“That’s what friends are for …” – Marken und ihre (prominenten) Fans

clasped-hands-541849_1280Seit dem Jahr 2011 feiern die Vereinten Nationen den Internationalen Tag der Freundschaft am 30. Juli. Die Gelegenheit, einmal einen Blick darauf zu werfen, in welchen Formen Freundschaft in der Öffentlichkeitsarbeit und in sozialen Medien auftritt.

– von Michael Georg Maier –

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Schauspieler Daniel Bernhard ist Friend of the Brand von Carl F. Bucherer.

Dazu jetzt ein paar ausgewählte Beispiele: Eine häufig anzutreffende Möglichkeit, die Firmen für ihre Marken nutzen, ist die der „Friends of the Brand“. Bekannte Persönlichkeiten drücken ihre Verbundenheit mit einer bestimmten Marke dadurch aus, dass sie als Markenbotschafter auftreten. Die Uhrenbranche greift gerne darauf zurück, und so unterstreichen z.B. bei Hublot, IWC, Maurice Lacroix, Richard Mille und nicht zuletzt auch bei der traditionsreichen Schweizer Uhrenmarke Carl F. Bucherer diese Celebrities das Markenprofil. Im Idealfall ist deren Charakter von Eigenschaften geprägt, die den Uhrenherstellern wichtig sind: Sportlichkeit (vgl. TAG Heuer, wo die „Friends of the Brand“ „Brand Ambassador“ genannt werden), Durchsetzungsvermögen, Charakterstärke, Stil und weitere.

Auch Marken außerhalb der Uhrenbranche setzen auf dieses Konzept – Montblanc, ebenso für Schreibgeräte bekannt, bringt in der aktuellen Kampagne „Modern Trailblazers“ den Aspekt des Scheiterns und daraus noch stärker Hervorgehens mit hinein. Illustriert wird dies durch Porträts von Sportlern, Schauspielern, Models und anderen.

Dass man „Friends of the Brand“ auch ganz anders verstehen kann, zeigen uns Rag & Bone, die für ihre Frühjahrskampagne 2015 Jerry Seinfeld und andere Schauspieler eben darum ausgewählt haben, weil sie keine Fashionmodels sind.

Puma wiederum hat es als Sportlabel verstanden, dass die eigenen Käufer ja Freunde der Marke sind, weil sie deren Fans sind – und haben schon 2012 den Puma Social Club Prague ins Leben gerufen, eine Art Social Community, die sich wieder im Real Life trifft.

Überhaupt, die Frage ist doch, inwiefern Friends oder Fans die Wahrnehmung einer Marke beim Kunden beeinflussen. Eine aufschlussreiche Studie von Mike Behan dazu hat gezeigt, dass gerade mittelständische Unternehmen durch ihren Auftritt bei Facebook von einer positiveren, verbesserten Wahrnehmung durch Fans profitieren können. Diese fühlten sich einer Marke so stärker verbunden, auch weil durch Facebook die aktive Möglichkeit zu kommentieren und mitzugestalten gegeben ist; ebenso wurden Kaufentscheidungen durch Likes und Shares positiv beeinflusst.

Ach ja, one last thing … Dass „Friends of the Brand“ auch einem ganz besonderen, wohltätigen Zweck dienen können, das wollte ich ja auch noch erwähnen.

Benjamin Azevedo, kurz Bow Tie Ben, Besitzer der Manufaktur „New Orleans Bow Ties“, schreibt auch an seinem eigenen Blog. Und dort hat er einen seiner „Friends of the Brand“, Ryan Thibodaux, der seine Fliegen gerne trägt, zu Wort kommen lassen. Thibodaux ist einer der zahlreichen Unterstützer der Kampagne ‚Movember‘ gegen Prostatakrebs. Um das Bewusstsein für diese Krankheit zu schärfen, lassen sich viele Menschen weltweit ab Anfang November einen Schnurrbart (moustache, kurz mo) wachsen. So kommt dieses sensible Thema ins Gespräch und es wird leichter, Spenden zu sammeln. Also hier ein Fall von „Friends of the Brand“ für eine gute Sache. Hm, wäre doch eine Überlegung wert für den November dieses Jahr, oder?

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