Content Marketing Teil 2: Einblicke in Scompler

blog2In meinem letzten Beitrag habe ich fünf Beiträge von Influencern unserer Branche zum Thema Content Marketing vorgestellt. Die Diskussion um die Bedeutung und den Sinn dieser Methode war in allen Kommunikationsdisziplinen äußerst spannend zu verfolgen, mit vielen lehrreichen, aber auch kritischen Beiträgen. Letztendlich aber basieren alle Content-Marketing-Erfolge auf einer stichhaltigen Strategie. Wie diese Strategie zentral in einer Anwendung geplant, gesteuert und umgesetzt werden kann, stelle ich diese Woche anhand des Programms Scompler vor.

Um Ordnung in das doch sehr schnelllebige Agenturleben zu bringen, vereinen meine Kollegen und ich Stift und Notizblock mit digitalen Hilfsmitteln, wie Evernote oder Trello. Die Kombination zwischen Papier und Programm erleichtert uns die Arbeit ungemein in der Mikroorganisation der alltäglichen Aufgaben und deren Planung. Das Gleiche gilt auch für die Entwicklung des Redaktionsplans und die Strategie unserer Social-Media-Projekte und des Firmen-Blogs.

blog1Die umfassende Übersicht über die Aufgaben und Termine aller Mitarbeiter wird digital mit einer einzelnen, komplexen, für jeden zugänglichen Software gesichert. Die Software EasyJob schätzen wir sehr im Projektmanagement. Warum also nicht auch eine All-In-One-Software für unsere Content-Strategie nutzen? Bisher sind wir eher konservativ vorgegangen und haben ganz klassisch in einer Expertenrunde unsere Blogideen und strategischen Überlegungen auf Papier gebracht und mit einer Textverarbeitung dokumentiert.

Die Maßnahmen und Strategien an sich waren stets an unsere digitale Welt angepasst, nur entsprachen die Tools in der Planung noch klassischen Standards. Es heißt, man soll nichts ändern, was nicht kaputt ist, aber ich habe starkes Interesse an Innovationen und bin technikaffin. Dementsprechend neugierig habe ich mich auf die Suche nach der digitalen Optimierung unserer Bemühungen gemacht.

blog3Nach kurzer Zeit stieß ich auf die Website von Mirko Lange, Entwickler von Scompler und Content-Marketing-Experte. Mit der Content-Management-Software Scompler glaube ich, eine solide Hilfe in der Planung dieser Strategie gefunden zu haben. Die langjährige Erfahrung in Content Marketing und sein Know-How versucht Mirko Lange in Scompler zu vermitteln.

Die umfangreiche Applikation bewältigt nicht nur die Planung der Content-Strategie, sondern packt auch die Content-Erstellung, Steuerung der Beiträge auf Social Media, die Promotion und das Monitoring an. Womöglich ein Alleskönner, oder wird da einem zu viel versprochen? Selber denken wird man allemal müssen, aber ist das Programm eine willkommene Stütze oder komplizierte Ablenkung? Ich habe mir die kostenlose „Scompler One“-Version zum Testen etwas genauer angesehen.

Eine Basis schaffen mit der Planung

„Einführung in den Bereich Content-Strategie in Scompler“ :

Mit der Planung fängt alles an. Ob PR, Event, Facebook-Post, Blogbeitrag oder Tweet, jede unserer Aktivitäten beginnt seit jeher mit einer Strategie-Planung.

Die strukturelle Organisation, Steuerung und Umsetzung dieser Strategie und die Maßnahmen zur Content-Erstellung werden in Scompler in verschiedenen Rubriken umgesetzt. Diese und weitere Inhalte sind in Tabs unterteilt. Das Interface ist dem bereits vertrauter Applikationen ähnlich strukturiert und erlaubt eine intuitive und schnelle Auffassung der Aufgabenbereiche.

Scompler glänzt mit einer ausführlichen Abfrage zur Strategie

Unter dieser Rubrik kommen wir zum Herz von Scompler. Für mich ist das das Besondere, was diese Software von allen anderen digitalen Projektplanern unterscheidet: Scompler bietet eine Schritt-für-Schritt-Anleitung zur akribischen Planung der Content-Strategie.

Der Hauptteil des Strategie-Parts setzt sich mit den Grundsteinen der Content-Strategie auseinander, nämlich der Planung zielgruppenorientierter Content-Erstellung, Maßnahmen zur Reichweitensicherung und Erfolgskontrolle. Der User wird mit konkreten Fragen rund um die Ziele der Inhalte und den Nutzen, den er sich davon verspricht, konfrontiert. Er soll unter anderem angeben, welche Botschaften geplant sind, bis hin zu stilistischen Vorgaben bei der Texterstellung, den Distributionskanälen und Promotionsmöglichkeiten.

