Wir unterstützen die GPRA-Traineestandards

Gestern wurden die Traineestandards der GPRA veröffentlicht. Wir finden diese für die Branche wegweisend und waren als GPRA-Mitglied  auch an deren Formulierung beteiligt. Denn nur durch eine fundierte Ausbildung des PR-Nachwuchses kann das Niveau, für das die 37 Mitglieder der GPRA stehen, auch langfristig gesichert werden. Hier wollen wir kurz darlegen, wie wir die verschiedenen Aspekte mit Leben füllen.

– von Susanne Hencke –

  1. Dauer eines PR-Traineeships

Für uns ist es sehr wichtig, dass es endlich einen einheitlichen zeitlichen Rahmen von 12 bis 18 Monaten für Volontariate/ Traineeships gibt. Häufig bewerben sich bei uns Junior-Manager, die nur ein 3- bis 6-monatiges Volontariat vorweisen. Wir haben uns schon immer gefragt, wie in diesem Zeitraum eine umfassende PR- und Beratungskompetenz aufgebaut werden kann. Deshalb dauern unsere Traineeships seit jeher 18 Monate, früher sogar zwei Jahre. In dieser Zeit können wir unsere Trainees, neben den vielfältigen Verpflichtungen für unsere Kunden, zuverlässig und fundiert in die unterschiedlichen Aufgabenfelder der Kommunikation einführen und über mindestens einen Jahreszyklus Abhängigkeiten im Projektmanagement in der Praxis erfahrbar machen.

  1. Inhalte einer fundierten PR-Ausbildung

Natürlich reicht die Ausbildung über eineinhalb Jahre nicht, um zum „vollständigen“ Berater zu reifen. Aber die Zeit ist wichtig, um eine Basis dafür zu legen und sich sowohl praktisch in das Handwerk einzuarbeiten als auch, um sich vertiefte Branchenkenntnisse zu erwerben, die ein Berater für seine täglichen Aufgaben rund um das Netzwerken unabdinglich braucht.

Mentoring als Bestandteil der PR-Ausbildung

Mentoring im PR-Alltag

In dieser Zeit wenden die Trainees bei uns, in enger Begleitung durch einen Mentor, direkt im professionellen Kundenkontakt die wichtigsten Aspekte der Kundenberatung an, sie setzen die erlernten Instrumente der Kommunikation kanalübergreifend operativ um und gehen in den direkten Kontakt mit Influencern. Sie lernen, sich selbst und Dienstleister zu organisieren und arbeiten eng in einem Team zusammen. So bewegen sie sich mit zunehmender Sicherheit durch unsere 10-stufige Clusterkommunikation, die die Basis unserer Arbeit ist und den kompletten Kommunikationsprozess umfasst.

  1. Rahmenbedingungen

Grundlage unseres Traineeships ist schon seit Jahren ein Ausbildungsplan, der das Ausbildungsziel definiert und den allgemeinen Rahmen absteckt, was der Trainee an Ausbildungsmethodik und -inhalten erwarten kann. Da wir über 18 Monate keine festen zeitlichen Zyklen abstecken können und uns hier nach den Erfordernissen des Tagesgeschäfts richten müssen, werden v.a. externe Seminare immer bedarfs- und situationsorientiert im Laufe des Traineeships vereinbart.

Weiterbildung in der PRFundierte Aus- und Weiterbildung

Zugegebenermaßen machen die externen Angebote nur einen kleinen Teil unseres Weiterbildungsprogramms aus. Dafür gibt es aber zu Beginn eines jeden Kalenderjahres einen ausgearbeiteten Weiterbildungsplan für unsere internen Veranstaltungen. Und diese sind, darauf sind wir stolz, sehr vielfältig und haben einen beachtlichen Umfang. Convensis begreift sich nämlich als „lernende Organisation“, in der jedes Mitglied zur Weiterentwicklung der anderen beitragen kann. Daher geben unsere Seniors ihre Erfahrung und ihr Wissen an die weniger Geübten weiter, Trainees und Berufsanfänger hingegen geben Input in Grundlagen und Trends, um sich in großer Runde darüber auszutauschen, aber auch, um die Präsentation vor und die Moderation von Gruppen zu üben und so z. B. ihre Beratungskompetenz auszubauen.

