Kreativitätstechniken in der PR

Kommunikationsexperten stehen oft vor der spannenden Herausforderung neue, kreative Ideen entwickeln zu müssen. Für einen Newsletter oder Mitarbeiterzeitschrift, den nächsten Presseevent, die Website oder die kommende Social Media Kampagne. Manchmal geben bereits Eindrücke und Themen  aus dem Alltag erste Denkimpulse. Doch wie geht es weiter? Wie machen wir uns frei für neue Ideen?!

– von Annette Link –

Annette Link

Nach dem ersten in sich gehen kommt relativ schnell der Evergreen der Kreativitätstechniken zum Einsatz: das Brainstorming. Hierbei ist das Ziel, innerhalb von kurzer Zeit eine große Menge an Ideen zu generieren und eignet sich daher besonders gut zu Beginn von kreativen Problemlösungen. Zudem können auf diese Weise Informationen und Ideen innerhalb einer Gruppe schnell ausgetauscht und gesammelt werden. Perfekt also zum Einsatz in einem Team- oder Projektmeeting. Wichtig ist dabei, die drei Phasen „Einleitung der Frage- oder Problemstellung, Ideenfindung und (Ideen-) Bewertung und Diskussion“ zu beachten. Denn sonst kann es passieren, dass Ideen bereits zensiert werden, noch bevor sie ihr volles Potenzial entfalten könnten.

Eine leichte Abwandlung des Brainstorming ist das Brainwriting. Dabei besteht der wesentliche Unterschied darin, dass beim Brainwriting die Ideen und Vorschläge nicht mündlich sondern schriftlich geäußert werden. Das Brainwriting bringt die den wesentlichen Aspekt mit sich, dass der Ideenträger ohne Einfluss durch andere über das Thema nachdenken kann. Zudem bremst Brainwriting den kreativen Denkprozess nicht aus. Da alle ihre Gedanken still notieren, entstehen auch keine kollektiven Denkpausen.

Soweit so gut. Doch was, wenn wir bereits gute Ideen zu Projekten und Produkten haben, diese aber noch weiter optimieren und verändern wollen? Hier kommt die Osborn-Methode ins Spiel! Hier werden die Ideen, Projekte oder Produkte anhand eines Fragenkatalogs aus der Osborn-Checkliste verbessert und weiterentwickelt. Die Auseinandersetzung mit dem Thema auf diese Weise erleichtert den Perspektivenwechsel und schafft Raum für einen Innovationsprozess. Beispiel aus der PR könnte sein, dass eine Abteilung in der Kommunikation anders dargestellt werden soll als bisher. Dabei werden die Ansatzpunkte aus der Osborn-Checkliste berücksichtigt. Hier eine verkürzte Variante:

  • Assoziieren: Das Team funktioniert wie ein Fußballteam mit dem Kapitän als Führungskraft.
  • Vergrößern: Die Abteilung und deren Auswirkung mit einem größeren Radius versehen: Marktumfeld im Unternehmenszusammenhang, Beispiele aus anderen Ländern…
  • Verkleinern: Mikrokosmos ist angesagt! Stellen Sie einen Mitarbeiter vor, einen (Arbeits-)Tag in der Abteilung, ein Produkt oder einen Kunden.
  • Ins Gegenteil verkehren: Mitarbeiter erzählen, wie sie mit anderen Abteilungen zusammenarbeiten; Mitarbeiter werden auf der Fahrt zur Arbeit oder  in der Freizeit gezeigt.
  • Anpassen: Mitarbeiter schreiben Beiträge selbst oder der „Kapitän“ stellt seine eigene Abteilung vor.
  • Kombinieren/Vernetzen: Mitarbeiter fotografieren sich bei der Arbeit und kommentieren das oder stellen die Abteilung als Zeitleiste dar.

Ergebnis: Aus dieser Sammlung von Varianten wird eine mögliche finale Idee entschieden und umgesetzt z.B. eine Fotostory im Pinterest oder Facebook-Chronik Look, die einen (Arbeits-)Tag in der Abteilung darstellt.

Und keine Scheu vor, zu wilden Ideen. Denn schon Einstein sagte einst: „Wenn eine Idee am Anfang nicht absurd klingt, dann gibt es keine Hoffnung für sie.“ Mit diesen Worten, viel Spaß & kreativen Erfolg!

 

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