Taking a big bite out of the Big Apple

Ich lebe inzwischen seit fast zwei Monaten in New York. Während ich diesen Blogbeitrag schreibe, schneit es draußen schon wieder in großen Flocken vom Himmel – und das während es in Deutschland schon an die 20 Grad hat. Ja, ich wollte eigentlich für eine Weile in einem wärmeren Land wie Australien oder Südafrika leben. Dann bekam ich von Convensis das Angebot für ein paar Monate nach New York zu gehen und von dort aus zu arbeiten. „Ja!“, dachte ich „ich gehe nach New York. Der Sommer muss warten…“.

– von Jennifer Zimmermann –

Die wirklich kalte Zeit habe ich inzwischen auch überwunden. Als ich hier ankam hatte es noch -15 bis -20 Grad inklusive eisigem Wind. Seit zwei Wochen sind es immerhin null Grad plus und wir hatten ein paar erste Frühlingstage. Meine beste Anschaffung bisher: Gummistiefel! Die sind für den New Yorker Winter wirklich unerlässlich.

Obwohl ich einen Schreibtisch in einem Shared Office habe und somit immer jede Menge um mich herum los ist, war es zu Beginn schon sehr ungewöhnlich, komplett ohne direkte Kollegen zu arbeiten. Inzwischen hat sich das aber recht gut eingependelt. Aufgrund der Zeitverschiebung kann ich mich am Vormittag mit meinen Kollegen in Stuttgart per Skype updaten und die anstehenden Aufgaben besprechen. Den Nachmittag nutze ich, um konzentrierter an den Projekten zu arbeiten, während man in Deutschland schon in den Feierabend startet. Zwischendurch genieße ich es auch mit Menschen reden zu können, die in ganz anderen Branchen an komplett unterschiedlichen Dingen arbeiten. Außerdem bringt es eindeutig so seine Vorteile mit sich, das Büro mit einem Catering-Unternehmen zu teilen, an dessen reichlichen Essensproben man sich bedienen darf.

Gleich zu Beginn meines Aufenthalts hatte ich die Möglichkeit unseren Kunden Balluun bei zwei wichtigen B2B-Messen im Jacob K. Javits Convention Center zu unterstützen. So fand ich mich auf der Toy Fair, der größten Spielemesse der westlichen Hemisphäre, im Traum eines jeden Kindes wieder, während ich auf der Coterie in die Welt der Contemporary-Mode eintauchen konnte. Zwei komplett unterschiedliche Welten, wobei es auch wirklich spannend war zu sehen, wie sich ein und dieselbe Location in nur wenigen Tagen verändern kann.

Neben meinen gewöhnlichen Tätigkeiten bin ich hier vor allem damit beschäftigt, unsere US-Verteiler zu überarbeiten und zu ergänzen. Außerdem bin ich mit einer Kollegin in Deutschland gerade dabei, eine Studie zum Thema „Unternehmenskommunikation in der Zukunft“ mit dem Schwerpunkt Social Media in den USA im Vergleich zu Deutschland durchzuführen. Mehr dazu bald an dieser Stelle.

Inzwischen hatte ich zwei Wochen Urlaub, während denen ich Zeit hatte, mir zumindest die meisten Touristen-Attraktionen und Hot Spots der Stadt anzusehen. Seitdem bin ich innerlich viel entspannter, denn ich habe das Gefühl die Stadt zumindest im Groben zu kennen. Meine To-do-Liste ist beträchtlich geschrumpft – auch wenn sie immer noch für einige Wochen reichen wird. Insgesamt muss ich sagen, dass mich New York nicht so sehr umgehauen hat, wie ich gedacht hatte. Klar, die Gebäude sind riesig, es ist laut und manchmal chaotisch. Letztendlich hatte ich mir das alles aber sehr viel extremer vorgestellt. Ein gutes Beispiel dafür ist auch die Freiheitsstatue: In Deutschland kennt man die Bilder, wie sie groß und eindrucksvoll vor der Skyline von Manhatten steht und mit ihrer Fackel den ankommenden Seefahrern den Weg zur neuen Welt weißt. Steht man dann selber davor, ist sie doch deutlich kleiner als erwartet. Eindrucksvoll dennoch, aber eben nicht so majestätisch, wie gedacht – Stichwort Medienrealität.

Nicht falsch verstehen, New York ist eine unglaublich faszinierende Stadt, geprägt von den verschiedensten Kulturen aus der ganzen Welt. Es ist unglaublich einfach hier, neue Menschen kennen zu lernen, selbst wenn man nur eben eine Runde mit dem Hund um den Block läuft. Manchmal merke ich, wie langsam der Alltag einzieht und dann muss ich mir immer wieder bewusst machen, dass es nicht selbstverständlich ist, auf dem Heimweg am Empire State Building vorbei zu laufen oder abends über den Times Square zu schlendern.

Auf was ich mich in Deutschland wieder freue? Meine Kollegen auch außerhalb von Skype zu sehen, guten Kaffee und Kässpätzle von Tobi’s.

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Ein Gedanke zu „Taking a big bite out of the Big Apple“

  1. Na, ich hoffe, Du freust Dich auch ein bissel auf Deine Sippe … 😉

    Guter Text, sauber und leseappetitlich geschrieben, mach Lust auf mehr!!!

    Es grüßt Dich (fast) vom Eselsburger Tal, Deine MUM

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