Sommer-Gewinnspiel

Sommer-Gewinnspiel

 

Jetzt heißt es: Liegestuhl ausrichten, Sonnenschirm aufklappen und schön den Blick in die Ferne schweifen lassen…

Damit der Urlaub gefühlt näher rückt, helfen wir euch beim Kofferpacken! Wir verlosen eine knallgelbe Ice-Watch Uhr, ein Urlaubs-Lesebuch und ein Duschgel von MAX BENJAMIN, das herrlich nach weißem Granatapfel duftet…
Mitmachen könnt ihr ganz einfach: verratet uns auf Facebook, wohin eure nächste Reise geht und schon habt ihr die Chance, das sommerliche Päckchen zu gewinnen.

Viel Glück!

Style of Life – zum Lebensstil der Zukunft

Interview mit Dr. Edgar Göll      (Dipl. Soziologe)

Dr. Edgar Göll ist Mitarbeiter am Institut für Zukunftsstudien und Technologiebewertung (IZT), einer gemeinnützigen Forschungs-einrichtung mit Sitz in Berlin. In zahlreichen Projekten hat er sich bereits mit den Themen “Zukunftsforschung” und “Nachhaltige Entwicklung” beschäftigt. Zu seinen Interessengebieten zählen neben politischer Partizipation auch die Technik-folgenabschätzung und die Globalisierung.

 

Was versteht man unter einem Trend?

„Trends“ sind kurzfristige Veränderungen, die für bestimmte Branchen oder Bevölkerungsgruppen bedeutsam sind. Sie werden durch bestimmte Bedürfnisse und Images erzeugt und durch Sättigung sowie neue Entwicklungen geschwächt oder ganz beendet. Das können Moden sein, oder Hypes in Bezug auf „Stars“ oder Sportarten oder auch Themen. Je nach Resonanz können sie mittelfristig einflussreich sein.

Ab welchem Stadium spricht man von einem Trend?

Wenn genug oder wichtige Leute über bestimmte Entwicklungen und Phänomene sprechen und gehört werden, kann mensch von einem Trend sprechen.

Können überhaupt (noch) neue Trends entstehen – oder handelt es sich dabei immer nur um eine Wiederbelebung?

Trends entstehen selten mit Intention. Oftmals ergeben sich Trends durch ein Ineinanderspiel unterschiedlicher Faktoren. Im Nachhinein werden dann bestimmte simple „Erklärungen“ und Beschreibungen dazu gefügt und werden „akzeptiert“. Trends entstehen also permanent. Dabei werden alte Elemente aufgegriffen und neue hinzugefügt, z. B. aus anderen Kulturkreisen (wie z. B. in der Musik).

Wie stark haben politische, wirtschaftliche, soziale und kulturelle Faktoren Einfluss auf Trends?

Das Gewicht einzelner Faktoren ist von Trend zu Trend sehr unterschiedlich, doch meist sind diese unterschiedlichen Faktoren und weitere mehr an der Formung von Trends beteiligt. Unter bestimmten Umständen und bei bestimmten „Inhalten“ kann die Politik oder auch die Wirtschaft eine besondere Rolle einnehmen, wie z. B. in Bezug auf Nachhaltigkeit: Seit über zwei Jahrzehnten wird dieses „Leitbild“ für das 21. Jahrhundert thematisiert, durch Resolutionen, Gesetze, konkrete Projekte, Maßnahmen in Unternehmen etc. Diese einzelnen Faktoren verstärken sich gegenseitig. Und aufgrund der teilweise akuten Problemlagen auf die sie reagieren – z.B. Klimawandel, Gesundheitsrisiken, Umweltzerstörung – finden solche Maßnahmen immer mehr Zuspruch.

Welche Werte werden die Zukunft bestimmen?

Die Vielfalt der Lebenslagen und der Lebensstile wird in unseren hochmodernen Gesellschaften weiter zunehmen, neue Optionen kommen zu den traditionellen hinzu, nicht zuletzt aufgrund der Globalisierung und der Migration. Hiermit werden Wertesysteme herausgefordert, aber vermutlich wird sich immer mehr herauskristallisieren, dass ein „Weltethos“ (Hans Küng) als gemeinsame Basis aller Kulturen gelten kann und dass das Leben auf Kosten Anderer und künftiger Generationen völlig „out“ ist, dass die Zeichen von gefährlicher Unterentwicklung ist. Die Bedeutung von Toleranz, Fairness und Solidarität werden an Gewicht erhalten.

Was wird den Verbrauchern von morgen wichtig sein, was verliert an Relevanz?

Für einige Käufersegmente wird „Schnäppchenjagd“ weiterhin angesagt sein, doch insgesamt dürften Qualität und Haltbarkeit an Relevanz gewinnen. Bescheidenheit oder gar Selbstbeschränkung dürfte zunehmen und die Kauflust reduzieren – „Sein“ statt „Haben“ (Erich Fromm) könnte zu einem starken Trend werden, wie dies derzeit schon bemerkbar ist.

In den letzten Jahren haben Themen wie Regionalität und Nachhaltigkeit an Bedeutung zugenommen. Wirkt sich dies auf das Konsumverhalten aus?

Die Unüberschaubarkeit und weitgehende Unkontrollierbarkeit der globalen Wertschöpfungsketten und von einzelnen Unternehmen rücksichtslos manipulierten Produktqualitäten werden weiterhin zu kontinuierlichen Skandalen führen, die immer mehr Konsumenten dazu bringen wird, auf regionale Produkte (auch zwecks Stärkung der lokalen Ökonomie) und Nachhaltigkeit zu achten – darin steckt mehr Vertrauen.

Welche gesellschaftlichen Trends sehen Sie für die nächsten Jahre vor? Welche Entwicklungen sollten besonders genau beobachtet werden?

Nachhaltigkeit, fairer Handel, Regionalität werden zu Qualitätsmerkmalen, die in allen Branchen zu berücksichtigen sein werden, zumal die jüngeren Generationen von alten Statussymbolen wie z. B. Pkw zu anderen wechseln und bestimmte ökologische Grenzen für Knappheiten und entsprechende Preiserhöhungen für zentrale Produktgruppen sorgen werden.

Was wird der „Luxus der Zukunft“ sein? Welche Bedeutung wird Luxus haben?

„Luxus“ wird werden, sich den Beschleunigungszwängen und oberflächlichen Erfolgs- und Scheinbefriedigungsimages zu entziehen, zumal diese meist weder wirklich befriedigen noch „gesund“ sind sondern zu steigenden physischen und psychischen Erkrankungen und Beschwerden (und Kosten) führen – wie es z. B. in den USA zu beobachten ist.

 

Auszug aus „The Trend Issue – Trendreport Urban Lifestyle 2014“, herausgegeben von der Convensis Publishing Network GmbH. Hier gibt es den vollständigen Trendreport gratis zum Download.

Social Media als Teil der Unternehmenskommunikation – Lohnt sich das?

Die Nutzung sozialer Netzwerke zu PR- und Marketingzwecken ist für die Global Player der Wirtschaft selbstverständlich. Die weitverbreitete „Dabei sein ist alles“-Mentalität ist für mittelständische Unternehmen jedoch keine sinnvolle Option. Anstatt sofort überall präsent sein zu wollen, empfiehlt sich ein Blick auf die einzelnen sozialen Netzwerke. Denn jeder Social Media Channel folgt seiner eigenen Logik – und ist definitiv mehr als bloß ein weiteres Sprachrohr für die unternehmenseigenen Botschaften.

Medienlandschaft 2.0

Wirft man einen Blick auf die Medienlandschaft, erklärt sich fast von selbst, warum das Social Web heute in die Überlegungen jeder Kommunikationsstrategie miteinbezogen wird. Denn Social Media kann etwas, was Print, TV und Radio nicht können. Schlagendes Argument ist zunächst einmal die bloße Reichweite. Mehr als Dreiviertel der deutschen Bevölkerung ist online. Davon ist ca. jeder Dritte bei Facebook registriert. Hinzu kommt, dass die nachwachsende Generation, die „Digital Natives“, über die klassischen Medien immer schlechter erreicht werden. Die sozialen Netzwerke werden in der jüngeren Altersgruppe zunehmend als Alternative zu Google genutzt – aus dieser Perspektive funktioniert Facebook als geschlossenes Betriebssystem, innerhalb dessen es sich für Unternehmen definitiv lohnt, auffindbar zu sein. Was die sozialen Medien für Unternehmen außerdem so wertvoll macht, sind die globale Präsenz, die geringen Teilnahmekosten und der dialoghafte Austausch mit der Zielgruppe.

