Ausgezeichnet für Familienfreundlichkeit: Convensis erhält den FamilyNET-Award 2014

Hält den FamilyNET-Award 2014 stolz in ihren Händen: Unsere Personalerin Susanne Hencke

Hallo Susanne, Convensis hat gerade erst den FamilyNET-Award 2014 in der Kategorie „Wiedereinstieg“ gewonnen. Warum ist dieses Thema bei Convensis so wichtig, dass Du ein Konzept dafür entwickelt hast?

Ganz viele Unternehmen entwickeln momentan Ideen für Familienfreundlichkeit, um dem Fachkräftemangel entgegen zu wirken. Für uns war das Thema schon vor Jahren präsent, als die erste Mitarbeiterin eine eigene Familie gründete und uns klar wurde, dass wir ein Konzept für Familienfreundliche Arbeitsstrukturen brauchen, um sie nicht zu verlieren.

Für Convensis waren immer und sind Kinder ein wichtiger und uneingeschränkt schöner Bestandteil des Lebens – das zeigt sich schon darin, dass der CEO Prof. Dr. Stefan Hencke ja selbst Vater von 4 Kindern ist. Deshalb haben wir uns immer auch mit den Mitarbeitern in der Familiengründungsphase gefreut und wollten dem auch Ausdruck geben. Mit der Zeit haben wir gelernt, dass uns vieles möglich ist, einer mittelgroßen Agentur aber auch Grenzen gesetzt sind.

Worin zeigen sich diese Grenzen?

Die Lebensumstände unserer Mütter (Väter gibt es – außer Stefan – leider momentan nicht bei Convensis) sind sehr unterschiedlich, die Kinder sind sehr unterschiedlich alt, sie leben an unterschiedlichen Orten und haben ganz unterschiedliche Bedürfnisse. Dem allem können wir nicht durch feste Strukturen, wie z.B. einer Kindergruppe o.ä. begegnen. Auch räumlich können wir nicht das bieten, was wir gerne hätten, z.B. ein Eltern-Kind-Zimmer, da sich das einfach nicht rechnet.

Welche Vorteile bietet die Agenturstruktur?

Der größte Vorteil ist natürlich, dass wir durch unsere Größe direkt im Gespräch mit den Mitarbeitern sind. Wir wissen meist schon relativ früh von der Schwangerschaft und können so bereits diese Phase sehr nah begleiten und auf die unterschiedlichen Bedürfnisse eingehen. Eine Mitarbeiterin hat ggf. mehr Informationsbedarf rund um die arbeitsrechtlichen Aspekte der Elternschaft, eine andere braucht Verständnis und Hilfe bei den vielen verschiedenen körperlichen Beschwerden, die während einer Schwangerschaft auftreten. Wieder eine andere freut sich über organisatorische Hinweise, z.B. wo man in Stuttgart am besten die Erstausstattung kaufen kann, welche Bücher sich lohnen, wann man sich um was am besten kümmert usw. Wir bieten daher sehr früh schon Gespräche an, um unseren Begleitungswillen deutlich zu machen und den Bedarf der Mitarbeiter möglichst früh zu eruieren. Die Führungskräfte werden von Beginn an einbezogen, aber auch das Team, indem direkt noch teamorientierter gearbeitet wird. Wir haben in unserem Unternehmens-Wiki ein sehr ausführliches Portfolio zum Thema Familiengründung/ Elternzeit und in unserer Büroapotheke gibt es diverse Mittelchen, die eine Schwangerschaft erleichtern.

Aber was hat die Schwangerschaft mit dem Wiedereinstieg zu tun?

Für uns fängt der Wiedereinstieg bereits in der Schwangerschaft an, weil wir bereits in den ersten Gesprächen zeigen können, dass Kinder kein Karrierestopper sind und wir weiterhin mit der Mitarbeiterin/ dem Mitarbeiter rechnen. Auch bereiten wir in den diversen Gesprächen die Elternzeit und den Wiedereinstieg vor, indem wir schon einmal abstecken, wann und in welcher Form die Rückkehr verlaufen könnte. Auch wenn uns bewusst ist, dass sich mit der Geburt viele Vorhaben der Eltern verändern, hat es sich doch bewährt, frühzeitig gemeinsame Pläne zu schmieden, um die Wiederkehr zu erleichtern.

Wie geht es dann nach der Geburt weiter?

Auch in der Elternzeit ist uns sehr wichtig, den Kontakt zu den Mitarbeitern zu halten. Die junge Familie wird mit einem Willkommenskaffee begrüßt und gefeiert, mit einem kleinen Geschenkpaket wollen wir die Freude teilen. Wir informieren sie über aktuelle interne und externe Entwicklungen, sie bleiben in den meisten Verteilern. Auch laden wir sie zu internen Weiterbildungen, Events, Feiern etc. ein. Die Eltern sollen praktisch weiterhin ein Teil des Teams sein. Das erreichen wir auch durch Patenschaften, die zwischen Mitarbeitern im Büro und denen in Elternzeit bestehen. Hier wird „informell“ Kontakt gehalten und auch einmal getratscht über die aktuellen Gerüchte und Aufreger im Büro. Je nach Länge der Elternzeit fragt Convensis frühzeitig über einen Fragebogen und persönliche Gespräche Schulungs-, Teilzeit- und Homeofficebedarf zur Wiederkehr ab. Und auch der eigentliche Wiedereinstieg wird zusammen mit der Mitarbeiterin gestaltet. Wir bieten hier sehr flexible Modelle an.

Ich glaube außerdem, dass für einen gelungenen Wiedereinstieg sehr wichtig ist, dass die Miterbeiter wissen, dass sie auch langfristig mit Kindern eine Perspektive bei Convensis haben und das Unternehmen ihnen auch weiterhin familienfreundlich begegnet. Aber das ist dann Thema für den nächsten Award….

Please follow and like us: