„Und was willst du eigentlich später damit machen?“ – Von der Uni – über Praktika – in den Beruf

– von Lisa Schaber –

Jeder Student der Geisteswissenschaften (dazu gehören unter anderem Literatur- und Sprachwissenschaften, Philosophie, Religion, Geschichte und Kulturwissenschaft) kennt den Satz: „Und was willst du eigentlich später damit machen?“ nur zu gut.

Lisa Schaber, Praktikantin Convensis Group

Am Anfang meines Studiums der Anglistik/Amerikanistik und Allgemeinen Sprachwissenschaft in Tübingen hat er für einige Unsicherheiten gesorgt, da ich noch keine bestimmte Vorstellung hatte, für welche Fachrichtung mein Studium mich qualifizieren wird.  Da der Berufseinstieg und das eigentliche Berufsziel für Geisteswissenschaftler nur vage vorgezeichnet werden kann, fühlen sich daher fast alle Studenten ein wenig verloren. Studienbegleitende Seminare, die Schlüsselqualifikationen vermitteln,  sind in den Bachelor-Studiengängen der Geisteswissenschaften mittlerweile obligatorisch und helfen den Studenten beim „Hineinschnuppern“ in mögliche Berufsfelder. Praktika dienen dazu, diese Tätigkeitsfelder praktisch zu erkunden und sorgen für einen leichteren Einstig in das spätere Berufsleben. Von Semester zu Semester habe ich durch diese Seminare Einblicke in Berufsfelder gewonnen und wusste daher ungefähr, in welchen Bereichen ich ein Praktikum absolvieren möchte.

Nachdem ich letztes Jahr für vier Monate in einem kleinen Stuttgarter Redaktionsbüro gearbeitet habe, wurde ich auf Öffentlichkeitsarbeit aufmerksam und habe beschlossen, in diesem Bereich ein Praktikum zu beginnen. Auf der Suche nach freien Praktikumsplätzen im Raum Stuttgart/Tübingen bin ich als erstes auf Convensis gestoßen, habe mich sofort beworben und nach einem lockeren Gespräch erhielt ich schließlich die Zusage für ein sechsmonatiges Praktikum. Da in meinem sechsten und letzten Semester an der Uni nur noch ein Hauptseminar und das Schreiben meiner Bachelorarbeit (lediglich 25 Seiten! Halb so schlimm.) ansteht, kann ich an drei Tagen in der Woche bei Convensis PR-Luft schnuppern und darf als Praktikantin das Team Lifestyle/Beauty unterstützen.

Nun bin ich bereits seit März bei Convensis und unterstütze mein Team bei verschiedenen Tätigkeiten wie zum Beispiel beim Schreiben von Pressemitteilungen, sowie bei Übersetzungen und Rechercheaufgaben. In den kommenden Monaten werde ich hier berichten, wie es mir, einer Studentin der Geisteswissenschaft, die ja eigentlich die klassische Universitätslaufbahn einschlagen sollte, im „Haifischbecken“ der freien Wirtschaft ergeht. Die wesentliche Frage: Bietet mir diese scheinbar „brotlose Kunst“, die ich studiere, eine Zukunft?

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Motiviert wie Kevin Großkreutz. Was Unternehmen von dem Dortmunder lernen können.

– von Saskia Bodemer –

Saskia Bodemer, Manager Communications

Die Bundesligasaison ist eigentlich vorbei. Dass Bayern München Meister wird, steht seit Wochen fest. Langweilig – könnte man meinen. Doch ein Team kämpft unerbittlich weiter. Der BVB lässt keine Punkte liegen und beißt sich durch die Partien. National und international. Ein Spieler fällt dabei besonders auf: Kevin Großkreutz. Zugegeben, ich selbst bin nicht nur Fan von Schwarz-Gelb, sondern auch treuer Anhänger von Kevin Großkreutz. Warum? Das hat viele Gründe. Einer ist aber definitiv sein unermüdlicher Einsatz und seine überbordende Motivation. Immer spielt er im Kurzarmtrikot, seine Stutzen sitzen immer etwas zu tief, sodass hin und wieder seine Tätowierung am Unterschenkel aufblitzt. Es ist die Skyline von Dortmund. Ein Zeichen seiner Verbundenheit mit seiner Heimatstadt. Und seiner Loyalität. Es sind eben diese Werte, die sein Spiel ausmachen – in jeder Begegnung kämpft er bis zum Schluss. Wird er gefoult, steht er sofort wieder auf. Landet der Ball im Aus, ist er der erste, der den Arm hebt, um den Einwurf zu bekommen. Großkreutz zeigt Einsatz. Immer. Und das kommt dem gesamten Team zugute. Denn während der Trainer Jürgen Klopp versucht, von der Seitenlinie Anweisungen zu geben, motiviert Großkreutz das Team im Spiel, sozusagen aus dem Zentrum heraus.

Leicht lässt sich diese Motivationsstrategie auf ein Unternehmen übertragen: Selbstverständlich liegt es in den Händen der Geschäftsführung, Motivationsanreize zu setzen, das Team immer gut aufzustellen und für optimale Bedingungen rund um den Arbeitsalltag zu sorgen. Doch liegt auch eine enorme Chance darin, die Kevin Großkreutze in der eigenen Belegschaft zu erkennen – und ihnen die Möglichkeiten zu bieten, selbst das Team intern zu motivieren. Denn liegt den eigenen Mitarbeitern daran, bestimmte Ziele zu erreichen und das Unternehmen voranzubringen, setzen sie mit Engagement und Leidenschaft Projekte um. Und das Bewusstsein dafür, dass Unternehmenserfolge auf das Team zurückzuführen sind, steigert die Motivation zusätzlich.

Erwähnt sei an dieser Stelle noch, dass es zwischen Kevin Großkreutz und dem BVB eine besondere Verbindung gibt: Bereits als Kind träumte er davon, zur Elf dieser Mannschaft zu gehören. Und als Jugendlicher stand er bei jedem Heimspiel in der legendären Gelben Wand, der Fankurve der Borussia, um seine Mannschaft anzufeuern. Dass sein Traum, vom Fan zum Spieler, wahr wurde, mag für ihn selbst Antrieb genug sein, das Team zu motivieren und stets für die Mannschaft zu kämpfen.

Eine wichtige Aufgabe der Unternehmen liegt also auch darin, eine spezielle Verbindung zwischen Mitarbeitern und dem Unternehmen zu erkennen oder herzustellen. Denn aus dieser besonderen Verknüpfung speist sich nicht selten die Loyalität der Mitarbeiter – und ihr Einsatz für das Unternehmen. Diese Verbindung kann sowohl in familiären Gegebenheiten begründet sein, dass also beispielsweise Familienmitglieder seit Generationen in einem bestimmten Unternehmen tätig sind, oder aber auch in ganz persönlichen Aspekten, wie eben eine erfüllende Aufgabe oder den Traumjob gefunden zu haben. Dieses Stück Zufriedenheit ist nicht zu unterschätzen – liegt doch in ihm der Schlüssel zur Motivation. Und zum Kevin Großkreutz in uns allen.

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