One Day in my Life!

Begleitet mich einen Tag als alleinerziehende Mutter – eine Teilzeitkraft mit Fulltimejob.

Um 5 Uhr klingelt der Wecker. Duschen, Anziehen, Frühstücken, die Tasche für den Kindergarten packen, das Kind wecken und fertig machen.

– von Natalie Ravlic –

In der Regel fangen da die Diskusionen bereits an. „Lass mich schlafen, ich will das nicht anziehen, ich mag aber keinen Käse…“. Oft bleibt mir nicht viel mehr als meine Tochter anzutreiben: „Beeil Dich bitte, mach jetzt… kommst Du jetzt bitte…“. Wenn sie dann fertig ist und die Uhr auf die sieben zeigt, geht der Tag erst richtig los, denn der Wettlauf gegen die Zeit beginnt. Das ist alltägliche Routine, oft nervig genug. Viel schlimmer jedoch ist der innere Konflikt, der jeden Tag aufs Neue in mir wütet. Mein Kind jeden Morgen zu einer unmenschlichen Uhrzeit zu wecken. Sie von morgens in der früh bis 17:00 Uhr im Kindergarten zu lassen, auch wenn sie manchmal überhaupt nicht will. Schlimmer noch wenn sie nicht gut drauf ist, immer die Entscheidung zu treffen, sie trotzdem in den Kindergarten bringen zu müssen, um sich Krankentage für die schlimmere Erkältung zu sparen. Wenn wir endlich im Kindergarten angekommen sind und ich mich eigentlich aus zeitlichen Gründen an der Tür schon wieder verabschieden müsste, kommt die Kindergärtnerin und möchte auch noch ein paar Dinge besprechen. Nun gut, da muss man durch, aber bitte schnell wohlbemerkt.

Als alleinerziehende Mutter muss ich arbeiten, um finanziell unabhängig agieren zu können. Und halbtags ist nicht genug, für 80 % Teilzeit reicht die Ganztagsbetreuung gerade, um noch die Wege gehen zu können und nicht ständig zu spät zu kommen.

Ist die Kleine im Kindergarten, fahre ich ins Büro. Mein Arbeitstag beginnt um 08:00 Uhr.

Ich genieße diese Zeit, denn ich kann meinen Aufgaben nachgehen, ohne ständig von einem quengelnden Kind unterbrochen zu werden. Ich führe Gespräche mit Erwachsenen über erwachsene Themen, in meinem Gesichtsfeld gibt es noch mehr als Windeln, Haushalt und Kindergeschrei. Ich kann hier Verantwortung übernehmen und bin in ein Team eingegliedert, habe auch Freunde bei der Arbeit.

Nach meinem Feierabend gönne ich mir eine kleine Pause in der Bahn. Nach 20-minütiger Fahrt renne ich zum Kindergarten und hole meine Tochter wieder ab.

Zuhause wird die Tasche ausgepackt und meiner Tochter noch etwas zu essen zubereitet. Und wieder gehen die Diskusionen weiter. „Ich möchte nicht essen, ich will lieber Schokolade, ich mag das aber nicht, ich will nicht ins Bett….“ Grrrrr. Muss es denn immer Diskussionen geben? Gleichzeitig kann ich sie ja verstehen!  Auch mir ist nach dem langen Tag nach Gemütlichkeit und „Gammeln“. Und wieder muss ich mich entscheiden zwischen Wunsch und Pflicht. Oft genug gebe ich nach, obwohl ich weiß, dass ich die Inkonsequenz später wieder ausbaden muss. Aber die unnötigen Diskussionen zerren an meinen eh schon strapazierten Nerven. Meist verbringen wir nach dem Essen erst mal etwas Zeit miteinander, weil wir uns ja den ganzen Tag nicht sehen. Um 19:00 Uhr heißt es dann aber: Ab ins Bett! Für mich ist dann mein Tagwerk noch lange nicht beendet, denn schließt meine Tochter erst mal die Augen, wartet auf mich der Haushalt mit Spülen, Wäsche, Putzen etc.

Klingt ganz anders als bei den Stars und Sternchen mit ihren Kindern? Stimmt! Angelina Jolie, die zwischen ihren sechs Kindern und dem Filmset hin und her jettet. Oder Giselle Bündchen, die zwischen Makeup und Modenschau schnell ihr Baby stillt. So harmonisch und so einfach. Wenn man drei Nannys und fünf Haushälterinnen beschäftigt, dann läuft das vielleicht alles ein bisschen legerer ab, aber leider ist das bei den meisten einfach nicht so.

Warum entscheide ich mich trotzdem jeden Tag neu für dieses Leben? Warum möchte ich nicht einen Tag missen? Weil ich mein Kind über alles liebe und auch meinen Job.

Den mache ich nach Aussage meiner Kollegen auch sehr gut. Darauf bin ich stolz. Und darauf, wie prächtig sich meine kleine Prinzessin entwickelt. Und ich bin stolz, wie ich den Spagat zwischen alleinerziehende Mutter, Hausfrau und Office Managerin immer wieder hinbekomme. Das ist zwar manchmal schwer, aber es macht auch selbstbewusst und stärkt mich für die vielen verschiedenen Aufgaben.

Um dies alles bewältigt zu bekommen ist Rückenwind erforderlich. Convensis bietet mir eine Bandbreite an Möglichkeiten, damit ich diesen Spagat zwischen Familie und Beruf bewältigen kann. Sei es bei der Arbeitszeit, beim Arbeitsort oder der Arbeitsorganisation. Das dies nicht selbstverständlich ist, muss ich hierbei nicht erwähnen.

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