Alle Beiträge von Jacqueline Albinus

Kursänderung in der Verlagsbranche

stifte„Die Zeiten ändern sich“, sang vor einiger Zeit nicht nur der Stuttgarter Rapper Cro, auch die Verlagsbranche hat diese Phrase offenbar zum Leitspruch einer neuen Unternehmenskultur erhoben. In immer mehr Medienhäusern werden ganze Redaktionen von heute auf morgen eingestampft, ausgelagert oder umgeschichtet. Kursänderung in der Verlagsbranche weiterlesen

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Ein bisschen Nostalgie muss sein: Das Geschäft mit den Retro-Marken

converse-814182_1280Die Nostalgie hat sich in den letzten Jahren von der ärztlichen Diagnose zum wahren Marketing-Trend entwickelt – Retro-Schick und vor allem einige Relikte der Generation Y sind wieder in. Es wird einem immer gesagt, dass man mit der Vergangenheit abschließen soll, aber wie man sehen kann gibt es Dinge, die man nicht vergessen möchte. Man versucht sich immer an gute Zeiten zu erinnern: Studien zeigen, dass viele Menschen in traurigen und schweren Zeiten eine nostalgische Gemütslage aufweisen. In solchen Momenten lieben wir es, an die Vergangenheit zu denken und lassen die positiven Erinnerungen als Selbstheilungsmittel wirken.
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Gesunde Auszeit – das perfekte Wohlfühlrezept

Ana_Blogbeitrag“Die Kunst des Lebens besteht darin, auch der kleinsten Ruhepause die größte Aufmerksamkeit zu schenken.“ (Quelle: Unbekannt)

Immer mehr Menschen leben bewusst, setzen auf viel Bewegung, gesunde Ernährung sowie auf Erholungspausen. Laut einer Studie des Marktforschungsunternehmens Gfk ändern die Deutschen deutlich ihren Lebensstil und haben als Folge auch immer höhere Gesundheitsausgaben. Gerade Prävention wird groß geschrieben. Dank des Internets gelangt man schnell und leicht zu zahlreichen Gesundheitsinformationen und Tipps. Experten nennen diese Art von Verhalten „Self-care“. Dies sei für viele ein Weg, die eigene Gesundheit und das Wohlbefinden besser zu kontrollieren. Gesunde Auszeit – das perfekte Wohlfühlrezept weiterlesen

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Anas Welt der Mode

Es ist Herbst! An einem Herbsttag durch den farbenfrohen Blätter-Teppich im Park zu laufen, ist eine wunderbare Quelle der Ruhe und Inspiration für meine Seele und Sinne. Ja, ich liebe den Herbst und kann zugleich kaum die Weihnachtszeit erwarten. Und obwohl ich meine cognacfarbenen Cowboy-Stiefel und den kuscheligen, orangefarbenen Pulli (by the way, Orangetöne sind 2014 wieder in) über alles liebe, freue ich mich auf die grünen und sonnigen Frühlingstage sowie auf die langen und lauen Sommernächte. Dafür bin ich bereit, auf meine heiß geliebte Kürbis-Cocos-Suppe und die wunderbar duftenden Lebkuchen zu verzichten.

Marketing Manager und Mode- Liebhaberin Ana Maria Papara

Was mich an den zwei Jahreszeiten reizt, sind nicht nur die Naturkonstellationen und -phänomene,  sondern auch die wunderschönen Modetrends. Die Sehnsucht nach dem Einfachen packt mich und versetzt mich in eine Zeit, in der das Wesentliche eine erstklassige Bedeutung bekommt. Alles ist hell, leicht, puristisch und strahlt einen wunderschönen Optimismus aus. In meiner schönen Sommerkleidung wird 2014 sehr viel Sonne und Wärme leuchten. Die Schlüsselfarbe des Sommers 2014 ist Gelb. Von Neon- bis Sonnengelb ist alles dabei und auch das leuchtende Kanarienvogelgelb wird bestimmt seinen Platz in meinem Kleiderschrank finden. Schon wenn ich daran denke, bekomme ich Lust, ein Glas frisch gemachte Limonade zu kosten.  Ah wie schön, eine wahre Symphonie im Gelb. Da wäre sogar Mozart neidisch.

