprozess nicht aus. Da alle ihre Gedanken still notieren, entstehen auch keine kollektiven Denkpausen.

Soweit so gut. Doch was, wenn wir bereits gute Ideen zu Projekten und Produkten haben, diese aber noch weiter optimieren und verändern wollen? Hier kommt die Osborn-Methode ins Spiel! Hier werden die Ideen, Projekte oder Produkte anhand eines Fragenkatalogs aus der Osborn-Checkliste verbessert und weiterentwickelt. Die Auseinandersetzung mit dem Thema auf diese Weise erleichtert den Perspektivenwechsel und schafft Raum für einen Innovationsprozess. Beispiel aus der PR könnte sein, dass eine Abteilung in der Kommunikation anders dargestellt werden soll als bisher. Dabei werden die Ansatzpunkte aus der Osborn-Checkliste berücksichtigt. Hier eine verkürzte Variante:

  • Assoziieren: Das Team funktioniert wie ein Fußballteam mit dem Kapitän als Führungskraft.
  • Vergrößern: Die Abteilung und deren Auswirkung mit einem größeren Radius versehen: Marktumfeld im Unternehmenszusammenhang, Beispiele aus anderen Ländern…
  • Verkleinern: Mikrokosmos ist angesagt! Stellen Sie einen Mitarbeiter vor, einen (Arbeits-)Tag in der Abteilung, ein Produkt oder einen Kunden.
  • Ins Gegenteil verkehren: Mitarbeiter erzählen, wie sie mit anderen Abteilungen zusammenarbeiten; Mitarbeiter werden auf der Fahrt zur Arbeit oder  in der Freizeit gezeigt.
  • Anpassen: Mitarbeiter schreiben Beiträge selbst oder der „Kapitän“ stellt seine eigene Abteilung vor.
  • Kombinieren/Vernetzen: Mitarbeiter fotografieren sich bei der Arbeit und kommentieren das oder stellen die Abteilung als Zeitleiste dar.

Ergebnis: Aus dieser Sammlung von Varianten wird eine mögliche finale Idee entschieden und umgesetzt z.B. eine Fotostory im Pinterest oder Facebook-Chronik Look, die einen (Arbeits-)Tag in der Abteilung darstellt.

Und keine Scheu vor, zu wilden Ideen. Denn schon Einstein sagte einst: „Wenn eine Idee am Anfang nicht absurd klingt, dann gibt es keine Hoffnung für sie.“ Mit diesen Worten, viel Spaß & kreativen Erfolg!

 

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Convensis und die GPRA – gleiche Werte, hoher Qualitätsanspruch

Bei uns kommt der Chef zu Wort: Im „Chef-Blog“ äußert sich Prof. Dr. Stefan Hencke (mehr oder minder) wöchentlich zu aktuellen, wechselnden Themen. Heute gibt es ein erstes Resümee zur kürzlich erfolgten GPRA-Mitgliedschaft von Convensis – warum ist die Organisation in einem Verband der führenden PR-Agenturen so wichtig?

– von Stefan Hencke –

Prof. Dr. Stefan Hencke, CEO der Convensis Group (GPRA)

Seit dem 1. Oktober ist die Convensis Group ein Teil des Verbands führender PR-Agenturen Deutschlands (GPRA) – und setzt damit ein klares Zeichen dafür, dass auch eine mittelständische, inhabergeführte Agentur die hohen Standards des führenden Agenturverbands erfüllen kann.

Nach innen zeigt die neue Mitgliedschaft unserem Netzwerk, Mitarbeitern und bestehenden Kunden zugleich, dass Convensis sehr hohe Qualitätsansprüche mithilfe klarer Strukturen und eines durchdachten Prozessmanagements in der täglichen Arbeit realisiert – und zudem eine Unternehmenspolitik der Transparenz lebt. Nach außen ist sie ein Beleg dafür, dass Convensis den hohen Anforderungen, die eine solche Mitgliedschaft mit sich bringt, gerecht wird. Dies kann für zukünftige Kunden ein wichtiges Signal sein. Für uns ist die Mitgliedschaft bei der GPRA außerdem ein weiterer Meilenstein im Rahmen unserer Unternehmensentwicklung, die insbesondere in den letzten Jahren rasant vorangeschritten ist. Insbesondere ist der Ausbau in unseren Kernsegmenten unser erklärtes Ziel.

