Das Convensis-Blog-ABC

BlogparadeGerade habe ich erst den Aufruf für die Blogparade zum #blogabc von Burkard Asmuth gefunden. Und heute ist schon Einsendeschluss! Also schnell ran, ich finde das Thema sehr spannend und Blogparaden sowieso. Hier also mein persönliches Blog-ABC, in dem ich am Alphabet entlang beschreibe, was mir oder uns bei Convensis beim Bloggen wichtig ist, welche Aspekte beachtenswert wären und welche Begriffe uns ggf. immer wieder begegnen.

– von Susanne Hencke –

Gerade habe ich erst den Aufruf für die Blogparade zum #blogabc von Burkard Asmuth gefunden. Und morgen ist schon Einsendeschluss! Also schnell ran, ich finde das Thema sehr spannend und Blogparaden sowieso. Hier also mein persönliches Blog-ABC, in dem ich am Alphabet entlang beschreibe, was mir oder uns bei Convensis beim Bloggen wichtig ist, welche Aspekte beachtenswert wären und welche Begriffe uns ggf. immer wieder begegnen:

Aufhänger – Ich weiß nicht, wie es Euch geht, aber ich möchte wissen, warum jemand einen Blogbeitrag schreibt. Sonst werden die Beiträge beliebig, ohne Zusammenhang. Deshalb wünsche ich mir einen Aufhänger, eine Idee, welche Geschichte hinter dem Beitrag steckt. Persönliche Betroffenheit, der Wunsch nach Erfahrungsaustausch, das Bedürfnis, sich anderen mitzuteilen, oder, oder, oder. Ich möchte wissen, was den Autor umtreibt zu einem Thema.

Blogparade – Eine Blogparade ist ja der Gegenstand dieses Beitrags. Dabei ruft ein Blogger andere in einem Blogbeitrag dazu auf, zu einem bestimmten Thema Stellung zu nehmen. Innerhalb einer vorgegebenen Zeitspanne sammeln sich so ganz unterschiedliche Sichtweisen, Meinungen und Erfahrungen.
Und das ist genau das spannende für mich. Erstens finde ich ganz viele Beiträge zu einem Thema ohne langes Suchen und es macht Spaß, sich seine eigenen Gedanken dazu zu machen. Zweitens liest man von Bloggern, auf die man vielleicht so nie gekommen wäre.

Convensis-Blog – Wir schreiben auf unserem Convensis-Blog über alles, was uns bewegt: Fachlich/ Inhaltliches über PR, Insights über unser Team, Erfahrungsberichte und über Dinge, die wir gelernt haben. Dabei möchten wir uns austauschen mit unseren Lesern über ihre Meinung zu aktuellen Themen der PR oder der Gesellschaft. Wir schreiben im Team, d. h. jedes Teammitglied trägt Inhalte dazu bei, jeder nach Neigung und Qualifikation.

Disziplin in der Realisierung eines BlogsDisziplin – Durchhaltevermögen hilft beim Bloggen. Gegen Schreibblockaden und kreative Durststrecken helfen Redaktionspläne und Ideensammlungen (s.u.). Doch nur Disziplin hilft, diese auch konsequent umzusetzen.

Erfahrung – Im Laufe unseres Blogs haben wir zahlreiche Erfahrungen gesammelt, was unsere Strategie, unseren Redaktionsplan und unseren „Blogalltag“ angeht. Im Austausch mit anderen Bloggern haben wir gelernt, dass dies dazu gehört und auch langfristig immer so bleibt. Weil wir natürlich lebenslang lernen, aber vor allem auch, weil sich die digitale Welt ständig verändert und uns vor neue Fragen und Herausforderungen stellt.

Fotos  – Um einen Blogbeitrag visuell aufzuwerten sind Bilder sehr wichtig. Wir leben in einer visuell orientierten Welt und Leser werden durch schöne Bilder angezogen, aber Geschichten werden dadurch auch einprägsamer und besser verständlich. Allerdings sollte auf urheberrechtlich geschützte Bilder geachtet werden. Es gibt einige Seiten, auf denen kostengünstig schöne Bilder herunter geladen werden können, ohne Urheberrechte zu verletzen.

Guidelines – Wir bloggen im Team. Deshalb war es von Beginn an wichtig, uns auf eine gemeinsame Vorgehensweise zu committen. Gerade Anfängern helfen Guidelines, an denen man sich orientieren kann. In unseren Guidelines definieren wir, wie lang ein Beitrag sein sollte, wer die Zielgruppe ist (s.u.), wie sie angesprochen werden soll und welche Regeln zu Verlinkungen, Bildern etc. wir beachtet wissen möchten.

