auto motor und sport Kongress 2016 „Mobilität der Zukunft“

blog1„Erfrischt und gestärkt vom Frühstück mache ich mich auf den Weg zum Geschäftstermin in München. Ich öffne mein Auto mit dem Smartphone, steige ein. Sobald ich die Autobahn erreicht habe, lehne ich mich zurück, überlasse das Fahren meinem Auto und bereite mich auf meinen Geschäftstermin vor. Unterwegs hält mein Auto noch an der Elektrotankstelle, tankt und bezahlt. In München komme ich pünktlich an, übernehme das Steuer und fahre zum Parkhaus. Die anderen Autos sind nicht besonders gut eingeparkt, ich habe nicht viel Spielraum, damit ich  aussteigen kann, ohne ein anderes Fahrzeug zu verkratzen. Ich steige aus, parke das Auto mit Hilfe meines Smartphones ein und gehe ganz entspannt zum Termin.“

Was einem in der Einleitung vielleicht wie ein Märchen vorkommen mag, wird in den nächsten zehn Jahren wohl wahr werden und manches ist bereits heute schon möglich. Dies bestätigen u.a. die Beiträge zum autonomen Fahren, zur Digitalisierung und  E-Mobilität, z. B. von Ola Källenius (Mercedes-Benz), Håkan Samuelsson (Volvo Car Group), Jörg Grotendorst (ZF Friedrichshafen AG) oder Prof. Dr.-Ing. Peter Gutzmer (Schaeffler AG) beim auto motor und sport Kongress „Mobilität der Zukunft“, der am 31. März 2016 in Stuttgart stattfand.

Autonomes Fahren als realistischer Zukunftstrend

blog2Worüber sich alle Redner einig waren, war die Bedeutung des Themas „autonomes Fahren“ in den nächsten fünf Jahren. Auf den Autobahnen wird es möglich sein, während der Autofahrt die Führung dem Fahrzeug selbst zu übergeben, um sich der Arbeit am Tablet, Smartphone oder den Mitfahrern widmen zu können und danach das Fahren wieder zu übernehmen. Auf dem von Continental zur Verfügung gestellten Portal „2025ad“ erfährt man Vieles zum Thema autonomes Fahren.

Das Auto als Medium begreifen

Das Automobil soll zu einem Medium werden, das mit der Straße, den anderen Fahrzeugen und dem  Fahrer kommuniziert. Die A9 wird sich in den nächsten Jahren in ein Testfeld der Innovationen verwandeln, auf dem die Übertragungsmöglichkeiten zwischen dem Fahrzeug und der Straße und  den Fahrzeugen untereinander erprobt werden. Es soll möglich werden, dass die Fahrer vor Hindernissen, wie Glatteis, Nässe oder Gegenständen auf der Fahrbahn frühzeitig gewarnt werden.

Durch das autonome Fahren wollen die Autoindustrie und die Wirtschaft der hohen Anzahl der Toten bei  Autounfällen auf der ganzen Welt entgegenwirken. Die Entwicklung der Radar-/ Laser- und Sicherheitstechnologien soll ein intelligentes System der Kommunikation zwischen dem Fahrer und dem Fahrzeug schaffen. Bei dem nachfolgenden Link von Mercedes-Benz kann man sich das  Auto der Zukunft bereits anschauen und mehr über die Studie erfahren.

Was tut sich im Bereich der Elektromobilität?

blog3Die Autoindustrie und Automobilzulieferer arbeiten weiter an der Elektrifizierung der Fahrzeugantriebe, um die CO2-Emissionen zu verringern.  Es werden Hybrid- und reine Elektroantriebe und Plug-in-Hybride entwickelt und gebaut. In den Städten und auch auf dem Land wird nach verschiedenen Vernetzungsoptionen gesucht. Es entstehen immer mehr Kombinationsmöglichkeiten, sich fortzubewegen, sei es mit der Bahn, dem Bus, auf dem Fahrrad, mit Pedelecs (Elektrofahrräder), CarSharing oder Fahrgemeinschaften. Dass das Fahrradfahren stark von den Wetterbedingungen abhängig ist, wissen wir alle. Die Schaeffler AG hat darum auf dem Kongress den neuen Bio Hybrid vorgestellt, der das elektrische Fahrradfahren mit Dach auf vier Rädern ermöglicht.

Der mobile Mensch der Zukunft

Und, wo bleibt zuletzt der Mensch selbst? Die zukünftige Mobilität bringt nicht nur neue Chancen und eröffnet neue Wege, sich fortzubewegen, sondern auch viele Fragen mit sich. An dieser Stelle zeigt sich, wie wichtig es ist, über die nahe Zukunft zu sprechen, die Veränderungen in der städtischen,  ländlichen und autonomen Mobilität mit sich bringt. Wir dürfen also gespannt sein, was sich alles in der nächsten Zeit beim „Mobilsein“ verändern wird.

Bei dem Thema Mobilität der Zukunft geht es nicht um einen Autohersteller oder einen Automobilzulieferer, es geht darum, dass sich alle Beteiligten (auch Politiker, IT-Fachleute, Wirtschaft) an einen Tisch setzen, ein gemeinsames Konzept entwickeln und dabei nicht vergessen, die Menschen dort abzuholen, wo sie sich befinden. Das autonome Fahren schreckt noch viele Menschen ab. Dieses Thema ist für sie mit vielen Fragen und Sorgen verbunden. Umso wichtiger ist es, einen Weg der Kommunikation zu entwickeln, durch den alle erreicht werden. Es bleibt spannend!

Wie ist Deine Meinung zum Thema Mobilität der Zukunft? Diskutiert mit uns in den Kommentaren.

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