Durch die Mitgliedschaft und die damit verbundenen Prozesse erhoffen wir uns letztendlich aber auch positive Effekte für die Ausweitung des internationalen Geschäftes. Wir denken, dass die Erfahrungen, die wir im Netzwerk der GPRA teilen können, verbunden mit der Prozessorientierung, die wir bei Convensis in den Kommunikationsvorgängen schon seit vielen Jahren realisieren, uns helfen, in neuen Märkten und neuen Ländern noch besser Fuß zu fassen. Denn wir  sehen, dass die Prozesse und die Qualitätsanforderungen, die wir hier bei Convensis und bei der GPRA haben, vor allem international richtungsweisend und absolute Marktvorteile sind.

Weiterhin gehen wir davon aus, dass auch unsere Mitgliedschaft in der GPRA die PR-Branche weiter stärkt, denn nur in einem starken Verband, in dem sich die besten miteinander vernetzen, können richtungsweisende Entwicklungen vorangetrieben werden. Durch unsere Mitgliedschaft in anderen Verbänden wissen wir, dass die Vernetzung sowohl für einzelne Mitglieder, als auch für die Branche überwiegend Vorteile bietet – über das eigentlich Geschäft hinaus. Denn nicht zuletzt dient die Mitgliedschaft dem Austausch mit den anderen Mitgliedern, der neue Sichtweisen in unser Unternehmen trägt. Gleichzeitig sind wir sicher, dass wir unsererseits viele positive Anstöße in den Verband hinein tragen können. In diesem Sinne gilt: Liebe GPRA-Mitglieder, wir freuen uns über die Aufnahme und die gemeinsamen Vorhaben. Wir sind meinungs- und diskussionsstark, engagiert und versiert. Auf eine fruchtbare Zusammenarbeit!

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National Branding: Über die Vermarktung von Reisezielen

– von Andreas Eisfeld –

Meist schalten wir alle mitten in der Sommerferienzeit einen Gang runter: Die Nachrichtenlage konzentriert sich traditionell eher auf typische Sommerlochthemen wie Castingsendungen und entlaufenen Zootiere, zahlreiche Büros sind unterbesetzt und die Schulen und Universitäten des Landes sind leer. Doch wo befinden sich alle? Ganz klar, auf Reisen.

Der Tourismus boomt und ist einer der größten Märkte Deutschlands – mit einer Bruttowertschöpfung von über 210 Mrd. Euro trägt die Branche fast 10 % zur Leistung der deutschen Volkswirtschaft bei. Verständlich, dass die Deutschen dabei auch selbst gerne unterwegs sind. Über drei Viertel von Ihnen reisen Jahr für Jahr. Wiederum 70 % der Reisenden wagen sich über die eigene Grenze hinaus, um im Ausland Entspannung, Faszination und Abenteuer zu finden. Dementsprechend wichtig ist es für beliebte und aufstrebende Tourismusziele, aus der Masse hervorzustechen und sich klar zu positionieren. Viele Länder handeln zunehmend wie Marken. Der auf den ersten Blick unverkennbare Außenauftritt bedingt ein Logo.

Quelle: tourism.australia.com

Im Allgemeinen ist ein gutes Logo unverwechselbar, spielt mit den Charakterzügen und prägenden Merkmalen des dahinter Stehenden und lässt sich in kürzester Zeit begreifen. Als besondere Herausforderung auf dem Reisemarkt muss ein Logo direkt die Stimmung transportieren, die den geneigten Reisenden einfängt. Vielleicht der leichte Weg, aber beispielsweise toll umgesetzt: Australien integriert einen seiner bekanntesten Bewohner direkt ins Logo und spielt mit sommerlicher und warmer Farbe, die direkt erahnen lässt, was den Touristen erwartet.

