Verwendung von Twitter-Listen in der PR

twitter-793050_1280Ich liebe Listen. Ranglisten, To-Do-Listen, Inventurlisten oder Wunschlisten. Was sich in eine Liste packen lässt, liste ich auch auf. Neuerdings kenne ich auch die Twitter-Listen. Nie gehört? Nun, wie ich erfahren habe, gibt es gibt sie bereits seit 2009, mir hat sie aber bisher noch niemand ans Herz gelegt. Erst bei einer der letzten Mercedes Benz Social Media Nights in Stuttgart habe ich davon gehört und natürlich sofort nachgeforscht. Nur wenige nutzen sie bisher, was mich mit immer größerem Tweet-Aufkommen sehr überrascht. Denn wie viele andere Listen auch, können die Twitter-Listen sehr praktisch sein.

– Von Susanne Hencke –

Wofür braucht man Twitter-Listen?

Da auf Twitter bekanntermaßen keine Vorauswahl (wie bei Facebook) getroffen wird, also alle Tweets im Feed chronologisch auftauchen, kann dieser mitunter sehr lang und unübersichtlich werden. Dann können Twitter-Listen helfen, Themen, Follower oder Gefolgte zu gruppieren. Man kann beliebig viele Listen nach ganz individuellen Kriterien zusammenstellen. Dies kann z. B. nützlich sein, wenn man sich über verschiedene Themen auf Twitter informiert und diese jeweils en bloc lesen möchte. Gerade wenn man vielen Profilen folgt, kann das wertvoll sein, um den Überblick im Feed nicht zu verlieren. Spannend ist in diesem Zusammenhang auch, dass man einem Nutzer nicht folgen muss, um ihn in eine Liste aufzunehmen.

twitterFirmen-Accounts können auf diese Weise zum Beispiel alle ihre twitternden Mitarbeiter in einem Stream bündeln. Andere werden vielleicht die ihrer Meinung nach kompetentesten IT-Profis auf Twitter zu Schau stellen. Wieder andere stellen ihren persönlichen News-Kanal zusammen, der die Tweets sämtlicher lesenswerter Medien zeigt.

Interessant sind Listen auch dann, wenn man nur über einen bestimmten Zeitraum Informationen zu einem Thema verfolgen möchte. Denn entweder kann man danach die Listen mit einem Klick löschen und den Info-Feed ausschalten, oder man ignoriert die Liste, bis die Informationen wieder interessant werden.

Keine Gruppe á la Whatsapp

Twitter-Listen sind keine Gruppen, vergleichbar mit Whatsapp. Über sie kann man nur Tweets lesen. Das Senden von direkten Tweets, die an alle Mitglieder einer Liste gesendet und auch nur von diesen empfangen werden, ist nicht möglich.

So erstellst Du eine Liste:

  1. Gehe auf die Seite Listen. Dahin kommst Du über das Dropdown-Menü mit dem Profil-Symbol rechts oben in der Navigationsleiste. Alternativ kannst Du auf Deine Profilseite gehen und dort auf Listen klicken.
  2. Klicke auf Neue Liste anlegen.
  3. Gib den Namen Deiner Liste ein und lege fest, ob die Liste privat (nur Du hast Zugriff) oder öffentlich (jeder kann die Liste abonnieren) sein soll.
  4. Klicke auf Liste speichern.

Listen können öffentlich oder privat veröffentlicht werden, natürlich kannst Du die Einstellung später jederzeit ändern. Jede Liste sollte mit einem knackigen Titel versehen werden. Das ist umso wichtiger, wenn man daran denkt, dass sie später unter einer URL nach dem Schema http://twitter.com/accountname/listenname aufrufbar ist.

Personen zu den Listen hinzufügen oder entfernen

  1. Klicke im Profil eines Nutzers auf das Dropdown-Menü mit dem Zahnrad-Symbol.
  2. Wähle Hinzufügen oder Entfernen aus Listen. (Du musst dem Nutzer nicht folgen, um ihn zu Deiner Liste hinzuzufügen.)
  3. Es wird ein Pop-up mit Deinen erstellten Listen angezeigt. Markiere die Listen, zu denen Du den Nutzer hinzufügen möchtest. Hebe die Markierung auf, wenn Du einen Nutzer von einer Liste entfernen möchtest.
  4. Um zu überprüfen, ob der von Dir hinzugefügte Nutzer sich jetzt tatsächlich auf der gewünschten Liste befindet, gehe zum Tab Listen auf Deiner Profilseite. Klicke auf die gewünschte Liste und dann auf Mitglieder. Die Person wird unter den Mitgliedern aufgeführt.

Die Listen anderer User nutzen

humorDarüber hinaus kann man auch die Listen anderer Nutzer abonnieren. Das finde ich sehr praktisch, wenn sich schon einmal jemand die Mühe gemacht hat, zu einem Thema relevante Influencer zusammen zu stellen, kann ich diese einfach übernehmen. Ich muss das Rad nicht neu erfinden. Und natürlich stelle ich zum Dank auch meine Listen zum Kopieren zur Verfügung.

  1. Gehe auf das Profil der Person, von der Du die Liste übernehmen möchtest und klicke auf Listen.
  2. Wähle die Liste aus, die Du abonnieren möchtest.
  3. Klicke auf der Listenseite auf Abonnieren, um der Liste zu folgen. Auch hier gilt: du musst den Nutzern nicht folgen, um der Liste zu folgen.
  4. Nun taucht die Liste auch in Deinem Profil auf.

Listen bearbeiten oder löschen

  1. Auf die eigene Profilseite gehen und auf das Symbol Listen klicken.
  2. Wähle unter den von Dir abonnierten Listen die aus, die bearbeitet/ gelöscht werden soll. Auf Bearbeiten klicken, um Deine Liste zu bearbeiten, oder auf Löschen um die Liste vollständig zu entfernen.

Achtung: vitalAuf dieser Seite kannst Du keine Personen zu Deiner Liste hinzufügen oder von ihr entfernen. Dies erfolgt über die Profilseiten der einzelnen Nutzer, die Du hinzufügen oder entfernen möchtest (s.o.)

Ist mein Profil in Listen?

Spannend ist natürlich auch, ob das eigene Profil in einer Liste enthalten ist und damit für andere relevant genug ist, regelmäßig verfolgt zu werden. Um herauszufinden, ob man in den Listen anderer User geführt wird, kann man auf der eigenen Listenseite auf Mitglied von klicken. So siehst Du, auf welchen Listen Du Dich befindest.

Für mich könnte sich die Zugehörigkeit in Listen zur neuen Währung auf Twitter werden. Statt der Frage: “Wie viele Follower hast du?” heißt es dann “Wie oft bist du gelistet?”

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