Alle Beiträge von Jennifer Zimmermann

Social Selling und Crowdfunding: Wie hat sich die 45. Social Media Night verkauft?

SocialMediaNight45Auch gestern war Convensis wieder auf der Social Media Night im Mercedes Benz Museum vertreten  – angekündigt waren ein Vortrag von Microsoft, der unter dem Titel „Wie Microsoft Social Selling intern lebt und Vertriebsteams mit Social Software unterstützt“ stand, eine Einblicke von Sven Franke in eine erfolgreiche Crowdfunding-Kampagne.

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Trends aus dem Big Apple

20150226_161912-1Nach drei Monaten im Big Apple bin ich Ende Mai nach Stuttgart zurückgekehrt und stolpere seitdem mit New Yorker Angewohnheiten durch den schwäbischen Alltag. Die Stadt, die niemals schläft, ist bekannt als die Trendschmiede schlechthin. Denn wo sonst sind Italien und China, Korea, Indien, Irland oder Südamerika nur ein paar Subway Stationen voneinander entfernt? Hier verschmelzen Kulturen und Einflüsse aus aller Welt und produzieren, kombiniert mit der Offenheit und Lebendigkeit der New Yorker, einen Strom an neuen Ideen und Stilen. Mitgebracht hab ich euch ein paar aktuelle Trends – die bekanntlich ja eine gute Chance haben, früher oder später auch zu uns herüberzuschwappen. Trends aus dem Big Apple weiterlesen

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Taking a big bite out of the Big Apple

Ich lebe inzwischen seit fast zwei Monaten in New York. Während ich diesen Blogbeitrag schreibe, schneit es draußen schon wieder in großen Flocken vom Himmel – und das während es in Deutschland schon an die 20 Grad hat. Ja, ich wollte eigentlich für eine Weile in einem wärmeren Land wie Australien oder Südafrika leben. Dann bekam ich von Convensis das Angebot für ein paar Monate nach New York zu gehen und von dort aus zu arbeiten. „Ja!“, dachte ich „ich gehe nach New York. Der Sommer muss warten…“. Taking a big bite out of the Big Apple weiterlesen

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Champagner oder Cola Teil 4: Mindestlohn für Praktikanten?

– von Jennifer Zimmermann –

„Ihr seid doch noch jung. Junge Menschen brauchen noch nicht so viel Geld“. Ein Kommentar eines Unternehmens zum Thema Bezahlung von Praktikanten. Hier die Breaking News für alle so Denkenden: Auch junge Menschen müssen Miete zahlen. Zwar argumentiert Arbeitsrechtler Volker Rieble: „Studenten brauchen keinen Mindestlohn, sie haben ja schon BAföG“. Laut den Zahlen des statistischen Bundesamtes beziehen aber nur 27 Prozent der Studenten in Deutschland BAföG. Jede Menge Studenten sind darauf angewiesen, sich ihren Lebensunterhalt nebenher zu verdienen, da sie keinen Anspruch auf BAföG haben. Wieder andere sind stolz darauf kein Geld vom Staat beziehen zu müssen und arbeiten freiwillig nebenher, anstatt schon im jungen Alter Schulden aufzunehmen. Doch eine 40-Stunden-Woche während eines Praktikums lässt einen Nebenjob kaum zu.

Jennifer Zimmermann, Praktikantin bei Convensis

Dass Praktikanten nur gering oder gar nicht bezahlt werden, ist die gängige Meinung (Stichwort „Generation Praktikum“). Der Praktikantenreport 2012 des Bewertungsportals „meinpraktikum.de“ lieferte hierfür genauere Zahlen: Demnach arbeiten 40 Prozent der Praktikanten in Deutschland komplett kostenlos. Wird Lohn gezahlt, so liegt dieser durchschnittlich bei 290 Euro im Monat. Dabei sollte aber bedacht werden, dass in dieser Studie der Großteil der befragten Praktikanten nur einige wenige Wochen im Unternehmen arbeiteten und ihr Praktikum vor einem Studium absolvierten. Anders sieht es dagegen im „Praktikantenspiegel 2014“ aus, einer Befragung zu Praktikanten während des Studiums, die von „ABSOLVENTA Jobnet“ und dem Beratungsunternehmen „Clevis“ vorgestellt wurde. Hier erhielten ganze 94 Prozent eine Vergütung von durchschnittlich 729 Euro während des Bachelor-Studiums. Je nach Branche gibt es jedoch große Abweichungen: So zahlen vor allem in den Branchen mit  Nachwuchssorgen, wie der (Rechts-)Beratung, der Telekommunikation und IT,  dem Banken- und Finanzwesen sowie der Konsumgüterindustrie, ein besonders hohes Gehalt. Am schlechtesten vergütet wird dagegen  in den Bereichen Soziales, Kultur und – wer hätte es gedacht – Medien und Marketing mit durchschnittlich etwa 540 Euro.

