Cupcake zum Geburtstag im Seminar "Psychologie in der PR"

Geburtstagswochenende oder Psychologie in der PR?

Aha, ich werde also manipuliert…

Da ist er, der eine besondere Tag im Jahr, an dem ich und andere eigentlich feiern sollten, dass ich auf dieser Welt Fuß fassen durfte. Mein Geburtstag!

Die harte Realität vs. Geburtstagstraum

Schön hatte ich ihn mir ausgemalt, ein entspanntes Frühstück mit meiner Familie, ein toller Tag mit spannenden Aktivitäten, viel Spaß und natürlich: mit vielen Geschenken! Die Realität sah dann leider doch etwas weniger spannend aus und das Frühstück war auch mehr reingeschlungen, als entspannt verköstigt. Um acht Uhr in der Frühe klopfte es an der Tür und meine Kommilitonin Almut brachte die Realität ins Haus. Das rücksichtsvolle Klopfen konnte nicht darüber hinwegtäuschen, dass  an diesem Wochenende die harte Realität aus meinem – freiwillig ausgesuchten – PR-Wahlpflichtkurs an der FH befand.

–  Ein Gastbeitrag von Saskia Schäfer und Almut Wardin –

Ich kann gar nicht glauben, was ich hier schreibe: freiwillig? Naja, man gönnt sich ja sonst nichts.

Das vielversprechende Thema des Kurses “Psychologie in der PR” konnte das Grauen etwas eindämmen.

Wochenendseminar FH Kiel

So machen wir uns also den dritten Tag in Folge auf den Weg nach Kiel. Immerhin hat der Sonntag ja den Vorteil, dass sich morgens um neun Uhr noch nicht so viele Leute freiwillig auf die Straße bewegen… wo wir wieder beim “freiwillig” wären. Das macht scheinbar jeder für sich anders aus. Nun ja, wir hatten uns ja freiwillig dafür entschieden, doch schon um 7 Uhr aus dem Bett zu hüpfen – lange schlafen kann ja auch jeder!

Zu diesem Zeitpunkt war uns noch nicht bewusst, dass wir scheinbar manipuliert wurden.

Persuasion in Theorie und PR-Praxis

In der FH angekommen, folgte nach einigen Glückwünschen und einem sehr lieben Geburtstagsgruß seitens Frau Hencke auch prompt trockene Theorie. Psychologische Grundlagen, Freud, Bernays, C. G. Jung, um nur einige der Denker zu nennen, denen wir heute viele Erkenntnisse verdanken, welche die wesentliche Grundlage für erfolgreiche Öffentlichkeitsarbeit bilden. Unsere Dozentin verstand es aber, die schwer verdauliche Theorie mit anregenden Beispielen zu bereichern, die in manch einer ausufernden Diskussion endeten.

Das Seminargebäude an der FH Kiel
Seminargebäude FH Kiel

Janas selbstgebackene Cupcakes  und frisch gebrühter Kaffee von Almut machten die Diskussionen aber so richtig gemütlich. Meine mitgebrachten Naschis, der unausgesprochene Auftrag an ein jedes Geburtstagskind, gingen in den ganzen Leckereien ziemlich unter. Hatte schließlich Torge am Vortag Geburtstag und war ebenfalls seiner Wahl-Pflicht nachgekommen – wie vorbildlich wir doch sind.

Es gibt zahlreiche Persuasionsstrategien

Das Wichtigste, was wir aus diesem Wochenende wohl alle mitnehmen, ist, dass die Erzeugung und Manipulation von Emotionen von Individuen unerlässlich sind, um gute PR zu praktizieren.

Herdentrieb oder Gruppenzwang?

Gruppenzwang hat ganz andere Dimensionen, als wir uns vorher schon vorgestellt hatten. Es soll sogar soweit gehen, dass wir innerhalb von Gruppen das Vertrauen in unsere eigenen Kompetenzen verlieren. Soll heißen, wenn die Mehrheit der Gruppe einer anderen Meinung ist, passen wir unsere Meinung in den meisten Fällen an, um nicht als Außenseiter oder “Idiot” dazustehen.

War es also auch eine Art Manipulation, dass ich an meinem Geburtstag nun tatsächlich hier saß, weil vielleicht Torge mich  unbewusst “vorbildlich” dazu nötigte? Warum tranken am Sonntag elf Studenten Kaffee, obwohl es am Samstag nur fünf waren? Wurden sie manipuliert, erlagen sie dem Gruppenzwang? Wir könnten unendlich weiterspinnen und werden dies die nächsten Wochenenden genau beobachten 😉 Ja genau! Wir haben nämlich noch ganze dreimal das Vergnügen!

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