Humor in der PRHumor – Ist für mich ein wichtiger Bestandteil von Blogs. Humor ist natürlich Geschmackssache. Und es kann relativ schnell peinlich werden, wenn der Witz beim Leser nicht ankommt. Dennoch finde ich es wunderbar, wenn es ein Autor versteht, Themen humoristisch zu unterlegen und damit Information mit Unterhaltung zu verbinden.

BloglineIdeensammlung – Natürlich kennen auch wir im Team kreative Flauten hinsichtlich spannender Blogthemen. Gut, dass wir dann auch unsere Ideensammlung zurückgreifen können. Wir haben dafür eine Blogline (Eine Wäscheleine, an die jeder seine Ideen hängen kann), eine andere Möglichkeit wäre eine Schale im Büro, in der jede und jeder einfach ein Zettelchen mit einer Idee wirft. Ob daraus jemals ein Blogbeitrag wird, ist für uns zweitrangig. Vielmehr möchten wir möglichst viele verschiedene Themen sammeln, aus der dann vielleicht noch weitere Ideen entspringen. Und im Notfall greift man einfach in die Sammlung und widmet sich dem gezogenen Thema.

Journalismus – Eigentlich ist ein Blog ja nichts anderes als Online-Journalismus. Deshalb sollte jeder Blogger sich mindestens mit den Grundformen des Journalismus befasst und einmal dessen Stilmittel für sich ausprobiert haben. Darüber hinaus sollten sich m.E. Blogger eigentlich auch den ethischen Grundprinzipien des Journalismus verpflichten, die sich mit Recherchesorgfalt, Trennung von Werbung und Journalismus und 14 anderen interessanten Aspekten professionellen Schreibens befassen.

Kommentar – Für mich ist die Erzeugung von Kommentaren die Königsdisziplin beim Bloggen. Wir haben zwar eine rege Leserschaft, aber es fällt uns schwer, Kommentare zu erzeugen. Dabei wünschen wir uns durchaus einen regen Austausch. Statt also vor sich hin zu schreiben, ohne in den Austausch zu gehen, stellt sich deshalb beim Bloggen auch immer ein wenig die Frage, wie ich dazu anregen kann, meine Beiträge zu kommentieren.
Und natürlich sollte man auch bei anderen fleißig kommentieren, Austausch passiert ja immer an verschiedenen Stellen….

Do it with passion or not at all
Passion. Quelle: www.formart-kunstdrucke.de

Leidenschaft – Leidenschaft ist neben der Disziplin die zweite Grundvoraussetzung. Wer bloggt, sollte für sein Thema brennen, sollte es aus immer neuen Blickwinkeln betrachten und gerne anderen darüber erzählen wollen. Nur wer diese Leidenschaft in sich trägt, kann sie auch über den Blog transportieren und andere für die eigenen Themen begeistern (und Kommentare erzeugen, s.o.)

Mehrwert – Liest man ja immer wieder, dass ein Blog diesen bieten sollte… 😉

Neugier – … auf verschiedene Themen erleichtert das Bloggen sehr. Jeder, der gerne hinter das Offensichtliche schauen mag, der sich für Details interessiert oder sich leicht begeistern lässt von Neuheiten, hat immer wieder etwas zu erzählen. Was natürlich die Ideensammlung und Themenfindung enorm erleichtert. Außerdem fördert Neugier den Austausch mit anderen, weil die sie einen immer wieder auch auf neue Blogs treibt und zu neuen Themen.

OriginalitätOriginalität – Ja, ich schreibe hier den vermutlich 50. Post zum gleichen Thema. Gottseidank wurde ich aber auch dazu aufgefordert. Normalerweise finde ich nichts öder, als immer die gleiche Soße zu einem Thema zu lesen. Natürlich überschneiden sich manchmal Informationen zu einem Thema. Aber muss auch der 30. Blogger „10 Tipps zu Deinem Content-Marketing“ veröffentlichen und man hat eigentlich das Gefühl, dass alle voneinander abgeschrieben haben? Wir finden, da geht dann doch eher Qualität über Quantität. Und Originalität hat m.E. auch damit zu tun, einmal abseits des Mainstreams zu denken (s. Querdenker).

Planung  – „Gut geplant ist halb gebaut“, sagt der Architekt. Gleiches gilt für eine ordentliche Social Media-Planung. Bevor ein Blog begonnen wird, sollte eine Jahres-, Monats-, und Wochenplanung sicherstellen, dass Beiträge langfristig geplant werden können, wenn sie eine fundierte Vorbereitung benötigen, während auch Zeitpuffer für aktuelle Themen einberechnet werden können. Eine übersichtliche Planung erleichtert die Ideenfindung. Auch können dadurch frühzeitig Gastbeiträge oder Unterstützung initiiert werden. Serien lassen sich besser vorbereiten. Unvorhersehbarkeiten lassen sich leichter integrieren.

