Social Selling und Crowdfunding: Wie hat sich die 45. Social Media Night verkauft?

SocialMediaNight45Auch gestern war Convensis wieder auf der Social Media Night im Mercedes Benz Museum vertreten  – angekündigt waren ein Vortrag von Microsoft, der unter dem Titel „Wie Microsoft Social Selling intern lebt und Vertriebsteams mit Social Software unterstützt“ stand, eine Einblicke von Sven Franke in eine erfolgreiche Crowdfunding-Kampagne.

Axel Kress und Julian Heister stellten zu Beginn die fortschreitende Digitalisierung unseres Alltags anhand von Zahlen und Fakten dar, die zwar an und für sich eindrucksvoll klangen – für Menschen, die jeden Tag im digitalen Umfeld unterwegs sind, dennoch nicht mehr sonderlich überraschend sind. So erschrecken wohl nur noch wenige über die durchschnittlich 150 Blicke aufs Handy pro Tag. Zudem betonte Axel Kress die Relevanz von Social Media für den Geschäftserfolg in der heutigen Zeit. So beschrieb er, wie sich das klassische Call Center immer mehr zu einem Social Call Center verändert, da Probleme oder Fragen eben auch schnell mal über Facebook geklärt werden können.

Im Anschluss wurde der Vortrag dann doch genau das, was er laut Microsoft nicht hätte werden sollen – eine Produktvorstellung des Social Media Analyse- und Sales-Tools von Microsoft (welches übrigens für interessierte Unternehmen erhältlich ist). In dieses fließen ständig sämtliche Daten ein, die durch Social Media-Aktivitäten rund um den Globus entstehen und für das interne Marketing aufbereitet worden sind. So haben die Microsoft-Mitarbeiter jederzeit einen genauen Einblick, wo und wie über das Unternehmen gesprochen wird. Gleichzeitig sehen Sales-Mitarbeiter dank dem Kachelsystem, das durch die Metro-Oberfläche von Windows 8 bekannt ist, beispielsweise auch zu jeder Zeit ihre angestrebten Ziele und ihren bisherigen Fortschritt. Dass die Trefferwahrscheinlichkeit der Analyse, ob ein Post über Microsoft positiv oder negativ ist, bei 50% liegt, hätte man aber vielleicht nicht so hervorheben sollen.

Letztendlich unterstützt das Tool die digitale Transformation im Arbeitsprozess und ermöglicht es Mitarbeitern, intern direkter zu kommunizieren und auch sensiblere Daten auszutauschen, ohne dabei auf WhatsApp und Co. zurückgreifen zu müssen. Eine Software, um außer Haus Vertragsabschlüsse direkt über die Community abzuwickeln und durch Unterschrift auf dem Tablet zu besiegeln, besitzt übrigens auch schon unser Kunde Balluun.

Als der Ton beim Zeigen eines Imagefilms nicht wollte, wurde kurzum einfach das Mikrofon an die internen Boxen des Laptops gehalten. Beruhigend, dass diese pragmatische Problemlösungskompetenz nicht nur von Microsoft-Nutzern sondern auch Microsoft-Machern gefordert wird.

Als zweiten Part übernahm Sven Franke das Mikrofon und berichtete von seinen Erfahrungen mit „Crowdfunding und Crowdsourcing unter Einbeziehung von Social Media beim Filmprojekt AUGENHÖHE“. Dabei handelt es sich um einen durch Crowdfunding finanzierten Film, der Einblicke in Unternehmen gibt, in denen Mitarbeiter die Möglichkeit zur Selbstbestimmung haben und ihr volles Potential durch einen fairen Umgang miteinander entfalten können. Für die Unternehmen im Prinzip ein kostenloser Imagefilm mit der Glaubwürdigkeit von PR.

Zwar sollte der Schwerpunkt des Vortrags auf der Bedeutung von Social Media bei der Durchführung von Crowdfunding-Projekten liegen, doch verbrachte Sven Franke die meiste Zeit damit, über die Idee an sich und die einzelnen Schritte zu sprechen. Er betonte zwar, dass Crowdfunding ohne Social Media nicht möglich wäre, doch schien er selbst nicht so genau zu verstehen, wodurch die große Reichweite des Projekts auf den sozialen Plattformen zustande kam.

Spannend ist der Fact, dass 70% der Unterstützer über Twitter gewonnen werden konnten. Dies begründete er damit, dass in den Unternehmen vor allem diejenigen Twitter-Accounts besitzen, die solche Dinge auch entscheiden dürfen. Letztendlich kam Sven Franke zu dem Schluss, dass es bei einem solchen Projekt vor allem darauf ankommt, für Vorschläge aus der Crowd offen zu sein und keinen zu genauen Fahrplan im Kopf zu haben. Ein interessantes Projekt, das sicherlich noch besser hätte verpackt werden können.

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