Quelle: peru.travel

Aber auch andere Wege funktionieren. Das Logo von Peru bricht das eigentlich typische Schema, ein isoliertes Logo neben einen Schriftzug zu setzen und präsentiert sich auffällig und anders. Es wirkt verspielt, aber gleichzeitig warm und passt stimmig zur Kultur des Landes. Doch es gibt auch Gegenbeispiele: Einige Logos sind nicht einmal schlecht designt, sondern einfach nur verwirrend und lassen jeglichen Bezug zum beworbenen Reiseland vermissen. Gerne glaubt man, dass Estland überraschend anders ist und freut sich über die schon im Logo ausgesprochene Einladung. Dieses versprüht aber den Charme eines IT-Konzerns, ist kalt und unemotional.

Quelle: visitestonia.com

Und hier liegt auch schon das Problem: Die Ausstrahlung eines Land, das durch viele Facetten beeindruckt oder sogar das unausgesprochene Versprechen neuer, noch nie gesehener Entdeckungen bietet, in einer Text- und Bildmarke zu transportieren, ist ein schwieriger Drahtseilakt. Nun ist nicht davon auszugehen, dass je ein potentieller Reisender seine Entscheidung für den nächsten Urlaub dem Branding eines Landes überlässt. Dennoch zeigt dieses Beispiel auf, dass der Außenauftritt eines Landes seine gewünschte Wirkung verfehlen kann, wenn er nicht stimmig ist. Und das gilt letztlich nicht nur für den Tourismus, sondern für die gesamte Marketingbranche.

Auch wenn die Hauptreisesaison demnächst vorbei ist, die Medien demnächst wieder über wichtige Themen berichten und sich die Büros, Schulen und Universitäten der Nation bald wieder füllen werden, gilt für die Wahl des nächsten Reiseziels: So schön sie auch ist, darf man sich nicht zu sehr von der Verpackung blenden lassen. Denn hinter schlechtem Branding verbirgt sich oft die schönste Überraschung. Das Ticket nach Tallinn ist auf alle Fälle schon einmal gebucht.

Quellen: Der deutsche Reiseverband

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Leistung erlebbar machen: Events als Instrument erfolgreicher Eigen-PR

– von Luisa Denuell –

Luisa Denuell, Senior Manager Communications bei Convensis

Gutes zu tun, und darüber zu reden, ist eine Seite der PR-Medaille. Die andere meint, das eigene Leistungsportfolio gekonnt zu inszenieren. In diesem Zusammenhang sind Events für Unternehmen wie für Kommunikationsdienstleister ein wichtiges Instrument, um sich zu profilieren. Im Gegensatz zu anderen Instrumenten, die der PR zur Verfügung stehen, appellieren Veranstaltungen direkt an die Erlebniswerte der Bezugsgruppen und versprechen Erfahrbares. Damit gewährleisten sie, dass die jeweilige Botschaft nicht nur kognitiv wahrgenommen werden kann, sondern auch physisch und emotional erlebbar ist.

In ihrer Funktion als Informationsplattform stellen Events für den Veranstalter außerdem die Chance dar, sich dem Publikum gegenüber als Experte zu platzieren – Know-how zu teilen und dabei die eigenen Leistungen einfließen zu lassen. So kann beispielsweise in Vorträgen zu spannenden Trends und Entwicklungen der jeweiligen Branche die eigene Kompetenz beispielhaft aufgezeigt werden. Auch  Round Tables, Kamingespräche oder Podiumsdiskussionen bieten sich an, um dem Event einen informativen Charakter zu verleihen. Denn wem es gelingt, neben Häppchen und Champagner auch Substanz zu servieren, der stillt auch den Wissenshunger und -durst und schafft eine Veranstaltung mit echtem Mehrwert – für die Gäste wie für sich selbst.

Neben Information ist es auch die Gelegenheit zum Austausch, die Events auszeichnet. Hierbei lassen sich zwei verschiedene Formen der Interaktivität unterscheiden: die organisatorische und die persönliche. Erstere bezieht sich auf die Interaktivität der Veranstaltung, was bedeutet, dass die Teilnehmer nicht passiv sind, sondern den Ablauf des Events mit beeinflussen können. Persönliche Interaktivität meint den direkten Austausch zwischen den Gästen untereinander sowie zwischen Gästen und Veranstalter. Hierbei überlässt der Veranstalter die Gesprächsthemen nicht dem Zufall, sondern inszeniert diese bewusst. Aber auch der ungezwungene Austausch beim Get-together oder beim Ausklang des Events sollte nicht unterschätzt werden. Er bietet Gästen wie Veranstaltern die Möglichkeit, sich auf einer persönlichen Ebene auszutauschen und damit Nähe zu generieren.

