Schlagwort-Archiv: Betriebliches Gesundheitsmanagement

Vereinbarkeit von Pflege und Beruf – Ausbildung zum betrieblichen Pflegelotsen

pflegelotseWir haben jetzt zwei. Pflegelotsen. Was ist das denn, bitteschön?! Das haben wir uns auch gefragt, recherchiert und direkt zwei Mitarbeiter dazu angemeldet, als wir von der Ausbildung zum betrieblichen Pflegelotsen erfahren haben. Denn dass die Pflege einen immer wichtigeren Aspekt in der Vereinbarkeit von Familie und Beruf ausmacht, ist kein Geheimnis mehr. Vereinbarkeit von Pflege und Beruf – Ausbildung zum betrieblichen Pflegelotsen weiterlesen

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Meine ersten Gesundheitswochen bei Convensis

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Ein durchdachtes Gesundheitsmanagement ist fester Bestandteil der Unternehmensphilosophie bei Convensis. Jede Woche steht ein bunter Obstkorb parat, dienstags gibt es frische Smoothies, in der Mitte der Woche wird bei einem kleinen Spaziergang Frischluft getankt und zum Veggieday am Donnerstag wird oftmals eine Gemüsesuppe kredenzt. Hinter diesen Aktionen steht das Convensis Gesundheitsteam. Bei den jährlichen Gesundheitswochen ist dieses Team besonders gefragt, wenn es darum geht, abwechslungsreiche Aktionen für alle zu organisieren. Meine ersten Gesundheitswochen bei Convensis weiterlesen

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Gesunde Auszeit – das perfekte Wohlfühlrezept

Ana_Blogbeitrag“Die Kunst des Lebens besteht darin, auch der kleinsten Ruhepause die größte Aufmerksamkeit zu schenken.“ (Quelle: Unbekannt)

Immer mehr Menschen leben bewusst, setzen auf viel Bewegung, gesunde Ernährung sowie auf Erholungspausen. Laut einer Studie des Marktforschungsunternehmens Gfk ändern die Deutschen deutlich ihren Lebensstil und haben als Folge auch immer höhere Gesundheitsausgaben. Gerade Prävention wird groß geschrieben. Dank des Internets gelangt man schnell und leicht zu zahlreichen Gesundheitsinformationen und Tipps. Experten nennen diese Art von Verhalten „Self-care“. Dies sei für viele ein Weg, die eigene Gesundheit und das Wohlbefinden besser zu kontrollieren. Gesunde Auszeit – das perfekte Wohlfühlrezept weiterlesen

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Work-Life-Balance: Sollen E-Mails während des Urlaubs gelöscht werden?

Bei uns kommt der Chef zu Wort: Im „Chef-Blog“ äußert sich Prof. Dr. Stefan Hencke ab sofort wöchentlich zu aktuellen, wechselnden Themen. Der erste Schwerpunkt passt zur Urlaubs- und Ferienzeit – sollen Mitarbeiter ihre geschäftlichen Mails während des Urlaubs automatisch löschen lassen können, um für eine bessere Verbindung von Beruf und Freizeit zu sorgen?

– von Stefan Hencke –

Prof. Dr. Stefan Hencke, CEO der Convensis Group (GPRA)

Um es kurz zu machen: Das Ganze finde ich nicht gut, weil wir in der heutigen Zeit sehr stark netzwerk- und informationsorientiert arbeiten und daher ist ein kontinuierlicher Informationsfluss aus meiner Sicht absolut notwendig. Meist ist es ja nicht so, dass alle Informationen, die in der Zeit des Urlaubs zusammengetragen wurden, plötzlich nicht mehr relevant sind, wenn jemand in das Büro zurückkehrt. Vielmehr muss es auch eine Möglichkeit geben, dass sich der Mitarbeiter auch darüber informiert, was während seiner Abwesenheit passiert ist, häufig auch, welchen Prozess bestimmte Entwicklungen durchlaufen haben. Dies erspart mühsame Diskussionen und Nachfragen. Deshalb denke ich, es kommt weniger darauf an, alle Informationen löschen zu lassen, sondern vielmehr darauf, die Relevanz der entsprechenden Vorgänge vernünftig einschätzen zu lernen und diese zu organisieren.