Ziele setzen, zuhören, lernen

Um überhaupt Inhalte liefern zu können, die für die Nutzer interessant sind, sollte sich jedes Unternehmen überlegen, welche Ziele das Social Media Engagement verfolgt und welche Zielgruppe angesprochen wird. Geht es um den Austausch mit Kunden oder Geschäftspartnern? Sollen neue Mitarbeiter gewonnen werden? Geht es darum, ein bestimmtes Markenimage zu fördern? Soll der Umsatz gesteigert werden? Neben PR, Marketing und Human Resources kann Social Media auch in den Bereichen Kundenservice und Forschung genutzt werden – denn wer offen für die Wünsche seiner Kunden ist, kann unter Umständen sogar Schlüsse für die eigene Unternehmensstrategie ziehen.

Netzwerke nutzen

Über Unternehmen wird gesprochen – unabhängig davon, ob das Unternehmen selbst sich am Gespräch beteiligt oder nicht. Daher stellt sich aus Unternehmenssicht weniger die Frage, ob man im Social Web kommuniziert, sondern vielmehr die Frage, wie und in welcher Form. Um zu analysieren, welcher Channel sich für das eigene Unternehmen lohnt, muss man  wissen, warum Personen in bestimmten Netzwerken aktiv sind.

Im Web 2.0 ist Facebook nach wie vor der absolute Spitzenreiter. Das Netzwerk wächst und wächst – seit Dezember 2012 kratzt es konstant an der weltweiten Nutzerzahl von einer Milliarde. Facebook ist gewissermaßen das Netzwerk für jedermann, die Alters- und Geschlechterverteilung ist bei keinem anderen Netzwerk so ausgeglichen wie hier. So vielfältig wie die Nutzerstruktur sind auch die Ziele, die mit Social Media verfolgt werden können (siehe Grafik). Imagepflege, Vertriebsunterstützung, Kundenservice, Marktforschung, Human Resources – eigentlich gibt es bei Facebook nichts, was unmöglich wäre. Daher eignet sich Facebook als Ausgangspunkt (fast) jeder Social Media Strategie, ist allerdings auch sehr arbeitsintensiv, da gute Inhalte Zeit kosten – zumal visuelle Inhalte tendenziell besser ankommen als reine Textbeiträge.

Während bei Facebook der Unterhaltungswert im Vordergrund steht, dreht sich die Kommunikation bei Twitter stärker um den Nachrichtenwert. Kreativ visualisierte Inhalte sind hier nicht gefragt, da sich der Micro-Blogging-Dienst auf Textnachrichten bis 140 Zeichen beschränkt. Obwohl die Mitgliederzahl in Deutschland mit 500.000 nicht besonders hoch ist, bieten sich Anknüpfungspunkte für die Unternehmenskommunikation. Denn Twitter ist unter Journalisten eine beliebte Recherche-Quelle. Da Unternehmen Schlagworte mit Hashtag versehen können und dadurch in Twitter auffindbar sind, eignet sich dieses Tool aus Unternehmenssicht hervorragend dazu, sich durch Agenda Setting als Experte zu positionieren.

Was innerhalb des Social Media Kosmos zunehmend an Bedeutung gewinnt, ist Pinterest. In diesem Netzwerk ist es so, dass registrierte Nutzer Fotos (oder Videos) hochladen und teilen, die dann von anderen weitergepinnt werden können. So entstehen Fotopinnwände, die sich viral weiterverbreiten können. Für Unternehmen ist Pinterest ein besonders spannendes Marketing-Tool, da dieses Netzwerk eine junge, weibliche, onlineshop-affine Zielgruppe anspricht. Jedes Unternehmen kann ganz einfach ein eigenes Profil anlegen, wovon nicht nur das Image, sondern auch der Umsatz profitiert: denn jedes Bild, sprich Produkt, kann mit dem unternehmenseigenen Onlineshop verlinkt werden. Damit deckt die Plattform ein Marktsegment ab, das von Facebook und Twitter kaum erfasst wird, denn in keinem anderen sozialen Netzwerk liegen Kommunikation und Konsum so dicht beieinander wie hier.