Hinzu kommt, dass jeder Event als einzigartig wahrgenommen wird – auch wenn er Teil einer Serie ist. Individuelle Eindrücke und Erfahrungen sowie neue Erkenntnisse oder Begegnungen machen die Veranstaltung für die Teilnehmer einmalig, was diese wiederum fest in der Erinnerung verankert. Je besser es dabei gelingt, das Veranstaltungsthema mit den Leistungen des Anbieters in Verbindung zu bringen, desto eher bleiben diese in den Köpfen der Besucher, was Vorteile im Hinblick auf Wettbewerb bringt.

Bei der Organisation des Events gilt es zu beachten, dass sich der Termin nicht mit allgemein relevanten Terminen oder Zeiträumen (z.B. Ferien) überschneidet. Was die Anzahl der Gäste anbelangt sollte Qualität statt Quantität im maßgebend stehen. Ähnliches gilt auch für die Location, die  dem gewünschten Standard der Veranstaltung entsprechen und bequem zu erreichen sein sollte. Bei der Einladung der Gäste bietet sich eine persönliche Ansprache an – im ersten Schritt gerne schriftlich, im zweiten gegebenenfalls telefonisch. Während des Events sollte genügend Raum für Fragen und Gespräche einkalkuliert werden. Damit die Gäste die Dauer des Events abschätzen können (Schließlich handelt es sich in den meisten Fällen um deren Arbeitszeit!), sollte der angekündigte Zeitrahmen eingehalten werden. Ein schriftlicher Dank für die Teilnahme nach dem Event bietet neben der persönlichen Wertschätzung die Gelegenheit, individuelles Feedback zum Zwecke der Qualitätsoptimierung einzuholen.

Wer die genannten USPs eines Events im Hinterkopf behält und sich bei der Planung an die grob skizzierten Richtlinien hält, darf sich auf einen Event freuen, der zwar zunächst Invest bedeutet, der aber garantiert Nachhaltigkeit verspricht.

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Werbung ist der Wind, PR ist die Sonne – Betrachtungen zur Wirkung von Werbung und Public Relations

Jacqueline Büttner, Project Manager Communications

„Du arbeitest in einer PR-Agentur! Also machst du Werbung?!“ Diesen Satz höre ich beinahe jedes Mal, wenn ich erzähle, welchen Berufsweg ich eingeschlagen habe. Public Relations setzt der Laie eigentlich immer mit Werbung gleich. Dabei unterscheiden sich die beiden Formen öffentlicher Kommunikation sowohl in ihren Zielen, als auch in ihren eingesetzten Mitteln.

Alan und Laura Ries vertraten schon 2003 die provokante These, dass Werbung sich überlebt hat – sie sei zu kostspielig, zu selbstverliebt, zu ineffizient. Die beiden Autoren von „Werbung ist die bessere PR“ übersetzen die umstrittene Wirkung von Werbung in eine Fabel von Äsop, in der sich der Wind (Werbung) mit der Sonne (PR) streitet, wer von beiden der Stärkere sei. Sonne und Wind einigen sich, dass derjenige gewinnt, der einen Wanderer, der des Weges kommt, zuerst dazu bringen kann, seinen Mantel abzulegen. Je stärker der Wind bläst, desto fester hüllt sich der Wanderer in seinen Mantel. Als jedoch die Sonne zu scheinen beginnt und ihre Strahlen auf die Erde schickt, spürt der Wanderer allmählich die wärmende Wirkung und zieht seinen Mantel aus. Der Wind muss sich geschlagen geben, die Sonne geht als Siegerin aus dem Wettbewerb hervor.