Ich kann mir im Gegenteil sogar vorstellen, dass das grundsätzliche Löschen von allen E-Mails der Work-Life-Balance eher abträglich ist, weil der Mitarbeiter dadurch neuen Stresssituationen ausgesetzt wird. Er ist in der Holschuld, muss sich nachträglich informieren, eventuell sogar über Vorgänge, die in seiner Abwesenheit geschehen sind und von denen er gar nichts wissen kann. Er ist also der Informationsjäger, muss nachfragen und –haken, und das geschieht letztlich auf Kosten der Kollegen.

Bei Convensis könnten wir uns das nicht vorstellen. Wir arbeiten stark in Teamstrukturen und Mitarbeiter werden über die Projekte der anderen Teammitglieder informiert. Nach dem Urlaub wird eine Übergabe gemacht, die dem Mitarbeiter erspart, alle E-Mails lesen zu müssen. Trotzdem kann er sich über einzelne Projekte ausführlich informieren, wenn er möchte, da generell alle involvierten Personen bei wichtigen Konversationen in CC gesetzt werden. Für uns ist dies eher eine Frage des Projektmanagements, als eine des kompletten Informationsverlustes.

Resümierend würde ich daher eher anregen, die heutigen (technischen) Möglichkeiten zu nutzen, die Informationsflut einzudämmen und es dem Mitarbeiter einfacher zu machen, sich nach dem Urlaub vollumfänglich über den Projektstand im jeweiligen Fachgebiet bzw. seinem Arbeitsumfeld zu informieren, als Ganz- oder Gar-Nicht-Lösungen zu suchen.

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Was bitte schön ist der Sinn einer Büroapotheke? Wo gibt’s denn sowas?

– von Susanne Hencke –

Bei Convensis natürlich.

Sie ist gewachsen aus der Erfahrung, dass leichte und akute Beschwerden häufig relativ einfach kuriert werden könnten, meist aber das passende Mittel gerade nicht zur Hand ist bei der Arbeit. Und sie ist wichtiger Bestandteil unseres betrieblichen Gesundheits-managements. Denn die überwiegende Mehrzahl der Mitarbeiter bewertet unseren „Pillenschrank“ in unserer aktuellen Mitarbeiterbefragung als besonders wirkungsvoll.

Ich bin bei uns zusammen mit dem „Projektteam Gesundheit“ für das Gesundheitsmanagement zuständig und werde immer wieder gefragt, warum sich Convensis überhaupt eine Büroapotheke leistet, ja gar ein strategisch ausgerichtetes Gesundheitsmanagement. Wir sind eine Agentur mit 20 Mitarbeitern, haben einen Altersdurchschnitt von knapp über 32 und die meisten engagieren sich sowieso für ihre Gesundheit – gehen ins Fitnessstudio, besuchen Pilates- und Yogakurse, essen gesund, nehmen an Marathonläufen teil etc. Da könnte man meinen, das ginge auch so.

Für mich ist trotzdem das betriebliche Gesundheitsmanagement selbstverständlicher Bestandteil meiner Personalarbeit. Ich kümmere mich aufmerksam um meine eigene Gesundheit, warum sollte ich das als Personalverantwortliche also nicht auch für die Mitarbeiter tun?

Dabei versuchen wir bei Convensis, möglichst viel zu bieten, was wenig kostet und doch in den Arbeitsalltag unserer Agentur einzubinden ist.

Wir möchten die 3 Hauptthemen des betrieblichen Gesundheitsmanagements, Bewegung – Ernährung – Entspannung möglichst vielfältig bedienen. Denn letztendlich bedeutet für uns betriebliches Gesundheitsmanagement auch, den Mitarbeitern möglichst viele Möglichkeiten vorzustellen, aus denen sie die für sich richtige auswählen können, um nachhaltig gesund zu bleiben.

Arbeitsmaterial, Arbeitsumgebung, Arbeitsorganisation,  Arbeitssicherheit, Arbeitszeit, Betriebsklima, Bewegung, Burn-Out, Changemanagement, Coaching, Ergonomie, Ernährung, Entspannung,  Fehlzeiten, Führung, Identifikation, Kommunikation, Konfliktmanagement, Licht, Lärm, Motivation, Prophylaxe, Ressourcen, Stress, Suchtprophylaxe, Vorsorge, Wertschätzung, Work-Life-Balance, Wiedereingliederung, Weiterbildung, Zeitmanagement…

Gesundheitsmanagement wirkt so umfassend in alle Erfahrungsbereiche des Arbeitens hinein, dass es zahlreiche Möglichkeiten gibt, einzuwirken. Natürlich sind unsere finanziellen sowie personellen Ressourcen begrenzt, doch auch in einer kleinen Agentur bieten sich, mit ein wenig Kreativität, genug Varianten.