Authentizität gewinnt

Jedes Social Network folgt seiner eigenen Logik und erfordert seine eigenen Inhalte – trotz der Unterschiede gibt es jedoch einige Eckpfeiler der Kommunikation im Web 2.0, die netzwerkübergreifend gelten. Kurz und knapp könnte man diese Eckpfeiler auf folgende Formel bringen: Das Vertrauen der Zielgruppe kann nur gewonnen und aufrechterhalten werden, wenn das medial vermittelte Unternehmens-Image glaubwürdig ist und die Nutzer in der Kommunikation einen echten Mehrwert erkennen.

Was einfach klingt, ist eine nicht zu unterschätzende Herausforderung. Wer im Social Web aktiv ist, muss mit Kritik rechnen und personell und zeitlich dazu in der Lage sein, zeitnah auf Kommentare zu reagieren. Denn da die Inhalte der eigenen Fanpage – vor allem bei Facebook – je nach Engagement der Zielgruppe stark nutzergeneriert sein können, ist das medial geprägte Unternehmens-Image nur begrenzt steuerbar. Immer wieder gibt es Fälle, in denen Unternehmensseiten unfreiwillig zum Forum für kontroverse Diskussionen werden, die dem Image schaden können. Daher beinhaltet jedes gute Social Media Konzept auch einen Plan zum Krisenmanagement. Denn wer bei Angriffen Transparenz und Souveränität beweist und die geäußerte Kritik ernst nimmt, geht in der Regel sogar gestärkt aus der Krise hervor.

Nathalie Haidlauf, Manager Communications bei der Convensis Group

Nathalie Haidlauf ist als PR-Beraterin bei Convensis tätig und koordiniert als Social Media Manager (depak) den Web 2.0-Auftritt für die Convensis Group.

Luxus in Las Vegas

Anfang Juni ist das Mekka der Nord- und Südamerikanischen Luxusgüterindustrie in Las Vegas. Es wird gespielt, es ist laut, es ist bunt. Und gleichzeitig finden an unterschiedlichen Hotelstandorten parallel mehrere Messen statt. Prestige, Luxury, JCK, Swiss Watch by JCK oder auch die Couture.

Der INHORGENTA MUNICH Gemeinschaftsstand auf der Couture 2013 in Las Vegas.

Ein Konzept, wie es wohl weltweit einzigartig ist und wohl auch nur hier funktionieren kann. In diesem Jahr waren wieder einmal viele Kunden aus den USA und Kanada, aber auch sehr viele Juweliere und Luxushändler aus Südamerika vor Ort. Die Branche aus Amerika trifft sich hier! Und der Geschmack – ist amerikanisch.

Jacques Branellec (CEO Jewelmer), Melissa Frye (Top Model of the World 2004) und Prof. Dr. Stefan Hencke (CEO Convensis Group) (v.l.) bei der Verleihung des Couture Awards.

Teilweise verspielt, grell, verrückt und bunt, andererseits aber auch klassisch mit extrem vielen Diamanten, beim Schmuck als auch bei den Uhren. In Europa oder anderen Märkten wären viele ausgestellten Produkte nicht verkaufbar. Aber das ist ja auch gerade so schön, Individualismus in allen Bereichen und allen Standorten auf der Welt.

Eindrücke von der 22. JCK Show in Las Vegas.

Prof. Dr. Stefan Hencke ist Inhaber und Geschäftsführer der Convensis Group.

 

100 Tage Convensis

Im kalten Dezember beginnt meine Convensis Zeit. Umgeben von vorweihnachtlichen Gefühlen und freudigen Gedanken an die besinnliche Zeit zwischen den Jahren, steige ich ein in die Welt der PR. Man könnte meinen, so kurz vor Weihnachten interessieren sich die Cosmopolitan, Madame, Instyle, GQ und die Vogue ausschließlich für Themen mit roten Schleifen, viel Schnee und knisterndem Kaminfeuer. Weit gefehlt –  in der Heftplanung ist man bereits im Frühling angelangt. Und so spielen auch in der PR bereits Themen des neuen Jahres eine Rolle: Valentinstag, Frühling, Ostern und die weltweit größte Uhren- und Schmuckmesse, die Baselworld 2013, beschäftigen die Kolleginnen und Kollegen intensiv. So vertiefe auch ich mich in diese Themen und verfasse PR-Texte zu Produkten, Unternehmensneuigkeiten und historischen Meilensteinen, die in 2013 relevant werden.

