Convensis prüft: Trainee sagt aus

road-sign-798177_1920Convensis hat uns Trainees zu einer Zwischenprüfung gerufen. Meine Gedanken in der Vorbereitungszeit und meine Verfassung nach der Klausur habe ich im folgenden Beitrag festgehalten.

– von Latoya Riley –

Zwei Wochen vor der Prüfung…

Als uns Wochen vor diesem Tag verkündet worden ist, dass wir Trainees uns einer Prüfung unterziehen werden zum Thema PR und Co., war ich zunächst unbesorgt. Ich bin schließlich seit knapp einem Jahr in der Agentur und beherrsche die Grundlagen der PR. Fünf Tage die Woche, acht Stunden am Tag, dreht sich meine Welt um die Kommunikationsbranche und darum, wie ich meine Kunden in die Medien bringen kann. Also wird mir wohl eine schriftliche Bestätigung meiner Fähigkeiten doch keine Angst machen. Wird schon nichts schiefgehen, oder?

Eine Woche vor der Prüfung…

Die Zeit verstrich und die Tage zwischen mir und der Klausur wurden immer weniger. So langsam aber sicher musste ich mich hinsetzen und was lernen. So sicher ich mir über meine Kompetenzen als Junior-PR-Managerin bin, die Theorie musste ich nochmal auffrischen. Neben unserem alltäglichen Geschäft sollte nämlich das Wissen aus unseren Weiterbildungen und der Inhalt eines PR-Buches Gegenstand unserer Prüfung sein. Auch Namen und Zahlen aus der Medienwelt sollte ich können, sodass keinen Weg aus der Lernerei führte.

werkzeugeDrei Tage vor der Prüfung…

Kaum hatte ich etwas in unserem PR-Wiki und dem Praxishandbuch der PR gestöbert, wurde mir bewusst, wie viel PR-Wissen ich noch vertiefen könnte. Auch abgesehen von der bevorstehenden Prüfung wäre es nicht von Nachteil, sich immer wieder mit einem PR-Thema auseinanderzusetzen. Ich nutze im Arbeitsalltag nicht stets alle Tools der PR. Es steht zum Beispiel – und zum Glück – nicht jede Woche die Aufgabe einer Krisenbewältigung an. Immer für den Fall gewappnet zu sein, heißt aber auch, seine „Tool-Box“ immer zu pflegen. Stets alle Instrumente der PR in Reih und Glied zu haben, jederzeit einsatzbereit.

Also anstatt mich kirre zu machen, ob ich eine Frage beantworten kann oder nicht, wandelt sich meine Einstellung. Die Klausur ist keine Falle oder potentielle schriftliche Fahrt ins Verderben. Vielmehr ist sie ein Mittel, um mögliche Lücken meines PR-Wissens aufzudecken. Welche Instrumente müssen neu geordnet werden oder fehlen sogar? Wo liegen meine Stärken – und wo meine Schwächen?

Auch die schriftliche Auseinandersetzung mit den Problemstellungen der PR wird eine gute Übung sein. Unter Zeitdruck meine Kenntnisse klar und deutlich zu formulieren war nie eine Stärke von mir. Ich meine, nach einem Jahr in einer Kommunikationsagentur wird sich das wohl verändert haben. Oder Pustekuchen? Dazu ist die Prüfung ja da. Ob und inwieweit ich mich in dieser Beziehung entwickelt habe, werde ich nach der Klausur erfahren und besser einschätzen können.

Ein Tag vor der Prüfung…

Klausuren sehe ich gerne als Herausforderung an und bin schon die Tage, Stunden und Minuten vor Ansicht der ersten Frage gespannt. Werde ich doch bei jeder zweiten Frage passen müssen, die Zeit falsch einkalkulieren oder gar ein vernichtendes Blackout erleiden? Ich muss zugeben, auch wenn ich nach einem Jahr „learning on the job“ mich durchaus kompetent fühle, was die PR angeht, bin ich schon etwas aufgeregt einen Abend vor der Prüfung.

stiftWährend der Prüfung…

Mein linker Nachbar knabbert fiebrig an seiner nussigen Nervennahrung, rechts von mir greift der Doktor nachdenklich an seine Stirn und schräg gegenüber notiert Germany’s Next Top Model in aller Seelenruhe das Wichtigste zu Frage 3. Und ich? Ich sehne mich zurück an mein fotografisches Gedächtnis aus der Studienzeit und frage mich, warum wir die telepathische Kommunikation nie behandelt haben. Aber da muss ich jetzt durch.

Unmittelbar nach der Prüfung…

Puh, das hätten wir. Die Prüfung war gut aufgeteilt in Themen- und Anwendungsfragen rund um die PR. Wie erwartet, wurden unter anderem Definitionen, Namen und mein Verständnis von den Funktionen eines PR-Beraters abgefragt. Innerhalb von zwei Stunden habe ich mit gutem Gewissen 25 der 28 Fragen beantworten können – gar nicht so schlecht. Wie beruhigt mein Gewissen tatsächlich sein darf, erfahre ich aber erst in der kommenden Woche…

ErfolgNach der Korrektur…

Und, wie verlief die Prüfung? Habe ich meine Teamleitung und Arbeitskollegen stolz gemacht, oder muss ich mich die nächsten Tage in die Ecke verkriechen, bis Gras drüber wächst? Nach einem Jahr des Volontär-Daseins kann ich mit Glück behaupten, die Zwischenprüfung meiner Ausbildung bestanden zu haben. Wie gut bestanden? Haja, der Schwab in mir neigt zur Bescheidenheit, also nur kurz dazu: Isch gar ned so schlecht gwä.

Gegenüber Prüfungen werde ich wohl mein Leben lang eine gesunde Abneigung hegen, dennoch haben sie ihren Sinn. Prüfungen halten mich davon ab, ein allzu unrealistisches Bild meiner Jetzt-Situation und meiner Fähigkeiten zu haben. Ich weiß viel, aber immer noch nicht genug, um mich als PR-Guru oder Profi zu bezeichnen. Aber, und hier ist der Clue: Was dazu noch fehlt, um an diesen Punkt zu kommen, ist jetzt etwas klarer. Ich will nicht stehen bleiben, sondern weiter an meinen Kenntnissen und meinen Kompetenzen arbeiten. Bis zur nächsten Klausur gehe ich mit bestem Gewissen und allen Tools der PR der Bewältigung der Prüfungen meines Alltags weiter nach. Denn ich will in der Kommunikationsbranche mit Bestnoten bestehen.

Zukunft

 

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