Nun steht der Gedanke an einen Mindestlohn im Raum: Laut Koalitionsvertrag soll ab 2015 die gesetzliche Lohnuntergrenze von 8,50 Euro gelten. Seit Monaten wird jedoch darüber gestritten, welche Ausnahmen es von dieser Regelung geben soll. So möchte Arbeitsministerin Andrea Nahles Minderjährige grundsätzlich vom Mindestlohn ausnehmen, um zu verhindern, dass sie statt einer Ausbildung lieber einen besser bezahlten Aushilfsjob annehmen. Denn auch Auszubildende, Minijobber und Praktikanten sollen Ausnahmen darstellen. In der Gruppe der Praktikanten sind jedoch noch weitere Unterscheidung geplant: Demnach bekommen solche, die ein Praktikum im Rahmen von Schule oder Studium absolvieren keinen Mindestlohn – Praktikanten mit abgeschlossener Berufsausbildung bzw. Studium dagegen sollen mindestens 8,50 Euro erhalten. Argumentiert wird folgendermaßen: Bei Praktika während Schulausbildung und Studium steht der Erwerb von Kenntnissen und Fähigkeiten sowie die berufliche Orientierung im Vordergrund. Da dem Praktikum somit ausbildender Charakter zugesprochen wird, muss auch kein Mindestlohn gezahlt werden.

Zu der Gruppe der Praktikanten mit abgeschlossener Berufsausbildung bzw. Studium äußert sich Florian Haggenmüller vom Deutschen Gewerkschaftsbund und erinnert daran, dass es in dieser Gruppe eigentlich gar keine Praktikanten geben sollte: „Es kann nicht sein, dass qualifizierte Hochschulabsolventen und junge Menschen mit Berufsausbildung als Praktikanten ausgebeutet werden. Sie haben lange genug gelernt und haben das Recht auf eine Chance, sich im Berufsleben zu bewähren – als angemessen bezahlte Beschäftigte und nicht als Praktikanten.“ Denn wer noch nach dem Studium ein Praktikum annimmt, macht dies meist nicht freiwillig. Letztendlich kommen damit auch Zweifel auf, weshalb man nach all den Studienjahren noch nichts kann, für das einen jemand bezahlen will…

Doch wozu würde diese Unterscheidung führen? Ganz allgemein könnten Unternehmen Praktikumsstellen als Schlupfloch in der Mindestlohn-Gesetzgebung nutzen, so dass nur noch Schüler und Studenten eine Chance auf einen Praktikumsplatz haben. Schließlich würde die Zahl der Praktikumsangebote sinken. Oder aber Praktikanten säßen im Büro neben ihren dreimal so gut bezahlten Mitpraktikanten, während sie dieselben Aufgaben übernehmen. Da stellt sich die Frage, ob ein Praktikant im fünften Semester grundsätzlich schlechtere Arbeit leistet, als sein Kollege, der gerade seine Bachelorarbeit abgegeben hat?

Interessant ist, dass, wer mit seinem Praktikum zufrieden ist, zwar im Durchschnitt mehr verdient, gleichzeitig aber auch die längste Arbeitszeit hat. Selbstverständlich spielt das Gehalt dabei nicht die einzige und entscheidende Bedeutung. Auch interessante Aufgaben oder die Wertschätzung der eigenen Leistung sind wichtige Kriterien. Mehr zum Thema Zufriedenheit demnächst an dieser Stelle…

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Champagner oder Cola Teil 3: Echtzeitbewerbung, oder: Wie man der eine aus 800 werden kann

Beiträge von Praktikanten für (zukünftige) Praktikanten: Hier berichten unsere aktuellen Praktikanten Felix und Jennifer von allen Höhen und hoffentlich nicht allzu vielen Tiefen, die das Praktikantenleben bei Convensis mit sich bringt. Von der Herausforderung der Bewerbung, Einblicken in den Arbeitsalltag über mögliche Stolpersteine bis hin zu den Vorstellungen und Wünschen des „perfekten Praktikums“ wird dabei nichts ausgelassen, was für euch von Interesse sein könnte.