Jede Frage zeigt mehrere Parameter, die mit Schlagwörtern oder konkreten Aussagen beantwortet werden können. Hilfreich sind die Erläuterungen zu den einzelnen Parametern oder Links zu weiterführenden Informationen. Diese Tipps erlauben eine schnelle Erfassung der Materie und des geforderten Inputs. Die Vorschläge zu jedem Parameter waren für mich ebenfalls sehr hilfreich und gaben Anreize für eigene Ergänzungen. Diese Hinweise holen den User ab und nehmen mögliche Stolpersteine vorweg.

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In der Strategieansicht lassen sich auch andere Punkte wie Themenfelder, Beitragstypen und Personas bearbeiten. Auch das Produktionsteam und die zugeordneten Rollen können in der Strategieansicht bestimmt werden.

Themenplan: Stories generieren zu verschiedenen Oberthemen

Aus der Vorarbeit der Erstellung einer Content-Strategie wurde eine Basis geschaffen, auf der alle weiteren Planungseinheiten aufbauen können. Bevor Inhalte produziert werden, müssen allerdings zielgruppenorientierte Themen generiert werden, stets mit der Content-Strategie im Hinterkopf. Scompler erlaubt eine Auseinandersetzung und Planung eines Themenplans im nächsten Schritt. Die „Themenplan“-Rubrik von Scompler ermöglicht eine strukturierte und übersichtliche Darstellung geplanter Themenbereiche. Zu jedem Themenbereich können passende Inhalte eingespeist werden. Diese können sofort zu Beiträgen „verwertet“ oder für die Zukunft gesammelt werden.

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Unschlüssig, welche Themen relevant sein könnten? Verlangt die Content-Strategie zum Beispiel die Auseinandersetzung mit aktuellen Themen und eine entsprechend schnelle Reaktion? Mit dem Buzztracker werden Nachrichten zu verschiedenen Themengebieten automatisch kuratiert und für das Brainstorming zur Verfügung gestellt.

Praktisch ist die Möglichkeit, Inhalte direkt in dieser Ansicht zu erstellen. Ad hoc lässt sich bestimmen, auf welchen Kanälen und mit welchem Medium der Inhalt instrumentalisiert werden soll. Selbstverständlich begleiten uns dabei stets unsere erarbeiteten strategischen Überlegungen, sodass wir nie unsere übergeordnete Content-Strategie aus den Augen verlieren. Diese ist aus der Beitragserstellung ersichtlich oder kann mit einem Klick in die vorherige Rubrik wieder aufgerufen werden.

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Beispiel der Beitragsansicht

Redaktionsplan: Überblick über zeitlichen und inhaltlichen Rahmen

Sehr nützlich und unabdingbar bei jeder Content-Projektplanung ist ein umfassender Redaktionsplan. Alle Einzelheiten zu den veröffentlichten und geplanten Beiträgen lassen sich in einer Übersicht darstellen und bei Bedarf ausdrucken. Jedem Beitrag kann noch ein Bearbeitungsstatus zugeordnet werden, um den Fortschritt der Erstellung zu erfassen. Hier lässt sich der produzierte Content auch in einen Freigabeprozess einbringen.

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Kalender: Die Zeit immer im Blick

Einen Überblick über den zeitlichen Rahmen der Posts erhält man in der Kalenderansicht. Der Kalender ist zwar dem anderer ähnlicher Projektplanungssoftware nicht überlegen, bietet jedoch ein solides Interface zur übersichtlichen Darstellung aller geplanten Maßnahmen. Alle Beiträge können je nach Scompler-Ausführung in einer Wochen-, Monats- oder Jahresansicht angezeigt werden und die einzelnen Beiträge lassen sich wie Karteikarten verschieben und modifizieren. Nützlich ist die Möglichkeit, die Beiträge direkt mit dem Content-Management-System oder den Social-Media-Kanälen zu synchronisieren.

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Fazit

Das Programm kann offensichtlich ganz viel, aber das war noch nicht alles. Ist Scompler eine gelungene Alternative zu Papier und Stift, Excel und sonstigen Applikationen? In meinem nächsten Beitrag gehe ich auf die Content-Erstellung in Scompler ein, erläutere die Vor- und Nachteile der Software und gebe mein persönliches Fazit.

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