Zum Beispiel führen wir, statt einen Rückenkurs anzubieten (in größeren Unternehmen melden sich erfahrungsgemäß nur ein minimaler Bruchteil der Mitarbeiter zu solchen Kursen an-das würde sich also für uns nicht lohnen), einmal wöchentlich einfach vor der Morgenbesprechung 5 Minuten Rückengymnastik durch, an der jeder teilnehmen kann. Das fällt mir als gelernter Physiotherapeutin nicht schwer.

Wir gehen gemeinsam „Ab durch die Hecke“ und gönnen uns einen Mittagsspaziergang an der frischen Luft, wir essen donnerstags vegetarisch und selbstverständlich versorgt unser Obstkorb die Mitarbeiter mit frischem, saisonalem Obst. Ich begreife mich insofern als „Feel-Good-Manager“, als ich immer wieder einen Blick auf eine ergonomische Sitzhaltung richte, auf ausreichend Licht und eine Abwechslung der Arbeitshaltung (z.B. durch verschiedene Sitzmöbel, Stehtische etc.). In einer Gesundheitsmail informiere ich monatlich zu einem allgemeinen Gesundheitsthema. Dazu sammle ich Informationen aus Büchern, Broschüren und von Krankenkassen. Und weil ich natürlich viel zusammentragen kann, aber keineswegs alle Themen fachgerecht abdecken kann, lassen wir uns dabei von kompetenten Partnern helfen.

Obwohl wir einmal jährlich zwei Gesundheitswochen veranstalten, in denen wir uns intensiv mit einem Schwerpunktthema beschäftigen, besteht Gesundheitsmanagement bei Convensis nicht aus einzelnen Aktionen, sondern findet eigentlich täglich „nebenbei“ statt. Information, Aktion und Begleitung sind gleichberechtigte Bausteine.

Deshalb spielt unser „Pillenschrank” auch eine wichtige Rolle in unserem Büro. Mitarbeiter können sich im Naturheilkundlichen Repertorium informieren, welches Mittel für ihre akuten Beschwerden richtig sein könnte  und selbst kurieren.

Die Convensis Büroapotheke beinhaltet übrigens neben dem obligatorischen Erste-Hilfe-Kasten und bewährten Hausmitteln wie Wärmflasche, Tees oder Tigerbalsam verschiedene Arzneien aus der Naturheilkunde, die den Mitarbeiterinnen übliche leichte und akute Beschwerden beheben helfen sollen. Wichtig ist uns dabei natürlich, dass man keine Arzneien einnimmt, die starke Nebenwirkungen haben könnten oder einen ärztlichen Rat voraussetzen. Die Mittel der Homöopathie und die Schüssler-Salze z.B. können gefahrlos eingenommen werden, ohne bei einer Fehleinnahme Gesundheitsbeeinträchtigung befürchten zu müssen.

 

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Der ROI meines Brasilien-Urlaubs – Flexible Arbeitszeiten am Beispiel eines Arbeitsurlaubs

Es ist kurz nach Mittag, ich liege in der Hängematte, schaue über Palmen hinweg in den türkis-blau schimmernden Horizont, vom Strand wummern Sambabässe zu mir hinauf und ich versuche mich auf ein neues Personalentwicklungskonzept für Convensis zu konzentrieren.

In unserer PR-Agentur in Stuttgart fühlte ich mich in meiner Konzentration gestört vom „Krach“ da unten. Hier gehe ich entweder an den Strand und feiere mit, wippe entspannt in der Hängematte zu den Rhythmen oder ich schwimme eine Runde im Meer, bis die Partygesellschaft sich beruhigt hat und setze mich dann wieder an die Arbeit. Ich befinde mich im Arbeitsurlaub.