Was ich noch über alles liebe, ist das sommerliche Open Air Kino. Das ist eigentlich ein Muss. Vor allem inspirieren mich die Schönheitsbilder der 1940er, 50er, 60er und 70er Jahre. Bei einem so tollen Abend im Freien kann ich nur einen wunderschönen Blouson aus softem Leder oder verspielten Blumen-Prints zu meinem engen Pencil-Skirt tragen. Für diejenigen von Ihnen, die mit dem Begriff „Blouson“ nichts anfangen können, möchte ich nur so viel verraten: Der Blouson ist eine kurze Jacke, die ein elastisches Bündchen am unteren Saum und an den Ärmeln hat, und die muss ich unbedingt haben. Die Auswahl ist riesig. Falls ich doch einfach nur auf einen Drink mit meinen Freunden in unsere Lieblings-Underground-Kneipe gehen sollte, werde ich mich eher für ein Schwarz-Weiß Outfit entscheiden. Schwarz und weiß gehen immer, egal zu welchem Anlass oder zu welcher Jahreszeit. Bleibt nur zu entscheiden, ob gestreift oder geblockt.

Was ich auf gar keinen Fall anziehen „werde“, sind Nude– und Weißtöne. Ich liebe sie, ehrlich, aber meine blasse Hautfarbe erlaubt mir begrenzt, solche wunderschönen Farben an mich ran zu lassen. Na ja, man kann auch nicht alles im Leben haben. Man munkelt, dass es ein sehr edler Sommer sein wird. Die Farbnuancen fangen bei Eierschale an, gehen über zu Creme und Beige und enden schließlich bei Hellbraun. Tolle Farben und Ton-in-Ton-Outfits, aber nichts für mich.

Um zur Natur zurück zu kommen: im Frühling und im Sommer ist die beste Zeit, Urlaub zu machen oder den nächsten Urlaub zu planen. Nächstes Jahr möchte ich so gerne eine Reise nach Afrika machen und falls es mit Afrika nichts wird, dann vielleicht doch ein paar Tage in die Tropen. Da erdige Töne, Naturfarben sowie die Tropen-Prints wieder in sind, werde ich bestimmt eine tolle Reisegarderobe dabei haben. Auch im Dschungel muss man gut angezogen sein. Man weiß nicht, auf wen man dort trifft. Vielleicht kann ich meine Garderobe mit ein paar Blusen und Schals ergänzen, bei denen die exotischen Pflanzeneinflüsse zu erkennen sind. Falls nicht, dann werde ich einige Neon-Töne als Spots verwenden. Das kommt bestimmt gut an. Dazu werde ich noch im Dunkeln leuchten – falls ich mich in Dschungel verlaufe und den Weg nicht mehr finden sollte.

Und bis die Zeit reif ist, um nach Afrika oder in die Tropen zu reisen, werde ich noch ein wenig Spaß haben, indem ich meinen Hobbies nachgehe. Eines davon ist es, Konzerte und Open Air Festivals wie zum Beispiel Rock am Ring zu besuchen. Ich war schon immer eine kleine Sheena. Und wie die RAMONES sagten: „Sheena Is a Punk Rocker„.  Ja, das bin ich. Ich liebe den Punk Rock und den 1990er Jahre Grunge. Auch in dem Bereich hat das modische 2014 etwas zu bieten. Der Trend heißt Westen. Das heißt, dass ich meine schwarze Skinny Jeans mit einem tollen weißen Top und einer wunderschönen Weste im Silberglanz kombinieren kann. Die Weste verleiht meinem Outfit ganz einfach eine eigene Handschrift. Dazu werde ich noch die passenden Accessoires tragen, nämlich eine runde Sonnenbrille und einen dandyhaften Schlapphut. Ich freue mich schon jetzt auf den Konzertbesuch. Da kommen bei mir schon Star-Allüren auf.

Gott bin ich froh. Wie es aussieht, ist 2014 auch für mich etwas dabei – modetechnisch gesprochen. Das ist gar nicht so leicht. Aber wichtiger als all die Modetrends ist es, seinen eigenen Stil zu finden und sich treu zu bleiben.

 

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Werbung ist der Wind, PR ist die Sonne – Betrachtungen zur Wirkung von Werbung und Public Relations

Jacqueline Büttner, Project Manager Communications

„Du arbeitest in einer PR-Agentur! Also machst du Werbung?!“ Diesen Satz höre ich beinahe jedes Mal, wenn ich erzähle, welchen Berufsweg ich eingeschlagen habe. Public Relations setzt der Laie eigentlich immer mit Werbung gleich. Dabei unterscheiden sich die beiden Formen öffentlicher Kommunikation sowohl in ihren Zielen, als auch in ihren eingesetzten Mitteln.

Alan und Laura Ries vertraten schon 2003 die provokante These, dass Werbung sich überlebt hat – sie sei zu kostspielig, zu selbstverliebt, zu ineffizient. Die beiden Autoren von „Werbung ist die bessere PR“ übersetzen die umstrittene Wirkung von Werbung in eine Fabel von Äsop, in der sich der Wind (Werbung) mit der Sonne (PR) streitet, wer von beiden der Stärkere sei. Sonne und Wind einigen sich, dass derjenige gewinnt, der einen Wanderer, der des Weges kommt, zuerst dazu bringen kann, seinen Mantel abzulegen. Je stärker der Wind bläst, desto fester hüllt sich der Wanderer in seinen Mantel. Als jedoch die Sonne zu scheinen beginnt und ihre Strahlen auf die Erde schickt, spürt der Wanderer allmählich die wärmende Wirkung und zieht seinen Mantel aus. Der Wind muss sich geschlagen geben, die Sonne geht als Siegerin aus dem Wettbewerb hervor.