Nina Schneider, Manager Communications bei der Convensis Group

Am Jahresende ist es auch an der Zeit, das gelaufene Jahr Revue passieren zu lassen, Manöverkritik zu üben und schließlich mit neuer Energie und frischen Ideen in die PR-Planung des Folgejahres zu gehen. Welche Themen werden interessant sein, wie wird die strategische Ausrichtung des Kunden aussehen, wann kann der Konsument mit Neuheiten rechnen und auf welchen Veranstaltungen werden wir gemeinsam vertreten sein? Zu diesem Moment ist es gar nicht so schlecht, die neue Beraterin zu sein und mit einem kritischen Blick von außen in die Analyse zu gehen, was aber nicht heißen soll, dass die Arbeit des bisherigen Beraters über den Haufen geworfen wird. Bewährte Kommunikationsmaßnahmen, erfolgreiche Gewinnspiele, wertvolle Kontakte zu Redaktionen und besonders schillernde Pressemitteilungen können sehr gut als Vorlage für die weitere PR-Arbeit dienen.

Ebenso nützlich ist ein ausgeprägtes Teamwork. Wenn der Kunde neu, die Produkte unbekannt und der Arbeitsplatz noch nicht vertraut sind, stellen sich helfende Hände als umso wertvoller dar. Und so lerne ich meine Kolleginnen und Kollegen schätzen, die jederzeit ein offenes Ohr für mich haben und mich in den wilden Wogen der PR-Welt nicht untergehen lassen. Teamarbeit wird bei Convensis großgeschrieben und so wurde ich von der ersten Minute an tatkräftig unterstützt und bestens beraten – die Berater-Kultur ist eben auch intern ein geschätztes Gut. Bei einem guten Glas Wein auf der Weihnachtsfeier, die ich nach zwei Wochen Agenturzugehörigkeit gleich miterleben darf, lerne ich dann auch ein wenig von der privaten Seite meiner Kolleginnen und Kollegen kennen und fühle mich sofort wohl.

Nach drei Wochen in der Agentur geht es dann zurück zur Familie in die erholsamen Weihnachtsferien. Ich gehe mit einem guten Gefühl und kann bereits einiges berichten: Ich habe Texte verfasst, Kunden beraten, an Team-Projekten teilgenommen und mich auf die im Januar stattfindenden Pressetage auf der Berliner Fashion Week vorbereitet. Schon jetzt bin ich begeistert von diesem Event und werde auch vor Ort im Hotel Adlon nicht enttäuscht. Redakteure, Models, Agenten, PR-Berater und jede Menge Modebegeisterte tummeln sich im eiskalten Berlin um das Brandenburger Tor und besuchen die Shows der großen Designer. Unser PR-Team hat sich im Hotel Adlon eingerichtet und ist überwältigt vom Blick auf das verschneite Brandenburger Tor, durch das ein Teil des hell erleuchteten Fashion-Zelts zu erkennen ist. Während der Termine mit den Redakteuren präsentieren wir die Kollektionshighlights unserer Schmuck- und Uhrenkunden und tauschen uns über die Trends der nächsten Wochen und Monate aus. Abseits der Pressetermine bieten die Partys und Modeschauen, die wir zusammen besuchen, den brisanten Gesprächsstoff der nächsten Wochen. Nicht nur hippe Modestile, schillernde Persönlichkeiten aus der Welt der Mode und der Medien und köstliche Häppchen zu guter Musik lassen uns ins Schwärmen kommen – auch der eine oder andere Promi, dem wir abends über den Weg laufen, macht uns zuversichtlich: Berlin, wir kommen wieder!

Blick aus der Convensis Fashion Suite: Das winterliche Brandenburger Tor.