Vorteile für den Arbeitnehmer

Normalerweise versucht ein Angestellter im Urlaub, Gedanken an seine beruflichen Aufgaben möglichst schnell zu verdrängen, um einen möglichst hohen Erholungseffekt zu erzielen. Zwar möchte man die positiven Gefühle und Erinnerung aus dem Urlaub am liebsten möglichst lange mit in den Arbeitsalltag nehmen, doch beides zu verbinden ist eher ungewöhnlich. Das geht mir als Frau des Unternehmensinhabers nicht anders als allen anderen auch, denn bei Convensis bin ich in erster Linie Angestellte. Ich habe mich aber in den letzten Monaten immer mehr gesehnt nach einer Zeit, in der beides erreichbar sein kann: Erholung, Ruhe, Abstand und gleichzeitig ein intensives Eintauchen in meine Aufgaben im Büro.

Deshalb bin ich sehr froh, dass ich dieses Experiment wagen durfte. Ich hatte darum gebeten, weil mir der Arbeitsalltag zu wenig Raum für konzeptionelle Arbeit lässt. Im täglichen Trubel geht die Konzentration verloren und selbst wenn ich diese „Denkphasen“ in die frühen Morgen- oder Abendstunden verlege, bleibt doch zu wenig Zeit, sich in ein Thema zu vertiefen bzw. ihm bis zum Ende zu folgen. Brasilien ist zwar für einen einwöchigen Aufenthalt etwas sehr weit, da ich aber aus privaten Gründen sowieso in absehbarer Zeit dorthin reisen wollte, nutze ich die Gelegenheit, beides miteinander zu verbinden.

Hier im Urlaub muss ich zwar meinen Alltag auch organisieren, habe aber dazwischen viel Gelegenheit und Ruhe über mein Thema zu lesen, Ideen zu spinnen, sie wieder zu verwerfen und in einem anderen Zusammenhang wieder aufzugreifen. Das funktioniert sowohl am „Schreibtisch“ als auch bei den üblichen Urlaubsaktivitäten wie Schwimmen, Spaziergänge etc.

Weil ich mein Thema in den Mittelpunkt meines Aufenthaltes hier stelle und weil mich kognitiv wenig davon ablenkt.
Natürlich greift auch der „Tapetenwechsel“: Ich stelle fest, dass durch die Verlegung meiner Arbeitsaufgabe in ein völlig ungewohntes Umfeld neue Impulse entstehen. Das kann einerseits durch die gedankliche Übersetzung einer Erfahrung vor Ort auf mein aktuelles Projekt „Personalentwicklungskonzept“ passieren, manchmal kommen auch alte Pläne wieder an die Oberfläche, die im Alltag vergraben waren. In der Tat glaube ich nicht, dass ich dadurch kreativer arbeite, aber selbst wenn ich die aufkommenden Ideen nicht sofort aufgreife, tauchen sie teilweise später wieder auf und setzen sich in einen neuen Zusammenhang. Was die Arbeit dann doch wieder kreativ werden lässt.

Mühelos lässt die intensive gedankliche Beschäftigung mit dem Fragenkomplex schon nach ein bis zwei Tagen klare Konturen des Konzeptes entstehen. Ich habe den Eindruck, der Aufgabe „auf den Grund“ gehen und sie aus den verschiedenen Blickwinkeln betrachten zu können. Das Endergebnis wird dadurch in jedem Fall vielfältiger und ausgereifter ausfallen als dies im Büro möglich gewesen wäre.

Vorteile für den Arbeitgeber

Davon profitiert natürlich auch mein Arbeitgeber. Durch den vermeintlichen Zeitverlust des Urlaubs gewinnt er die effiziente Aufarbeitung eines Themas, die sich im normalen Tagesgeschäft unnötig in die Länge gezogen hätte. In der intensiven Beschäftigung mit einem Themenkomplex erwerbe ich zudem Kenntnisse, die mir auch in anderen Fragen meines Fachgebietes zugutekommen.

Den größten Vorteil kann ich aber in einem deutlichen Zugewinn an Motivation und Bindung an das Team und das Unternehmen erkennen. Durch die positive Erfahrung dieses Urlaubs und die thematisch intensive Zeit bin ich hochmotiviert, mein Konzept vorstellen und in die Tat umsetzen zu können. Ich habe zudem noch viele Ideen für andere Aufgaben gesammelt, die ich konkretisieren möchte.