Querdenker – Manchmal wünsche ich mir mehr Meinung in Blogs. Oft wird das ja vermieden, um einen Shitstorm zu vermeiden oder potentiellen Kunden/ Partnern nicht auf die Füße zu treten. Eher neutral wird dann über einen Gegenstand berichtet und durch eher seichte Meinungsäußerungen gewürzt. Es bietet sich auch nicht bei jedem Thema an, deutlich und vielleicht auch einmal gegen den Mainstream Stellung zu beziehen. Unseres Erachtens aber zeigt sich Kompetenz auch durch klare Stellungnahmen.

Regelmäßigkeit – Ja zu regelmäßigen Blogs! Wir finden, dass es für den Leser einfacher ist, wenn regelmäßig gebloggt wird. Damit ist keine zwingend enge Frequenz gemeint, aber es ist schon einfacher im Gedächtnis des Lesers zu bleiben, wenn die Zyklen relativ kurz sind. Für den Blogger ist es ebenfalls einfacher, denn „man bleibt dran“ und der Blogbeitrag im Aufmerksamkeitsfeld. Dadurch stellt sich im Redaktionsplan (s.u.) ein Rhythmus ein von Schreiben, Lektorieren, Kommentare beantworten, Schreiben etc.

Serien im PR-BlogSerien – Über SEO wurde schon von einigen in dieser Blogparade geschrieben, deshalb widme ich den Serien im Blog. Ich mag Serien, die überschaubar sind. 3-4 Beiträge zu einer Materie. Sauber recherchiert, strukturiert und vertieft. Das bindet Leser, ermöglicht es, auf Kommentare einzugehen und schafft kreative Freiräume in der Gestaltung.

Titel – Das wird für niemanden ein Geheimnis sein: eine griffige Headline fängt den flüchtigen Leser und weckt Neugierde. Natürlich sollte im Titel nicht versprochen werden, was später im Text nicht gehalten wird. Das turnt eher ab und beim nächsten Mal klickt man weiter.

Usability – Die Nutzerfreundlichkeit spielt nicht nur aus SEO-Sicht eine große Rolle. Eine übersichtliche, intuitive Menüführung schreckt den neuen Follower nicht schon zu Beginn ab, eine übersichtliche Struktur und Gestaltung des Blogs erfreut Auge und Gehirn. Auch ein Beitrag ist nutzerfreundlich in Abschnitte mit Unterüberschriften gegliedert und durch Bilder (s.o.) aufgelockert.

Verlinkungen – Sind das Salz in der Suppe. Sie zeigen, dass man sich auch auf anderen Seiten informiert und ermöglicht es dem Leser, sich weitergehend zu informieren. Verlinkungen sind ein wichtiges Mittel der Vernetzung und zahlen nicht unerheblich auf die SEO ein.

W-Wörter – Wenn nichts mehr hilft, helfen die W-Wörter.

X-medial – Was soll „Crossmedial“ in einem Blogbeitrag heißen? Ist das Medium nicht schon festgelegt? Mitnichten. Heutzutage gehört es einfach zu einem Blog, andere Kanäle mit einzubinden, wie Twitter, Facebook oder Youtube.

Yin-Yang als Spannungsprinzip eines BlogsYin&Yang – Klingt vielleicht ein wenig hochtrabend, aber letztendlich geht es auch in einem Blog um Spannungsfelder wie im Yin-Yang-Prinzip. Ein guter Blog bewegt sich zwischen Ernst und Humor (s.o.), bedient das Bedürfnis nach Informationen genauso wie das nach Unterhaltung. Mal ist ein Blogbeitrag länger und hat eine inhaltliche Tiefe, ein anderer Beitrag kann sehr kurz sein und ein Thema nur „anteasern“. Die Mischung macht einen Blog spannend und regt den Leser an, immer wieder vorbeizuschauen.

Zielgruppe – Viele Blogs haben nur eine klar definierte Zielgruppe. Manche aber, wie unser Convensis-Blog, richten sich an sehr unterschiedliche Leser. In beiden Fällen ist es wichtig, sich direkt an die Zielgruppe zu wenden. Die Sprache und der Stil variieren je nach Ansprechpartner. Die Fragen, die ich stellen oder beantworten muss sind unterschiedlich und Form und Struktur sollten angepasst sein.

Habe ich etwas vergessen? Vielleicht findet ihr es unter den Beiträgen der Blogparade oder ihr schreibt uns in den Kommentaren.

 

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