Mein Praktikum bei Convensis Teil 1: Champagner oder Cola?

Beiträge von Praktikanten für (zukünftige) Praktikanten: Hier berichten unsere aktuellen Praktikanten Felix und Jennifer von nun an regelmäßig von allen Höhen und hoffentlich nicht allzu vielen Tiefen, die das Praktikantenleben bei Convensis mit sich bringt. Von der Herausforderung der Bewerbung, Einblicken in den Arbeitsalltag über mögliche Stolpersteine bis hin zu den Vorstellungen und Wünschen des „perfekten Praktikums“ wird dabei nichts ausgelassen, was für euch von Interesse sein könnte.

– von Jennifer Zimmermann –

Ich habe ihn gefunden. Bin eine der glücklichen 65,8 Prozent in Deutschland – bisher. Denn einen Praktikumsplatz, vor allem einen guten, zu bekommen, scheint heutzutage ein Privileg zu sein. Ich habe recherchiert, Bewerbungen geschrieben, Gespräche geführt, Dozenten zu Hilfe gezogen, Doktortitel (echte) verwendet, Vorträge gehalten, CEOs meinen Lebenslauf persönlich in die Hand gedrückt, Absagen bekommen, weiter Bewerbungen geschrieben, Bewerberportale verflucht, vergeblich auf Antworten gewartet, Gespräche geführt und letztendlich bin ich bei Convensis gelandet.

Jennifer Zimmermann, seit November 2013 Praktikantin bei Convensis

Bestnoten und ein schnurgerader Lebenslauf nach dem Motto Geburt, Abitur, Studium reichen für einen Praktikumsplatz bei den meisten Arbeitgebern nicht mehr aus. Wer einer der Privilegierten sein möchte, muss, neben Praxiserfahrung, Praxiserfahrung und Praxiserfahrung, schon mehr zu bieten haben. Auslandsaufenthalte, Weiterbildungen, Fremdsprachen, Programmkenntnisse etc., wobei die Soft Skills natürlich auch nicht fehlen dürfen. Anschließend bleibt dann noch das Problem, wie ich es schaffe, aus den 800 anderen Bewerbungen möglichst positiv heraus zu stechen. Stellenausschreibungen für Praktika klingen oftmals genauso, wie solche für Vollzeitstellen. Größter Unterschied: Das Gehalt. Dass Praktikanten oftmals nur gering oder gar nicht entlohnt werden, ist allseits bekannt. Daneben gibt es große deutsche Unternehmen, die anstatt Vollzeit-Angestellter Praktikanten in rauen Mengen, befristet für einzelne Projekte, einstellen. Der Praktikantenreport 2012 des Portals „meinpraktikum.de“, bei dem insgesamt 5.500 Praktika in ganz Deutschland bewertet wurden, deckt weitere Details auf. So arbeiten Praktikanten im Schnitt 7,75 Stunden am Tag und bekommen dafür durchschnittlich 290 Euro im Monat – branchenübergreifend wohlgemerkt. Über ein Drittel der Praktikanten sind dabei unzufrieden. Doch was macht eigentlich ein gutes Praktikum aus? Und wann kann man zufrieden sein mit seinem Arbeitgeber? In meinem Vortrag „Champagner bestellen – Cola bezahlen“ und dem begleitenden E-Book „Der CEO im Mienenfeld oder: Warum Führungskräfte lernen müssen, die Bombe zu lieben“ habe ich mich bereits als Co-Autorin mit der Praktikantensituation in Deutschland auseinander gesetzt.

Nun frage ich mich: Wie ist die Situation bei Convensis? Bin ich Champagner oder Cola – und was erhalte ich im Gegenzug? Ich werde berichten…

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