Ich bin meinem Team und meinem Chef sehr dankbar, dass sie mir diese Woche ermöglicht haben. Sie haben nicht nur auf den Austausch mit und Entscheidungen von mir verzichtet, sondern teilweise meine Aufgaben mit übernehmen müssen. Da die Kommunikation über Internet und E-Mail nicht ganz so reibungslos wie gedacht funktionierte, verlangsamten sich ihre Prozesse. Trotzdem habe ich im Kontakt nie Verärgerung oder Ungeduld gespürt, sondern immer Freude, dass mir dieser Urlaub möglich ist. Diese positive Unterstützung und die Verbundenheit, die darin deutlich werden, werde ich wieder zurückgeben. Das Vertrauen meines Arbeitgebers in mich erhöht auch mein Vertrauen in das Unternehmen.

Im Vorfeld die Bedingungen genau abklären

Für Aufgaben mit einer starken Bindung zu Dokumenten, Kunden oder technischem Gerät ist ein Arbeitsurlaub sicher nicht geeignet, wenn diese gar nicht, oder nur mit hohem Aufwand an den Urlaubsort mitgenommen werden können. Ein Urlaub zum Arbeiten lässt sich für  konzeptionelle, analytische, kreative oder redaktionelle Aufgaben einfacher und effektiver realisieren.

Ganz grundsätzlich muss natürlich sichergestellt werden, dass der Arbeitsurlaub nicht zu einem kaschierten Urlaub degeneriert, wodurch nicht nur das Vertrauen zwischen Arbeitgeber und -nehmer gestört wird, sondern möglicherweise auch die Kreativität eines Unternehmens, über flexible Arbeitszeit- und -organisationsmaßnahmen nachzudenken.

Folglich ist die Grundlage eines Arbeitsurlaubs nicht nur eine stabile Vertrauensbasis zwischen Arbeitgeber und –nehmer. Beide müssen vor der Reise detaillierte Vereinbarungen über Arbeitsumfang und –ziele während  der Reisezeit auf der einen Seite sowie den zu erwartenden Aufwand auf der anderen Seite treffen. Weiterhin muss sichergestellt sein, dass die verabredeten Aufgaben am Urlaubsort auch geleistet werden können. Beispielsweise sind die Bedingungen vor Ort im Vorfeld zu recherchieren, der  Arbeitgeber muss eventuell die nötigen technischen sowie finanziellen Mittel zur Verfügung stellen, damit der Arbeitnehmer seine Aufgaben erledigen kann (z.B. muss die Nutzung eines PCs möglich sein, wenn dies direkt vor Ort nicht möglich ist, kann der Arbeitgeber einen Laptop zur Verfügung stellen). In diesem Zusammenhang muss unbedingt geklärt sein, wer welche Kosten in welcher Höhe zu tragen hat. Umso detaillierter und klarer die Absprachen im Vorfeld getroffen werden, desto weniger Konfliktpotential birgt der Arbeitsurlaub.

Alle Beteiligten profitieren noch mehr, wenn der Kontakt eben nicht, wie bei einem normalen Erholungsurlaub, ausgesetzt wird, sondern Zeitfenster für den Austausch miteinander geschaffen werden.

Last but not least ist das Konzept des Arbeitsurlaubs auch eine Typfrage. Manch einer mag Arbeit und Urlaub einfach nicht vermischen. Mitarbeiter, die im Zusammenspiel mit ihrem Team zu Hochform auflaufen, mögen das isolierte Arbeiten uneffektiv und trostlos empfinden. Menschen mit einem starken Bedarf nach äußeren Strukturen oder einem festen Arbeitsrhythmus würden sich eventuell leicht in der Unstrukturiertheit einer Urlaubsumgebung verlieren. Der Mitarbeiter muss sich im Vorfeld fragen, ob er sich zutraut, sich neben Strand, Party, Bar o.ä. auch mit den Aufgaben zu beschäftigen, die man zu erledigen hat. Ein gewisses Maß an Selbstorganisation braucht es gegebenenfalls auch – in meinem Arbeitsurlaub auf jeden Fall – um an einem Urlaubsort Arbeitsatmosphäre und -bedingungen zu schaffen.

Aber wenn alle Beteiligten bereit sind, Kompromisse einzugehen und den Aufenthalt im Vorfeld gut vorzubereiten, kann der Arbeitsurlaub eigentlich für beide Seiten nur von Vorteil sein.

Übrigens, als Mitarbeiterin einer PR-Agentur erlaube ich mir zu erwähnen, dass die Pousada da Lua, Jacuma, Brasilien ein wunderbarer Ort für diese Gelegenheit ist.

Danke Tina und Leo!

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