Tauschen, was das Zeug hält: BOOKSHARING bei Convensis

– von Ana-Maria Papara –

Ana-Maria Papara, Manager Marketing

Bin ich eine Leseratte? Ja, ich denke schon. Ich liebe Bücher, und das meiste Geld wird immer für neuen Lesestoff ausgegeben. Obwohl ich dutzende Bücher daheim habe, die nur darauf warten, gelesen zu werden, ertappe ich mich immer wieder beim erneuten Bücherkauf. Kann man den Konsum von Literatur als Sucht bezeichnen? Mein Bücherregal platzt mittlerweile aus alle Nähten und mein schöner blau-brauner Ethno-Teppich bekommt seit einer Weile literarische Unterstützung – Stolperfalle inklusive.

Neulich hat mich ein Bild, das in Berlin auf einer Straße aufgenommen worden ist, auf eine meiner Meinung nach interessante Idee gebracht. Der Titel: „Der Bücherwald“. Bei dem fotografierten Objekt handelt es sich um vier alte, verbundene Baumstämme, in die mit Büchern gefüllte Kästen eingelassen worden sind. Der Clou: Jeder kann hier vorbeischauen, sich mit spannendem Lesestoff versorgen und vielleicht auch „Ausgelesenes“ hineinstellen. Ein Geben und Nehmen von gedruckten Worten – „Booksharing“. Mir war sofort klar, dass auch ich meine alten und treuen literarischen Begleiter mit anderen teilen möchte.

Der Begriff „Sharing“ begegnet uns heutzutage fast in jedem Bereich unseres Lebens. Denn es gibt mittlerweile einige Möglichkeiten, verschiedene Sachen und Dinge zu sharen. Das fängt bei Carsharing an, geht über zu Bikesharing und Urlaub machen wir immer öfter über Couchsurfing. Auch unsere Kühlschränke werden aussortiert oder ausgefüllt mit Hilfe von Foodsharing. Die Sharing-Communities und Internetplattformen schießen wie Pilze aus der Erde. In Stuttgart im Schlosspark kann man bereits Kinderbücher teilen – meine gegen deine.

Aber zurück zu meiner „Idee“ – selbstverständlich habe ich das Booksharing nicht erfunden. Doch Literatur verbindet! So kommt man zu neuen Autoren und Meisterwerken, findet neue Themen und schließt sogar neue „Freundschaften“. Natürlich ist das Büro vielleicht nicht der richtige Ort, um einen Bücherwald zu bauen, dennoch habe ich in unseren Räumlichkeiten eine kleine Ecke gefunden, in der wir einen Booksharing-Bereich eingerichtet haben. Jeder ist dazu eingeladen, alte und neue Literatur dort zu teilen, anstatt sie bei Internetportalen oder Vermarktungsplattformen zu verkaufen. Und wer weiß: Vielleicht wird unser Büro bald ein weiterer Ort, um neue Autoren und literarische Geheimtipps zu entdecken.

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