– von Jennifer Zimmermann –

Dem Student heute ist bewusst, dass er, trotz Geburtenrückgang und Demografischem Wandel, im Konkurrenzverhältnis zu hunderten von anderen Mitbewerbern um Praktikumsplatz bzw. zukünftigen Arbeitsplatz steht. Vor allem, wenn man die Zeit bis zur Rente nicht in irgendeinem beliebigen Unternehmen absitzen möchte. Beinahe schon nötig scheint es daher, sich selbst als Marke zu präsentieren, durchgehend authentisch zu wirken, aus der Masse positiv herauszustechen und dem Kunden (Unternehmen) einen Mehrwert zu bieten. Best Case: Der „Human Ressourcer“ verliebt sich auf den ersten Blick in einen und man bleibt ihm hartnäckig im Hinterkopf sitzen.

Jennifer Zimmermann, Praktikantin bei Convensis

Erschwert wird dies zum Teil schon durch die standardisierten Bewerberportale, die inzwischen auch so einige größere Agenturen besitzen. Statt einem selbstgeschriebenen Lebenslauf müssen hier alle Erfahrungen und Kenntnisse einzeln eingetragen werden, was nicht nur zeitraubend, sondern auch nervenaufreibend ist, wenn „Senden“ eben nicht sendet und von vorne angefangen werden muss. Ganz davon abgesehen, dass hierbei Kreativität und individuelle Note gänzlich auf der Strecke bleiben – und das obwohl dies in unserer Branche doch in jeder Stellenausschreibung gefordert wird.

Das Prinzip „Auffallen um jeden Preis“ haben schon so einige ausgereizt. Gerade im Kommunikations- und Marketingsektor ist die Bandbreite origineller Bewerbungen sehr groß, so dass Varianten mit QR-Code, über Blogs oder als Flaschenpost schon fast zu gängigen Modellen werden. Auch das Phänomen des Ego-Googelns vieler Manager und CEOs wurde  so bereits ausgenutzt. Dabei werden Google Anzeigen mit dem jeweiligen Namen des CEOs oder Managers erstellt und mit einer Landing Page verlinkt. Die Wirkung dieser simplen Bewerbung beweist der entsprechende Youtube Clip.

Vor einem halben Jahr etwa stand auch ich vor dem Problem: Wie steche ich aus der Masse heraus? Dazu startete ich das Experiment „Die etwas andere Bewerbung“. Ich wählte Stuttgarter Agenturen aus, die mir für ein Praktikum interessant erschienen und organisierte mir Telefonnummer und Email-Adressen der CEOs. Da wir im Rahmen einer Vorlesung das Management Trend Forum unseres Dozenten Torsten Ambs auf Schloss Monrepos mitgestalten durften, nutzten wir diesen Rahmen. So lud dieser, mit all der Seriosität von Agentur und Doktortitel, die ausgewählten CEOs zu der Veranstaltung ein. Tatsächlich zeigte der CEO einer der Agenturen großes Interesse an der Veranstaltung, war an diesem Tag allerdings verhindert. Kurzerhand nutzten wir seine Begeisterung und es kam zu einem Präsentationstermin vor der gesamten Agentur, so dass ich meine Bewerbungsunterlagen dem CEO persönlich überreichen konnte, welche dieser direkt in die Personalabteilung trug.

Es war also gelungen, meine Bewerbung an all den anderen vorbei zu schmuggeln. Einen Tag nach dem Vortrag, Feedback von der Personalabteilung: Die Unterlagen waren bereits in der Fachabteilung. Einen weiteren Tag später dann eine Mail von der Fachabteilung: Die Unterlagen werden angesehen. Trotz dem bisher positiven Verlauf des Experiments flatterte schließlich die schriftliche Absage in meinen Briefkasten. Grund: Ich wollte nur ein halbes Jahr Praktikum machen, in der Agentur seien aber 12 Monate Voraussetzung, da sonst „für beide Seiten kein Mehrwert entstehen kann“. Da ich nicht bereit war, mein Studium für ein möglicherweise nicht zufriedenstellendes Praktikum zu verlängern, setzte ich meine Suche fort.

