Kursänderung in der Verlagsbranche

stifte„Die Zeiten ändern sich“, sang vor einiger Zeit nicht nur der Stuttgarter Rapper Cro, auch die Verlagsbranche hat diese Phrase offenbar zum Leitspruch einer neuen Unternehmenskultur erhoben. In immer mehr Medienhäusern werden ganze Redaktionen von heute auf morgen eingestampft, ausgelagert oder umgeschichtet. Längst sind nicht mehr nur die Kleinen betroffen, auch Verlagsgiganten wie Bauer und Burda sind in Aufruhr. Vor kurzem traf es die Moderedaktion des Frauenmagazins Donna, zuvor hatte schon der Jahreszeiten-Verlag die gesamte Besatzung der Petra aufgelöst. Neue Chefredakteurin, neues Konzept, frischer Wind. An die Stelle der internen Redaktion tritt nun die externe Agentur, die mehrere Magazine bündelt. Ein Teil der alten Belegschaft zieht mit, der Rest wird sich neu orientieren müssen.

Übernehmen die Influencer das Ruder?

selfiesWir PR-Berater stellen uns natürlich die Frage, wo das alles hinführen wird. Wird es das klassische Verlagskonstrukt in ein paar Jahren überhaupt noch geben? Der Printbereich hat es schon länger schwer, die Herausforderungen wachsen, die Konkurrenz schläft nicht. Neue Vermarktungsformen müssen her, neue Wege müssen beschritten werden. Die Mediengruppe Funke macht es vor. Und hat sich einflussreiche Blogger und Youtuber als Redakteure ins Boot geholt. In Zusammenarbeit mit elf Fashion-Influencern wurde ein neues Format entwickelt, das Print und Online raffiniert verbindet und den Lesern die Möglichkeit bietet, im Magazin vorgestellte Produkte per App schnell online zu shoppen. Crossmedia rules. Ein passender Name wurde auch schnell gefunden: Selfie’s. So werden auch Zielgruppen wieder abgeholt, die längst ins World Wide Web abgereist waren. Clevere Idee – ob sie sich durchsetzen wird, werden die kommenden Monate zeigen. Ja, die Zeiten ändern sich. Du hattest so recht, Cro!

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