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Fazit der 3. Mercedes-Benz Digital Night Open Air

xyzWie jeden Monat in Stuttgart fand auch gestern wieder die Mercedes Benz Social Media Night statt, doch dieses Mal nicht in der Mercedes-Benz Welt, sondern Open Air! – wo derzeit sonst Kinofilme gezeigt werden, drehte sich gestern Abend alles um eine besondere Weltreise, die Entwicklung der Filmszene in Baden-Württemberg sowie zum Abschluss um die digitalen Trends im Hause Walt Disney.

– von Andreas Eisfeld & Julia Mayer-Rosa –

Zum „Aufwärmen“ stellte Infodesignerin Daniela Vey ihre aktuellen Studienergebnisse zum Thema Social Media in Städten, Gemeinden und Kommunen vor. Dabei stellte sich heraus, dass bereits 50% der deutschen Städte auf Facebook aktiv sind, Tendenz steigend, und die meisten von ihnen dabei vom gefürchteten Shitstorm verschont blieben.

Der absolute Höhepunkt des Abends war der Vortrag „26 Jahre, 900.000km, 215 Staaten, Regionen und Territorien – „Otto“ erobert die Welt – ein einzigartiger Reisebericht“ von Gunther Holtorf. Der Beitrag hatte zwar an sich nichts mit dem Thema Social Media zu tun, denn Holtorf verzichtet in den ganzen 26 Jahren seiner Weltreise mit einer G-Klasse auf Laptop, Navi und Handy, fesselte die Hörerschaft aber dennoch durch spannende Bilder, authentische Erzählungen und Anekdoten. Für Lacher sorgten seine spitzfindigen Reaktionen auf kleine Tonaussetzer: Dies sei die unzuverlässige Technik gewesen, auf die er und seine Frau während ihrer Reisen gerne verzichtet haben. Interessanter Randfakt: „Otto“ war das einzige westliche Fahrzeug, das jemals Nordkorea betreten hat – und das sogar auf Sondereinladung von Kim Jong-Il persönlich.

Anschließend berichtete Oliver Mahn, Geschäftsführer des Filmbüros Baden-Württemberg, über die Filmszene und Nachwuchsförderung sowie die diversen Festivals, die von ihnen veranstaltet werden. Nach dem unterhaltsamen Vorprogramm hatten es die beiden Referenten aber sichtlich schwer, die Besucher zu unterhalten – und wirkten dank gekünstelter Interview-Situation nicht halb so authentisch wie ihr Vorredner.

Leider geriet hier auch die Moderation etwas ins Stocken: Als der junge Nachwuchsfilmer Louis Wick auf die Bühne gerufen wurde, um von seinen Erfahrungen zu erzählen, packten Moderatorin Nadine Krüger die Muttergefühle: „Das hast du super gemacht, kleiner Applaus für Louis!“. Erinnerte dann doch etwas an das Kamerakind von „1, 2 oder 3“.

Auch die Kehrseite der Twitter-Wall wurde deutlich: Da der Vortrag eher, sagen wir mal, medium-spannend gelang, konzentrierte sich das Publikum eher auf die gewöhnungsbedürftige phonetische Interpretation von Fachbegrifflichkeiten.

Abschließend sprach Thorsten Mühl von The Walt Disney Company über „Marketing zwischen Content, Millenials und digitalen Trends“. Zu Beginn gab es einen emotionalen Trailer mit Szenen verschiedener Disney-Filme – was danach geschah, müssen aber auch wir aus den sozialen Medien rekonstruieren: Denn zu diesem Zeitpunkt war es dann doch zu kalt für das an 35-Grad-in-geschlossenen-Büroräumen-gewohnte Convensis-Team. Und so ging es dann doch auch der bis dahin fleißig tweetenden, ersten Referentin Daniela Vey.

Auf alle Fälle also ein spannender Abend, wenn auch der Höhepunkt direkt zu Beginn vorgetragen wurde und dann die Dramaturgie etwas abflachte. Wir sind bestimmt auch beim nächsten Mal mit dabei – dann aber mit mehreren Heizdecken im Gepäck.  

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