Champagner oder Cola Teil 2: Praxiserfahrung, Praxiserfahrung und Praxiserfahrung

Beiträge von Praktikanten für (zukünftige) Praktikanten: Hier berichten unsere aktuellen Praktikanten Felix und Jennifer von allen Höhen und hoffentlich nicht allzu vielen Tiefen, die das Praktikantenleben bei Convensis mit sich bringt. Von der Herausforderung der Bewerbung, Einblicken in den Arbeitsalltag über mögliche Stolpersteine bis hin zu den Vorstellungen und Wünschen des „perfekten Praktikums“ wird dabei nichts ausgelassen, was für euch von Interesse sein könnte.

– von Jennifer Zimmermann –

Jennifer Zimmermann, Praktikantin bei Convensis

Praktika sind heute fester Bestandteil von beinahe jedem Studium. Doch möchte man sich für eine Praktikumsstelle bewerben, so stößt man schnell auf erste Probleme: Die meisten Unternehmen setzen erste Erfahrungen in der Branche sowie bereits absolvierte Praktika voraus. So manche haben gar einen Master-Abschluss als Bedingung. Doch wo bleibt der Sinn der Selbstfindung, wenn man sich erst dann selbst finden kann, nachdem man einen Abschluss in einem gewissen Fach hat, das einem womöglich gar nicht liegt? Und woher soll ein Berufseinsteiger/ Student all diese Praxiserfahrung besitzen? Irgendwo muss man doch einmal anfangen und sein allererstes Praktikum, ohne Vorerfahrung, absolvieren. Wer so viel Berufserfahrung besitzt, wie in vielen Stellenausschreibungen gefordert, gehört eher in einen festen Job und nicht in eine Praktikantenstelle – da kommt der Gedanke an billige Arbeitskräfte auf.

Auf gute Noten wird, zumindest in der Medien- und Kommunikationsbranche, eher weniger geachtet. Häufig sind es nur die größeren Unternehmen, die die jeweiligen Noten überhaupt sehen wollen. Also vielleicht etwas weniger Energie in das Studium selbst investieren und nebenher lieber noch einen Job als Werksstudent annehmen, ein paar Weiterbildungen machen, in Projekten mitarbeiten und zusätzliche Fremdsprachen lernen?

Denn diese Dinge scheinen den Unternehmen um Längen wichtiger zu sein. Selbst bei Praktika im Bereich der PR oder des Marketing sollten einem die Programme der Adobe Suite, inklusive Webdesign-Erfahrung, nicht fremd sein. Kurzum: Gesucht wird eine eierlegende Wollmilchsau, deren einziges Defizit die eigenen Selbstzweifel sind, aufgrund derer sie sich nicht traut, eine vollwertige Stelle zu verlangen.

Doch genug der harten Thesen: Natürlich gibt es auch genügend bestausgebildete junge Menschen, die aufgrund der Sparpolitik so mancher Unternehmen weder Arbeitsplatz noch Aufstiegsmöglichkeit nach einem Praktikum bekommen. Schließlich liegt es nicht immer nur an den fehlenden Qualifikationen. Da gibt es auch Unternehmen in Stuttgart, die Absagen verschicken, da der potentielle Praktikant „nur“ für ein halbes Jahr kommen möchte, statt der in dieser Agentur angeblich üblichen zwölf Monate. Doch dazu später mehr…

Und was verlangt nun Convensis? „Überdurchschnittliches Engagement, Interesse für Konsumgüter, Design, kulturelle, politische und gesellschaftliche Themen“ sowie die Fähigkeit, selbstständig arbeiten zu können, Kontaktfreudigkeit und eine gute Allgemeinbildung – alles in allem Dinge, über die man als Berufseinsteiger in der Branche so oder so verfügen sollte. Bereits vorhandene Praxiserfahrung wird nicht vorausgesetzt. Es gibt also auch noch andere Unternehmen, die nicht nur auf den bestmöglichen Profit für sie selbst achten, sondern einem jungen Menschen die Möglichkeit geben, sich durch praktische Mitarbeit einzubringen und neue Kenntnisse und Fähigkeiten zu erlangen – dafür ist ein Praktikum doch schließlich da. Vielen Dank für die Chance!

Hier geht es zum ersten Teil der Reihe „Champagner oder Cola?“

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