Alternative Bewerbungen können also einen Vorteil verschaffen, zumindest gelingt es einem auf diese Weise, aus der Masse heraus zu stechen – zielführend müssen sie allerdings nicht immer sein. Und weiter bleibt die Frage: Wie weit will man dabei gehen? Wann stößt man an die Grenzen des guten Geschmacks?

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Champagner oder Cola Teil 2: Praxiserfahrung, Praxiserfahrung und Praxiserfahrung

Beiträge von Praktikanten für (zukünftige) Praktikanten: Hier berichten unsere aktuellen Praktikanten Felix und Jennifer von allen Höhen und hoffentlich nicht allzu vielen Tiefen, die das Praktikantenleben bei Convensis mit sich bringt. Von der Herausforderung der Bewerbung, Einblicken in den Arbeitsalltag über mögliche Stolpersteine bis hin zu den Vorstellungen und Wünschen des „perfekten Praktikums“ wird dabei nichts ausgelassen, was für euch von Interesse sein könnte.

– von Jennifer Zimmermann –

Jennifer Zimmermann, Praktikantin bei Convensis

Praktika sind heute fester Bestandteil von beinahe jedem Studium. Doch möchte man sich für eine Praktikumsstelle bewerben, so stößt man schnell auf erste Probleme: Die meisten Unternehmen setzen erste Erfahrungen in der Branche sowie bereits absolvierte Praktika voraus. So manche haben gar einen Master-Abschluss als Bedingung. Doch wo bleibt der Sinn der Selbstfindung, wenn man sich erst dann selbst finden kann, nachdem man einen Abschluss in einem gewissen Fach hat, das einem womöglich gar nicht liegt? Und woher soll ein Berufseinsteiger/ Student all diese Praxiserfahrung besitzen? Irgendwo muss man doch einmal anfangen und sein allererstes Praktikum, ohne Vorerfahrung, absolvieren. Wer so viel Berufserfahrung besitzt, wie in vielen Stellenausschreibungen gefordert, gehört eher in einen festen Job und nicht in eine Praktikantenstelle – da kommt der Gedanke an billige Arbeitskräfte auf.

Auf gute Noten wird, zumindest in der Medien- und Kommunikationsbranche, eher weniger geachtet. Häufig sind es nur die größeren Unternehmen, die die jeweiligen Noten überhaupt sehen wollen. Also vielleicht etwas weniger Energie in das Studium selbst investieren und nebenher lieber noch einen Job als Werksstudent annehmen, ein paar Weiterbildungen machen, in Projekten mitarbeiten und zusätzliche Fremdsprachen lernen?

Denn diese Dinge scheinen den Unternehmen um Längen wichtiger zu sein. Selbst bei Praktika im Bereich der PR oder des Marketing sollten einem die Programme der Adobe Suite, inklusive Webdesign-Erfahrung, nicht fremd sein. Kurzum: Gesucht wird eine eierlegende Wollmilchsau, deren einziges Defizit die eigenen Selbstzweifel sind, aufgrund derer sie sich nicht traut, eine vollwertige Stelle zu verlangen.

Doch genug der harten Thesen: Natürlich gibt es auch genügend bestausgebildete junge Menschen, die aufgrund der Sparpolitik so mancher Unternehmen weder Arbeitsplatz noch Aufstiegsmöglichkeit nach einem Praktikum bekommen. Schließlich liegt es nicht immer nur an den fehlenden Qualifikationen. Da gibt es auch Unternehmen in Stuttgart, die Absagen verschicken, da der potentielle Praktikant „nur“ für ein halbes Jahr kommen möchte, statt der in dieser Agentur angeblich üblichen zwölf Monate. Doch dazu später mehr…

Und was verlangt nun Convensis? „Überdurchschnittliches Engagement, Interesse für Konsumgüter, Design, kulturelle, politische und gesellschaftliche Themen“ sowie die Fähigkeit, selbstständig arbeiten zu können, Kontaktfreudigkeit und eine gute Allgemeinbildung – alles in allem Dinge, über die man als Berufseinsteiger in der Branche so oder so verfügen sollte. Bereits vorhandene Praxiserfahrung wird nicht vorausgesetzt. Es gibt also auch noch andere Unternehmen, die nicht nur auf den bestmöglichen Profit für sie selbst achten, sondern einem jungen Menschen die Möglichkeit geben, sich durch praktische Mitarbeit einzubringen und neue Kenntnisse und Fähigkeiten zu erlangen – dafür ist ein Praktikum doch schließlich da. Vielen Dank für die Chance!