Aber zuerst geht es nach München auf die Inhorgenta Munich 2013, die Messe für Schmuck, Uhren und Lifestyle. Bepackt mit Pressemappen, Katalogen und schicken Outfits macht sich ein großes Convensis-Team auf den Weg ist das verschneite München. Der Winter verfolgt uns auch Ende Februar noch, allerdings nur bis zum Eingang der Messehalle. Kaum haben wir die Eingangshalle betreten, weht uns ein warmer Messewind um die Nase und macht uns vertraut mit den Akteuren der nächsten Tage: Aussteller, Einkäufer, Vertriebsverantwortliche, Presseleute, Familien und Convensis tummeln sich zwischen Ständen und wundervollem Schmuck, Uhren und Accessoires. Ich habe das Glück, den Stand von einem unserer Kunden gemeinsam mit meiner Kollegin zu betreuen, was einiges erleichtert. Denn wie ich selbst merke, ist es an einer Messe schwierig, Termine pünktlich wahrzunehmen und seinen Tag durchzuplanen. Läuft man durch die Hallen, weiß man wovon ein Redakteur spricht, wenn er sagt, er sei aufgehalten worden, habe den Weg zwischen den Ständen unterschätzt oder sich schlichtweg verlaufen. Aber zu zweit lassen sich alle Hürden meistern, sei es mehrere Redakteure auf einmal zu betreuen, einen verirrten Pressevertreter abzuholen oder einfach mal in ein Brötchen zu beißen.

Nach 100 Tagen Convensis habe ich tatsächlich schon viel erlebt, viele tolle Leute kennengelernt und eine ganze Menge über die Welt der Fashion- und Produkt-PR dazugelernt. Ich fühle mich gerüstet für einen spannenden Sommer voller interessanter Themen und freue mich auf wertvolle Gespräche, tolle Projekte und eine konstruktive Zusammenarbeit mit meinen wunderbaren Kollegen.

Nina Schneider ist Manager Communications bei der Convensis Group und ist in den Bereichen PR, Events und Unternehmenskommunikation tätig.

Der ROI meines Brasilien-Urlaubs – Flexible Arbeitszeiten am Beispiel eines Arbeitsurlaubs

Es ist kurz nach Mittag, ich liege in der Hängematte, schaue über Palmen hinweg in den türkis-blau schimmernden Horizont, vom Strand wummern Sambabässe zu mir hinauf und ich versuche mich auf ein neues Personalentwicklungskonzept für Convensis zu konzentrieren.

In unserer PR-Agentur in Stuttgart fühlte ich mich in meiner Konzentration gestört vom „Krach“ da unten. Hier gehe ich entweder an den Strand und feiere mit, wippe entspannt in der Hängematte zu den Rhythmen oder ich schwimme eine Runde im Meer, bis die Partygesellschaft sich beruhigt hat und setze mich dann wieder an die Arbeit. Ich befinde mich im Arbeitsurlaub.

Vorteile für den Arbeitnehmer

Normalerweise versucht ein Angestellter im Urlaub, Gedanken an seine beruflichen Aufgaben möglichst schnell zu verdrängen, um einen möglichst hohen Erholungseffekt zu erzielen. Zwar möchte man die positiven Gefühle und Erinnerung aus dem Urlaub am liebsten möglichst lange mit in den Arbeitsalltag nehmen, doch beides zu verbinden ist eher ungewöhnlich. Das geht mir als Frau des Unternehmensinhabers nicht anders als allen anderen auch, denn bei Convensis bin ich in erster Linie Angestellte. Ich habe mich aber in den letzten Monaten immer mehr gesehnt nach einer Zeit, in der beides erreichbar sein kann: Erholung, Ruhe, Abstand und gleichzeitig ein intensives Eintauchen in meine Aufgaben im Büro.

Deshalb bin ich sehr froh, dass ich dieses Experiment wagen durfte. Ich hatte darum gebeten, weil mir der Arbeitsalltag zu wenig Raum für konzeptionelle Arbeit lässt. Im täglichen Trubel geht die Konzentration verloren und selbst wenn ich diese „Denkphasen“ in die frühen Morgen- oder Abendstunden verlege, bleibt doch zu wenig Zeit, sich in ein Thema zu vertiefen bzw. ihm bis zum Ende zu folgen. Brasilien ist zwar für einen einwöchigen Aufenthalt etwas sehr weit, da ich aber aus privaten Gründen sowieso in absehbarer Zeit dorthin reisen wollte, nutze ich die Gelegenheit, beides miteinander zu verbinden.