Diese Geschichte soll vor allem zeigen, dass Wahrnehmungen sich nicht erzwingen lassen. Werbung als kräftig blasender Wind setzt auf den Knalleffekt. Die Sonne in Form der PR setzt dagegen auf nachhaltigen Aufbau.

Werbung ist der Wind

Bei Werbung geht es darum, den Absatz des beworbenen Produkts schnellstmöglich zu erhöhen. Ein Produkt soll mit all seinen Vorteilen dargestellt werden, während die Nachteile verschwiegen werden – sonst würde die Aufforderung zum Kauf wenig überzeugend wirken. Werbung mit guten Werbetexten kann sich sofort auf den Gewinn auswirken, ist also auf der Habenseite des Unternehmens erkennbar. Werbefachleute sprechen dabei von der Anstoßwirkung: Bei gedruckten Anzeigen soll sie über ganzseitige, bunte Inserate oder Seiten zum Ausklappen erreicht werden. Bei Fernsehwerbungen über temporeiche Action, verrückte Kameraeinstellungen und rasante Schnitte. Bei Radiospots über das Aufdrehen der Lautstärke. Dies sind jedoch Mittel, die immer schlechter funktionieren. Falsch positionierte Werbung führt dazu, dass sich der Umsatz nicht steigert oder sogar rückläufig wird. Je aufdringlicher das Kaufangebot, je stärker also der Wind bläst, desto stärker wehrt sich der Kunde gegen die Kaufbotschaft. Bei einer ständig steigenden Werbebelastung der Konsumenten, erreicht Werbung in vielen Fällen das Gegenteil dessen, was sie eigentlich bezwecken wollte.

 PR ist die Sonne

PR ist hingegen die wärmende Sonne. Sie ist darauf angewiesen, zu überzeugen, gute Argumente zu bringen und interessante Neuigkeiten für den Konsumenten zu transportieren. Medienvertreter lassen sich nicht zwingen, die Botschaft eines Unternehmens in einen Beitrag oder einen Artikel aufzunehmen. Redakteure und Journalisten bewerten, ob die von Unternehmen ausgesendeten Nachrichten wirklich interessant und verlässlich sind. Es liegt ganz in deren Händen, ob und wie sie über ein Produkt berichten. Auf diese Weise empfindet der Kunde eine redaktionelle Botschaft nicht als Zwang, sondern als Empfehlung. Genau aus diesem Grund sind redaktionelle Artikel über ein Produkt am Ende aber sehr viel glaubwürdiger und damit auch wirksamer als bezahlte Werbeanzeigen. Das Ergebnis durch gut verfasste Pressetexte ist auch nicht so deutlich ablesbar, hier wirken sich die Erfolge eher langfristig auch finanziell aus – die wärmende Wirkung der PR führt meist dazu, dass ein Konsument den Mantel ablegt, sich also für ein Produkt öffnet.

Wind und Sonne in optimalem Zusammenspiel

Die bislang aufwendigste Vergleichsstudie zur Wirkungskraft von Werbung und PR aus dem Jahr 2010 ergab, dass PR für Unternehmen im direkten Vergleich meist wirkungsvoller ist als die klassische Werbeanzeige – jedenfalls wenn Kunden schon mit dem Gedanken spielen, sich Produkte wie Autos, Kosmetik oder elektronische Geräte zu kaufen. Lothar Rolke und Marei Dost haben in ihrem Werk „Werbung und PR im Leistungstest“ (2010) mehr als 50 internationale Studien ausgewertet sowie ein Experiment mit über 1000 repräsentativ ausgewählten Personen durchgeführt.

Das Ergebnis: Öffentlichkeitsarbeit überzeugt vor allem, wenn es um die Vermittlung von Wissen, um Fragen der Glaubwürdigkeit und um Überzeugungskraft geht. Klassische Werbung entfaltet ihre Stärken, wenn Produkte vermarktet werden, denen der Konsument meist weniger Aufmerksamkeit schenkt. Letzten Endes sollen beide Formen den Absatz eines Produkts unterstützen und funktionieren am besten, wenn sie in einem ausgewogenen Zusammenspiel stehen.

Jacqueline Büttner ist als Project Manager Communications bei der Convensis Group in der PR-Beratung tätig.

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