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Trends aus dem Big Apple

20150226_161912-1Nach drei Monaten im Big Apple bin ich Ende Mai nach Stuttgart zurückgekehrt und stolpere seitdem mit New Yorker Angewohnheiten durch den schwäbischen Alltag. Die Stadt, die niemals schläft, ist bekannt als die Trendschmiede schlechthin. Denn wo sonst sind Italien und China, Korea, Indien, Irland oder Südamerika nur ein paar Subway Stationen voneinander entfernt? Hier verschmelzen Kulturen und Einflüsse aus aller Welt und produzieren, kombiniert mit der Offenheit und Lebendigkeit der New Yorker, einen Strom an neuen Ideen und Stilen. Mitgebracht hab ich euch ein paar aktuelle Trends – die bekanntlich ja eine gute Chance haben, früher oder später auch zu uns herüberzuschwappen.

yk70ZffNnOOPv8HJucRW2UnqrymrVOvAsRkgTA4nIMADas Konzept einer Marke, die in ihren Grundwerten stets gleich bleibt und damit Vertrauen und Treue beim Kunden erzeugt wird umgedreht: Immer mehr Geschäfte und Restaurants in New York machen sich die Eigenschaft der Veränderung zum Kernwert. So zum Beispiel der Shop „Story“ in Chelsea, der alle vier bis acht Wochen sein gesamtes Konzept ändert. Nach dem Motto „the point of view of a magazine, changes like a gallery and sells things like a store” gibt es hier alle ein bis zwei Monate neue Produktwelten zu entdecken. So werden die bisherigen Saisons in kleinere Zeitabschnitte unterteilt und auch in einer Stadt, in der Fläche das wertvollste Gut ist, kann eine große Produktpalette angeboten werden – nur eben zeitlich versetzt.

New Yorker lieben es, sich ihr Essen aus verschiedenen Zutaten selber zusammenzustellen. Egal ob bei Dig Inn (mit biologischen Lebensmitteln von Bauern der Gegend), IndiKitch (einem indischen Schnellrestaurant) oder bei Chipotle (Mexikanisch, mit inzwischen einer ersten Filiale in Frankfurt) – für gewöhnlich hat man die Wahl zwischen verschiedenen Fleischsorten bzw. der vegetarischen Variante und mehreren Beilagen. Schnell geht trotzdem alles…

Der Trend zu gesundem, biologischem Essen, am besten aus der Region, hält an. Eine offizielle Kennzeichnung sucht man zwar vergebens, doch das hindert Lebensmittelhersteller sowie Restaurants nicht, ihr Angebot als ethisch korrekt anzupreisen. Etwas hintergangen fühlt man sich allerdings, wenn die Mineralwasserflasche groß mit „33% less plastic“ beworben wird. Bei genauerem Hinschauen stellt man dann fest, dass lediglich der Deckel um 33% geschrumpft ist. Oft ist der Umweltgedanke eben doch mehr Schein als Sein. Sinnvoller wäre es sicherlich, ein System einzuführen, bei dem ich die Plastikflaschen auch dort dem Recyclingkreislauf zuführen kann, wo ich sie gekauft habe.

Zumindest in den Wohnungen, in denen ich in den vergangenen drei Monaten war, ist der klassische Fernseher bereits ausgestorben. Netflix hat hier das Zepter übernommen.

Von den wenigen, die in New York überhaupt rauchen, hat gefühlt etwa ein Drittel einen elektronischen Glühstummel in der Hand. Die niedrige Raucherquote kann man wohl am einfachsten mit den hohen Kosten von etwa $12 für ein Päckchen Zigaretten begründen. Zum anderen spielt natürlich auch der allgemeine Trend hin zu einem gesünderen Lebensstil eine Rolle.

z0oA0uYPm59E5VcqhRIsqsX9uQyLgPL_vzLRFGtAP4MUber hat in New York ein deutlich besseres Image als in Deutschland und wird häufig dort genutzt, wo nicht sowieso mehr Cabs als gewöhnliche Autos herum fahren. Auf den beiden Messen Toy Fair und Coterie hatte Uber sogar einen eigenen Stand, an dem man sich sein Taxi bestellen konnte.

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