Hier im Urlaub muss ich zwar meinen Alltag auch organisieren, habe aber dazwischen viel Gelegenheit und Ruhe über mein Thema zu lesen, Ideen zu spinnen, sie wieder zu verwerfen und in einem anderen Zusammenhang wieder aufzugreifen. Das funktioniert sowohl am „Schreibtisch“ als auch bei den üblichen Urlaubsaktivitäten wie Schwimmen, Spaziergänge etc.

Weil ich mein Thema in den Mittelpunkt meines Aufenthaltes hier stelle und weil mich kognitiv wenig davon ablenkt.
Natürlich greift auch der „Tapetenwechsel“: Ich stelle fest, dass durch die Verlegung meiner Arbeitsaufgabe in ein völlig ungewohntes Umfeld neue Impulse entstehen. Das kann einerseits durch die gedankliche Übersetzung einer Erfahrung vor Ort auf mein aktuelles Projekt „Personalentwicklungskonzept“ passieren, manchmal kommen auch alte Pläne wieder an die Oberfläche, die im Alltag vergraben waren. In der Tat glaube ich nicht, dass ich dadurch kreativer arbeite, aber selbst wenn ich die aufkommenden Ideen nicht sofort aufgreife, tauchen sie teilweise später wieder auf und setzen sich in einen neuen Zusammenhang. Was die Arbeit dann doch wieder kreativ werden lässt.

Mühelos lässt die intensive gedankliche Beschäftigung mit dem Fragenkomplex schon nach ein bis zwei Tagen klare Konturen des Konzeptes entstehen. Ich habe den Eindruck, der Aufgabe „auf den Grund“ gehen und sie aus den verschiedenen Blickwinkeln betrachten zu können. Das Endergebnis wird dadurch in jedem Fall vielfältiger und ausgereifter ausfallen als dies im Büro möglich gewesen wäre.

Vorteile für den Arbeitgeber

Davon profitiert natürlich auch mein Arbeitgeber. Durch den vermeintlichen Zeitverlust des Urlaubs gewinnt er die effiziente Aufarbeitung eines Themas, die sich im normalen Tagesgeschäft unnötig in die Länge gezogen hätte. In der intensiven Beschäftigung mit einem Themenkomplex erwerbe ich zudem Kenntnisse, die mir auch in anderen Fragen meines Fachgebietes zugutekommen.

Den größten Vorteil kann ich aber in einem deutlichen Zugewinn an Motivation und Bindung an das Team und das Unternehmen erkennen. Durch die positive Erfahrung dieses Urlaubs und die thematisch intensive Zeit bin ich hochmotiviert, mein Konzept vorstellen und in die Tat umsetzen zu können. Ich habe zudem noch viele Ideen für andere Aufgaben gesammelt, die ich konkretisieren möchte.

Ich bin meinem Team und meinem Chef sehr dankbar, dass sie mir diese Woche ermöglicht haben. Sie haben nicht nur auf den Austausch mit und Entscheidungen von mir verzichtet, sondern teilweise meine Aufgaben mit übernehmen müssen. Da die Kommunikation über Internet und E-Mail nicht ganz so reibungslos wie gedacht funktionierte, verlangsamten sich ihre Prozesse. Trotzdem habe ich im Kontakt nie Verärgerung oder Ungeduld gespürt, sondern immer Freude, dass mir dieser Urlaub möglich ist. Diese positive Unterstützung und die Verbundenheit, die darin deutlich werden, werde ich wieder zurückgeben. Das Vertrauen meines Arbeitgebers in mich erhöht auch mein Vertrauen in das Unternehmen.

Im Vorfeld die Bedingungen genau abklären

Für Aufgaben mit einer starken Bindung zu Dokumenten, Kunden oder technischem Gerät ist ein Arbeitsurlaub sicher nicht geeignet, wenn diese gar nicht, oder nur mit hohem Aufwand an den Urlaubsort mitgenommen werden können. Ein Urlaub zum Arbeiten lässt sich für  konzeptionelle, analytische, kreative oder redaktionelle Aufgaben einfacher und effektiver realisieren.