Diese Geschichte soll vor allem zeigen, dass Wahrnehmungen sich nicht erzwingen lassen. Werbung als kräftig blasender Wind setzt auf den Knalleffekt. Die Sonne in Form der PR setzt dagegen auf nachhaltigen Aufbau.

Werbung ist der Wind

Bei Werbung geht es darum, den Absatz des beworbenen Produkts schnellstmöglich zu erhöhen. Ein Produkt soll mit all seinen Vorteilen dargestellt werden, während die Nachteile verschwiegen werden – sonst würde die Aufforderung zum Kauf wenig überzeugend wirken. Werbung mit guten Werbetexten kann sich sofort auf den Gewinn auswirken, ist also auf der Habenseite des Unternehmens erkennbar. Werbefachleute sprechen dabei von der Anstoßwirkung: Bei gedruckten Anzeigen soll sie über ganzseitige, bunte Inserate oder Seiten zum Ausklappen erreicht werden. Bei Fernsehwerbungen über temporeiche Action, verrückte Kameraeinstellungen und rasante Schnitte. Bei Radiospots über das Aufdrehen der Lautstärke. Dies sind jedoch Mittel, die immer schlechter funktionieren. Falsch positionierte Werbung führt dazu, dass sich der Umsatz nicht steigert oder sogar rückläufig wird. Je aufdringlicher das Kaufangebot, je stärker also der Wind bläst, desto stärker wehrt sich der Kunde gegen die Kaufbotschaft. Bei einer ständig steigenden Werbebelastung der Konsumenten, erreicht Werbung in vielen Fällen das Gegenteil dessen, was sie eigentlich bezwecken wollte.

 PR ist die Sonne

PR ist hingegen die wärmende Sonne. Sie ist darauf angewiesen, zu überzeugen, gute Argumente zu bringen und interessante Neuigkeiten für den Konsumenten zu transportieren. Medienvertreter lassen sich nicht zwingen, die Botschaft eines Unternehmens in einen Beitrag oder einen Artikel aufzunehmen. Redakteure und Journalisten bewerten, ob die von Unternehmen ausgesendeten Nachrichten wirklich interessant und verlässlich sind. Es liegt ganz in deren Händen, ob und wie sie über ein Produkt berichten. Auf diese Weise empfindet der Kunde eine redaktionelle Botschaft nicht als Zwang, sondern als Empfehlung. Genau aus diesem Grund sind redaktionelle Artikel über ein Produkt am Ende aber sehr viel glaubwürdiger und damit auch wirksamer als bezahlte Werbeanzeigen. Das Ergebnis durch gut verfasste Pressetexte ist auch nicht so deutlich ablesbar, hier wirken sich die Erfolge eher langfristig auch finanziell aus – die wärmende Wirkung der PR führt meist dazu, dass ein Konsument den Mantel ablegt, sich also für ein Produkt öffnet.

Wind und Sonne in optimalem Zusammenspiel

Die bislang aufwendigste Vergleichsstudie zur Wirkungskraft von Werbung und PR aus dem Jahr 2010 ergab, dass PR für Unternehmen im direkten Vergleich meist wirkungsvoller ist als die klassische Werbeanzeige – jedenfalls wenn Kunden schon mit dem Gedanken spielen, sich Produkte wie Autos, Kosmetik oder elektronische Geräte zu kaufen. Lothar Rolke und Marei Dost haben in ihrem Werk „Werbung und PR im Leistungstest“ (2010) mehr als 50 internationale Studien ausgewertet sowie ein Experiment mit über 1000 repräsentativ ausgewählten Personen durchgeführt.

Das Ergebnis: Öffentlichkeitsarbeit überzeugt vor allem, wenn es um die Vermittlung von Wissen, um Fragen der Glaubwürdigkeit und um Überzeugungskraft geht. Klassische Werbung entfaltet ihre Stärken, wenn Produkte vermarktet werden, denen der Konsument meist weniger Aufmerksamkeit schenkt. Letzten Endes sollen beide Formen den Absatz eines Produkts unterstützen und funktionieren am besten, wenn sie in einem ausgewogenen Zusammenspiel stehen.

Jacqueline Büttner ist als Project Manager Communications bei der Convensis Group in der PR-Beratung tätig.

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