Hier geht es zum ersten Teil der Reihe „Champagner oder Cola?“

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Mein Weg zu Convensis: Jennifer berichtet

Beiträge von Praktikanten für (zukünftige) Praktikanten: Hier berichten unsere aktuellen Praktikanten Felix und Jennifer von nun an regelmäßig von allen Höhen und hoffentlich nicht allzu vielen Tiefen, die das Praktikantenleben bei Convensis mit sich bringt. Von der Herausforderung der Bewerbung, Einblicken in den Arbeitsalltag über mögliche Stolpersteine bis hin zu den Vorstellungen und Wünschen des „perfekten Praktikums“ wird dabei nichts ausgelassen, was für euch von Interesse sein könnte.

– von Jennifer Zimmermann –

Mein Weg zu Convensis begann etwa im Mai 2013, mit der Überlegung, wo ich mein Praxissemester verbringen wollte. Bisher hatte ich Angewandte Medien mit der Fachvertiefung PR & Kommunikationsmanagement an der Akademie der media GmbH in Stuttgart, bzw. an der Hochschule Mittweida, studiert. Wohin ich wollte, war mir klar: Eine Agentur sollte es werden, da ich mir dort durch verschiedene Kunden mehr Abwechslung erhoffte. Außerdem hatte ich vor, mich an meinen persönlichen Interessen zu orientieren und im Bereich Brand-Management und Strategie zu arbeiten.

Jennifer Zimmermann, Praktikantin bei Convensis

Bereits zuvor hatte ich mich ausgiebig mit der Praktikantensituation in Deutschland auseinander gesetzt. Ich hatte im Rahmen der Vorlesung „Virales Marketing“ Vorträge gehalten, eine Vorlesung im Schaufenster veranstaltet, wertvolle Kontakte geknüpft und auch das Experiment einer Guerilla-Bewerbung darf ich zu meinem Erfahrungsschatz zählen. All diese Erkenntnisse konnte ich schließlich als Beitrag zu einem E-Book beisteuern, durch welches das Projekt abgeschlossen wurde.

Bei meiner Recherche nach Agenturen im Kreis Stuttgart fiel mir unter anderem der Internetauftritt von Convensis ins Auge. Sie suchten zwar nicht explizit nach Praktikanten, Initiativbewerbungen seien aber immer willkommen. Außerdem fand ich – im Gegensatz zu vielen anderen Ausschreibungen – eine genaue Beschreibung dessen, was mich bei einem Praktikum bei Convensis erwarten würde und dessen, was ich im Gegenzug erhalten sollte. Schon wenige Tage nach meiner Bewerbung erhielt ich eine freundliche  Einladung zu einem Vorstellungsgespräch.

Letztendlich folgten auf etwa zehn Bewerbungen zwei Vorstellungsgespräche und zwei Zusagen. Doch unterschiedlicher hätten sich die Agenturen nicht präsentieren können, weshalb mir meine Entscheidung nicht schwer fiel. Das Vorstellungsgespräch bei der anderen Agentur dauerte gerade einmal 10 Minuten, wobei lediglich noch einmal nach den Punkten gefragt wurde, die ich bereits in meinem Lebenslauf erwähnt hatte. Das einzige menschliche Wesen, welchem ich, neben dem Herrn mit dem ich das Gespräch hatte, begegnete, war die Empfangsdame. Meine Arbeit dort hätte hauptsächlich aus der Mediaplanung für eine Schuhmarke bestanden – nach allzu viel Abwechslung hörte es sich nicht an. Dazu kam, dass er mir noch während des Gesprächs die Zusage für einen Praktikumsplatz gab. Ich solle mich allerdings möglichst schnell entscheiden, da es noch zwei andere Bewerbungen um eine Traineestelle gäbe und er nur eine Person einstellen könne. Die Stellenvergabe erfolgte also nach dem Motto „Wer zuerst kommt, mahlt zuerst“. Zwischen Trainee- und Praktikumsstellen scheint es keinen Unterschied zu geben, die Fähigkeiten und Qualifikationen der Bewerber scheinen irrelevant. Hauptsache die Stelle ist besetzt.