Ganz grundsätzlich muss natürlich sichergestellt werden, dass der Arbeitsurlaub nicht zu einem kaschierten Urlaub degeneriert, wodurch nicht nur das Vertrauen zwischen Arbeitgeber und -nehmer gestört wird, sondern möglicherweise auch die Kreativität eines Unternehmens, über flexible Arbeitszeit- und -organisationsmaßnahmen nachzudenken.

Folglich ist die Grundlage eines Arbeitsurlaubs nicht nur eine stabile Vertrauensbasis zwischen Arbeitgeber und –nehmer. Beide müssen vor der Reise detaillierte Vereinbarungen über Arbeitsumfang und –ziele während  der Reisezeit auf der einen Seite sowie den zu erwartenden Aufwand auf der anderen Seite treffen. Weiterhin muss sichergestellt sein, dass die verabredeten Aufgaben am Urlaubsort auch geleistet werden können. Beispielsweise sind die Bedingungen vor Ort im Vorfeld zu recherchieren, der  Arbeitgeber muss eventuell die nötigen technischen sowie finanziellen Mittel zur Verfügung stellen, damit der Arbeitnehmer seine Aufgaben erledigen kann (z.B. muss die Nutzung eines PCs möglich sein, wenn dies direkt vor Ort nicht möglich ist, kann der Arbeitgeber einen Laptop zur Verfügung stellen). In diesem Zusammenhang muss unbedingt geklärt sein, wer welche Kosten in welcher Höhe zu tragen hat. Umso detaillierter und klarer die Absprachen im Vorfeld getroffen werden, desto weniger Konfliktpotential birgt der Arbeitsurlaub.

Alle Beteiligten profitieren noch mehr, wenn der Kontakt eben nicht, wie bei einem normalen Erholungsurlaub, ausgesetzt wird, sondern Zeitfenster für den Austausch miteinander geschaffen werden.

Last but not least ist das Konzept des Arbeitsurlaubs auch eine Typfrage. Manch einer mag Arbeit und Urlaub einfach nicht vermischen. Mitarbeiter, die im Zusammenspiel mit ihrem Team zu Hochform auflaufen, mögen das isolierte Arbeiten uneffektiv und trostlos empfinden. Menschen mit einem starken Bedarf nach äußeren Strukturen oder einem festen Arbeitsrhythmus würden sich eventuell leicht in der Unstrukturiertheit einer Urlaubsumgebung verlieren. Der Mitarbeiter muss sich im Vorfeld fragen, ob er sich zutraut, sich neben Strand, Party, Bar o.ä. auch mit den Aufgaben zu beschäftigen, die man zu erledigen hat. Ein gewisses Maß an Selbstorganisation braucht es gegebenenfalls auch – in meinem Arbeitsurlaub auf jeden Fall – um an einem Urlaubsort Arbeitsatmosphäre und -bedingungen zu schaffen.

Aber wenn alle Beteiligten bereit sind, Kompromisse einzugehen und den Aufenthalt im Vorfeld gut vorzubereiten, kann der Arbeitsurlaub eigentlich für beide Seiten nur von Vorteil sein.

Übrigens, als Mitarbeiterin einer PR-Agentur erlaube ich mir zu erwähnen, dass die Pousada da Lua, Jacuma, Brasilien ein wunderbarer Ort für diese Gelegenheit ist.

Danke Tina und Leo!

Hello world!

So fängt wohl jeder Blog einmal an. Nun ist auch Convensis dabei – hello world!

Wir wollen Sie, wollen Euch in diesem Blog einerseits etwas ausführlicher über Neugikeiten aus der Branche informieren, wollen zeigen, womit wir uns thematisch oder methodisch besonders beschäftigen und unseren Alltag in der Agentur darstellen. Die Blogbeiträge werden geschrieben vom Convensis-Team, von der Auszubildenden bis zum Chef.

Wir freuen uns über einen lebendigen Austausch mittels Kommentaren, Likes und (konstruktiver) Kritik.