Verschiedene Ebenen der Weiterbildung

In unserem prämierten Weiterbildungsprogramm setzen wir auf ganzheitliche Fortbildung. Selbstverständlich umfasst die Grundausbildung die Vermittlung der wichtigsten Grundlagen und der handwerklichen Fertigkeiten der PR von der strategischen Planung und klassischen wie modernen Instrumenten der Kommunikation, wobei die Digitalisierung einen immer größeren Part einnimmt, bis hin zum professionellen Monitoring und Kommunikationscontrolling. Für die Basisschulungen treffen sich die Trainees in mehreren Tagesseminaren, teamübergreifende Veranstaltungen sind monatlich geplant. Im zyklisch stattfindenden Englisch-Coaching vertiefen alle Mitarbeiter, je nach Einstiegslevel, ihre Fremdsprachenkenntnisse.

Alterssimulationsanzug GERTBeratungskompetenz fußt auf Selbsterkenntnis

Neben regelmäßigen fachlichen und methodischen Veranstaltungen gibt es die Möglichkeit, sich auch persönlich weiterzuentwickeln. Ob bei einer Stil- und Farbberatung, einer Einführung in verschiedene Persönlichkeitsmodelle oder einem Abend zu „Schlagfertigkeit“ – Beratungskompetenz begründet sich für uns auch darin, sich selbst und seine eignen Facetten möglichst gut zu kennen. Darüber hinaus veranstalten wir verschiedene Teamevents und in unserem besonderen Schmankerl, dem „Blick über den Tellerrand“, entdecken wir immer wieder Neues. 2015 waren wir z. B. bei einem Golfkurs oder haben mit dem Alterssimulationsanzug GERT experimentiert, wie dynamisch man im Alter noch Treppen steigen kann.

Rückmeldung ermöglicht Entwicklung

Zudem führen wir regelmäßige Feedbackgespräche, in denen die fachliche, methodische wie persönliche Weiterentwicklung reflektiert wird. Sie finden bei uns quartalsweise zwischen Trainee, Mentor, Personalabteilung und CEO statt. Wir haben die Erfahrung gemacht, dass diese Gespräche für alle Beteiligten sehr wichtig sind, um Selbst- und Fremdeinschätzung miteinander in Einklang zu bringen und um Korrekturen in der Arbeitsweise, dem persönlichen Verhalten oder der Leistungsqualität vornehmen zu können. Dabei wird bei uns auch offen über Stärken des Trainees und mögliche Schwachpunkte gesprochen.

Eine firmeninterne Zwischenprüfung gibt den Trainees darüber hinaus eine Orientierung über ihr theoretisches Wissen.

_I7R0283Mitarbeiterorientierte Führung

Bereits frühzeitig versuchen wir, unsere PR-Auszubildenden fachlich dort einzusetzen, wo sie sich sicher fühlen und sie gleichzeitig intensiv bei den Aufgaben zu unterstützen, bei denen sie Hilfe brauchen. Und auch mittelfristig behält der Mentor immer im Auge, welche Weiterbildung für den Trainee infrage kommen könnte oder wichtig wäre, um das Ausbildungsziel zu erreichen.

  1. Vergütung

Was ist ein „angemessenes“ Gehalt, was können wir (uns) leisten, was braucht ein Berufsanfänger zum Leben? Wir halten uns an den verabredeten Rahmen von mindestens 1.600 €. Dabei wissen wir, dass man damit „keine großen Sprünge“ machen kann. Doch es gehört zum Ausbildungsinhalt, zu lernen, betriebswirtschaftlich zu denken. Und dies beinhaltet eben auch, dass man versteht, wie sich Preise/ Gehalt und Leistungen zusammensetzen und vereinbaren lassen. Und deshalb rechnen wir eben auch unsere vielen Benefits ein, die ein Trainee bei uns „ganz nebenbei“ genießt und vielleicht auch für selbstverständlich hält. Was sie aber nicht sind, wie die Traineestandards zeigen.

Deshalb halten wir die Traineestandards für unbedingt nötig für die gesamte PR-Branche. Wir stehen voll und ganz hinter den Standards und freuen uns, jetzt endlich mit unseren GPRA-Partneragenturen von einem gemeinsamen Level ausgehen zu können.

 

 

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