Bei Convensis dagegen stand ich direkt mitten im Raum – Türen gibt es nicht, so dass ich meine potentiellen Kollegen sehen konnte – und verbrachte dort eine gute halbe Stunde. Es hatten sich gleich zwei Menschen für mich Zeit genommen, welche ehrliches Interesse an meinen Erfahrungen und Wünschen zeigten und denen es wichtig schien, dass ich zu Unternehmen und Stelle passe. Schließlich überzeugten mich auch die Investitionen in Weiterbildung und Gemeinschaft der Mitarbeiter. Nur eine Woche später hatte ich die Zusage im Briefkasten – meine Entscheidung war klar.

Nach sechs Wochen bei Convensis kann ich ein positives Zwischenfazit ziehen: Mein Wunsch, das Marketingteam zu unterstützen, ist berücksichtigt worden. Kollegen und Arbeitsatmosphäre sind angenehm und die eigene Leistung wird wertgeschätzt. Ich freue mich auf weitere spannende Monate und werde mitnehmen, was geht.

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Mein Praktikum bei Convensis Teil 1: Champagner oder Cola?

Beiträge von Praktikanten für (zukünftige) Praktikanten: Hier berichten unsere aktuellen Praktikanten Felix und Jennifer von nun an regelmäßig von allen Höhen und hoffentlich nicht allzu vielen Tiefen, die das Praktikantenleben bei Convensis mit sich bringt. Von der Herausforderung der Bewerbung, Einblicken in den Arbeitsalltag über mögliche Stolpersteine bis hin zu den Vorstellungen und Wünschen des „perfekten Praktikums“ wird dabei nichts ausgelassen, was für euch von Interesse sein könnte.

– von Jennifer Zimmermann –

Ich habe ihn gefunden. Bin eine der glücklichen 65,8 Prozent in Deutschland – bisher. Denn einen Praktikumsplatz, vor allem einen guten, zu bekommen, scheint heutzutage ein Privileg zu sein. Ich habe recherchiert, Bewerbungen geschrieben, Gespräche geführt, Dozenten zu Hilfe gezogen, Doktortitel (echte) verwendet, Vorträge gehalten, CEOs meinen Lebenslauf persönlich in die Hand gedrückt, Absagen bekommen, weiter Bewerbungen geschrieben, Bewerberportale verflucht, vergeblich auf Antworten gewartet, Gespräche geführt und letztendlich bin ich bei Convensis gelandet.

Jennifer Zimmermann, seit November 2013 Praktikantin bei Convensis

Bestnoten und ein schnurgerader Lebenslauf nach dem Motto Geburt, Abitur, Studium reichen für einen Praktikumsplatz bei den meisten Arbeitgebern nicht mehr aus. Wer einer der Privilegierten sein möchte, muss, neben Praxiserfahrung, Praxiserfahrung und Praxiserfahrung, schon mehr zu bieten haben. Auslandsaufenthalte, Weiterbildungen, Fremdsprachen, Programmkenntnisse etc., wobei die Soft Skills natürlich auch nicht fehlen dürfen. Anschließend bleibt dann noch das Problem, wie ich es schaffe, aus den 800 anderen Bewerbungen möglichst positiv heraus zu stechen. Stellenausschreibungen für Praktika klingen oftmals genauso, wie solche für Vollzeitstellen. Größter Unterschied: Das Gehalt. Dass Praktikanten oftmals nur gering oder gar nicht entlohnt werden, ist allseits bekannt. Daneben gibt es große deutsche Unternehmen, die anstatt Vollzeit-Angestellter Praktikanten in rauen Mengen, befristet für einzelne Projekte, einstellen. Der Praktikantenreport 2012 des Portals „meinpraktikum.de“, bei dem insgesamt 5.500 Praktika in ganz Deutschland bewertet wurden, deckt weitere Details auf. So arbeiten Praktikanten im Schnitt 7,75 Stunden am Tag und bekommen dafür durchschnittlich 290 Euro im Monat – branchenübergreifend wohlgemerkt. Über ein Drittel der Praktikanten sind dabei unzufrieden. Doch was macht eigentlich ein gutes Praktikum aus? Und wann kann man zufrieden sein mit seinem Arbeitgeber? In meinem Vortrag „Champagner bestellen – Cola bezahlen“ und dem begleitenden E-Book „Der CEO im Mienenfeld oder: Warum Führungskräfte lernen müssen, die Bombe zu lieben“ habe ich mich bereits als Co-Autorin mit der Praktikantensituation in Deutschland auseinander gesetzt.

Nun frage ich mich: Wie ist die Situation bei Convensis? Bin ich Champagner oder Cola – und was erhalte ich im Gegenzug? Ich werde berichten…

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